Beiträge von wildsurf

    Freilauf, Umwelt Erkundung, Grenzen kennen lernen, Umgang mit Frust

    Regeln des Zusammenlebens, Name, Rückruf, Stubenreinheit, Abbruch Kommando, Freigabe Kommando, Auto fahren, alleine bleiben

    Besuch beim TA, dort alles beschnuppern

    Manipulationen am Körper, Medical Training, Markerwort, spielen mit mir, entspannt mit dabei sein

    Sport spezifische Themen nebenbei und spielerisch selbstverständlich

    Das wäre so ungefähr ganz grob die Basis für die erste Zeit. Ganz entspannt, ohne Plan. Einfach integriert in den Alltag.

    Wir waren wieder bei Sandra Fuchs im Training. :mrgreen-dance:

    Letztes Mal war vor ca 6 Wochen.

    Und offensichtlich haben wir einiges richtig gemacht in der Zwischenzeit. Denn Nevis konnte sich wunderbar konzentrieren und hat hervorragend gearbeitet.

    Eine enorme Entwicklung zu letztem Mal.

    Wir haben wieder ein paar Punkte mitgenommen, an denen gefeilt werden muss. Aber es ist seit langem das erst Mal, dass ich wirklich positiv gestimmt bin, dass wir diesen Hund hinbekommen.

    Dass das war wird.

    Und als sie mich heute fragte, kannst du ihn stoppen drüben auf dem Hügel und dann in die Suche schicken? Konnte ich sehr entspannt bleiben und sagen, probieren wir es. Und er hat es 1A umgesetzt. Hat zugehört und mitgedacht.

    Danach war 2er Training mit Mojito und meiner Kollegin mit Hund.

    Wir haben viel mit Gelände-Memorypunkten gearbeitet und im sehr coupierten

    Gelände mussten die beiden arg ackern. Und viel denken, denn es ging stark ums zuhören. Mojito hat toll gearbeitet. Man darf einfach nicht hinsehen wenn er runter donnert. 🙈 Kamikaze Hund. Auch für ihn gibt es einiges zum arbeiten zu Hause. Alte Fallstellen zB.

    War wieder super, danach waren aber alle so richtig platt 😴

    birds ja aber - was genau erwartest du von einem so jungen Hund? 😳

    Musst du im August die erste Prüfung gewinnen? Irgend jemandem etwas beweisen oder so?

    Im Vergleich mit wem genau ist ihr Stand schlecht? wer behauptet dass etwas schlecht ist? was ist schlecht? und was muss besser sein? Der Hund ist 8 Monate jung.

    Mit 8 Monaten beginnt bald die Pubertät. Jetzt ist sowieso erst einmal eine Zeit im Anmarsch, wo weniger Neues aufgenommen werden kann. Mehr bereits gelerntes setzen muss. Irgendwann wird sie da erste Mal läufig, das ist such eine schwierige Zeit für die jungen Hündinnen.

    Was machst du dir und dem Hund denn bloss für einen Stress?

    Nachtrag: du schreibst, dein Hund sei sehr schnell eingeschüchtert. Wenn du hohe Erwartungen an den Hund hast, welche dieser nicht umsetzen kann, macht es das nur noch schlimmer! Pass auf, dass du mit deinem mentalen Druck dem Hund nicht die Freude am Dummy kaputt machst. Das passiert schneller als man denkt. Ja, auch bei einem Retriever. Professionelle Hilfe ist sicher gut, aber nicht damit der Hund besser wird. Sonder damit du lernen kannst, deinen sensiblen Hund fein auszubilden. Nur dann werdet ihr gemeinsam Spass haben.

    wir machen manchmal auch ewig nichts mit Dummys. Einfach weil Alltag und kein Bock oder sonst wie keine Zeit oder Lust. Und das schadet nie. Im Gegenteil, meistens tun so Pausen enorm gut.

    verruecktsein

    kleiner Exkurs ins lernen

    Du musst dir immer gut überlegen, WAS genau du jetzt trainieren willst. Wir Menschen neigen dazu, dem Hund ein grosses Chaos an den Kopf zu werfen und meinen dann, der lernt jetzt was :D dass sie tatsächlich etwas dabei lernen, ist wohl oft der hündischen Genialität geschuldet, weniger unseren Fähigkeiten :lol:

    Was ich meine ist:

    Wenn das Thema deines Trainings an dem Tag lautet "ich will das Voran festigen", dann musst du das ganze Setting so machen, dass der Hund genau DAS lernt. Und vor allem lernen kann!

    Wenn der Hund also beispielsweise ein Thema hat mit tragen/knautschen, oder mit der Abgabe, oder mit Ehrenrunden, etc. dann muss ich die Übung "voran" so aufbauen, dass ich mich nicht mit den anderen Baustellen beschäftigen muss.

    Oft passiert es nämlich dann, dass man - wie im Beispiel oben - an der Abgabe bastelt, da irgendwie Zeit verleiert, obwohl man eigentlich am voran arbeiten wollte. Und dann hat man das Gefühl, der Hund lerne das dann schon irgendwie im Vorbeigehen ;)

    Also übe ich das "voran" so, dass er das auch üben kann.

    Und die ganzen restlichen Baustellen schalte ich aus. Hat der Hund wie erwähnt ein Thema mit dem Dummy, lasse ich den Dummy weg und übe das Voran auf Futterschüsseln. Oder mit Spielzeug. Hauptsache er wird primär verstärkt für seine Bemühung, in gerader Linie nach vorne zu laufen. WAS genau er da findet hängt vom Hund ab, Hauptsache ist aber dass damit keine bestehenden Konflikte geschürt werden.

    Und dass eben ein Lernprozess stattfinden kann.


    Oder das schöne Thema "lining"

    (lining bedeutet, dass der Hund die vorgegebene Richtung als gerade Linie läuft und auch so zurück kommt. Und nicht irgendwo hin abdriftet. Also ein weiterer Lernschritt beim voran)

    Will ich das "lining" üben, muss ich das auch tun. Dann darf daraus kein einweisen in alle Himmelsrichtungen werden. Aber genau das machen wir zu oft. Dann wird der Hund gestoppt, nach recht uns links und back und vorne und hinten eingewiesen.

    Und dann wird *lernen* für den Hund sehr, sehr schwierig. Weil wir ihm einen Wulst an Zeug an den Kopf schmeissen :smile:

    Wir machen dann alles - aber nicht "lining" üben.

    Daher: immer genau überlegen was ich will, was der Hund schon kann, was er nicht kann und dann schlau planen. Schritt für Schritt in die Richtung, in die es gehen soll.

    Beim Lining z.B. mit Leitplanken im Gelände schlau arbeiten. Und diese immer mehr ausschleichen. Das meine ich mit planen, denken, lernen.