Hmm
Es gibt bei den Labradoren Tendenzen, die die Welpenzeit wirklich und ehrlich enorm anstrengend machen.
Ist der Kleine zufällig auch noch braun?
Also, was ich dir echt ans Herz lege: Finger weg vom Hund. Darauf springen die enorm an. Es gibt Welpen, die in den ersten Wochen mit menschlicher Berührung NICHTS anfangen können und ihren Unmut darüber kundtun.
Menschliches grabschen müssen die erst lernen auszuhalten.
Hunde begrabschen einander nicht. Das kennen die nicht. Menschliche Verhaltensweisen sind einem Welpen ein Buch mit 7 Siegeln.
Dann schaff sichere Bereiche.
Sicher für alle. Also für euch.
Und für den Welpen.
Schaff entweder mit Möbeln oder Welpengitter einen grossen ! richtig grosen Bereich, wo der einfach sein kann und toben kann wie er will. Bis er müde ist. Gib ihm ne alte Jeans, oder was ähnliches zum fetzen. Und dann lasst ihn in Ruhe. Interagiere nicht dauernd mit ihm. Den bringt man nichts ins Bettchen, der kann schlafen wo er will.
Auch wenn die Gitter von vielen belächelt und als unnötig angesehen werden - es gibt Welpen, da helfen die Gitter enorm, für alle Beteiligten mehr Ruhe und etwas Abgrenzung zueinander zu schaffen.
Nicht jeder Welpe ist pflegeleicht und ich kennen genug Labrador Welpen, die einen enorm fordern bis überfordern konnten.
Wann immer er überdreht, geht hinter die Abschrabkung, so vermeidet ihr dass ihr mit ihm in einen direkten Konflikt gehen müsst. Denn das stresst extrem und pusht hoch.
Versteht, dass ihr einen unbedarften kleinen Hund habt, der NICHTS von dieser Welt kennt.
Streich das Bild eines erwachsenen Hundes aus deinem Kopf.
Welpen beissen, pinkeln, rennen, knurren, toben, schlafen , spielen und haben 700 lustige Ideen - die selten mit deinen Vorstellungen korrelieren.
Geh raus mit dem Zwerg. Pack ihn ins Auto, fahr in den Wald und lass ihn laufen, die Welt erkunden.
Da muss auch mal Energie raus können. Garten zerstören ist nicht so toll. Das festigt sich. Aber gemeinsam ganz gemütlich im Wald sein, das ist toll.
Das sind keine Spaziergänge! Vergiss das gleich. Es geht nicht darum, Strecke zu machen. Es geht darum, gemeinsam die grosse weite Welt zu erkunden.
Und er darf dabei rennen, schnuppern, mal einen Tannzapfen aufnehmen. Lass ihn machen. Solange er nichts Giftiges oder Steine nimmt, lass ihn machen.
Je mehr du das interessant findest, desto mehr wird er aufnehmen. Die erkunden die Welt mit dem Maul.
Versuch irgendwie davon weg zu kommen, den Kleinen in eine "Schablone" aus deinem Kopf zu pressen.
Der erfüllt keine Erwartungen - das ist ein Welpe. Welpen machen ihr Ding auf ihre Weise.
Erwartungen an Welpen sind da um zu scheitern.
Setzt euch mehr hin in der Wohnung.
Mein aktueller Junghund war als Welpe enorm empfindlich auf herum wandernde Leute in der Umgebung, hektisches Getue in der Wohnung.
Sobald alle zur Ruhe kamen, hat er tief und fest geschlafen.
Er war ein 1:1 Spiegel - das ist sehr wertvoll wenn man das erkennt
Edit: dein Beitrag hat es mir nicht angezeigt, daher hat es sich nun überschnitten. Das tönt doch bereits etwas entspannter. Weiter so 👍🏼