Beiträge von wildsurf

    Wieso muss er auf Menschen zugehen? Ich frage für das Verständnis, was ihr da genau übt.

    Weil, es kann sein dass er da so unter Stress steht, dass er genau nichts lernt in der Situation.

    Für mich liest es sich, als wäre es da sehr viel sinnvoller, Abstand reinzubringen. Dem Hund zeigen, dass du auf seine Unsicherheit (wenn es denn das ist) eingehst und ihn da raus nimmst.

    1. Golden Retriever sind heikel in Punkto Futter

    Wechsle sofort das Futter, zB auf Josera Junior oder Wolfsblut Junior. Ohne Umstellung, der verträgt das Futter nicht.

    2. ist der zwar noch sehr klein und jung, aber mit 12 Wochen will der auch mal toben. Seid ihr mal gemeinsam draussen? Mal 30min einfach am Waldrand? Seele baumeln lassen, schnuffeln, den Wind erleben? Herum furzen nach Herzenslust? Das ist wichtig.

    Natürlich sollen die auch ganz viel schlafen. Aber Bewegung muss auch sein, sonst geht der dir die Wände hoch.

    Allerdings: Golden sind anfällig für "zu viel". Daher muss man wirklich gut achtgeben, was diesem Hund gut tut und was nicht.

    3. bring Türgitter in der Wohnung an. Anstatt den Welpen dauernd kontrollieren und massregeln zu müssen, kannst du so ganz entspannt managen. So lernt er such, dass er nicht immer Zugriff auf euch hat und ad Alleine bleiben wird einfacher zum üben.

    4. Sofa. Oft ein Thema. Entweder du bleibst entspannt und korrigierst ihn immer wieder neutral. Oder du stellst ein grosses Welpengitter ins Wohnzimmer um das Sofa als nicht erreichbare Zone auszuschliessen. Das Gitter hilft übrigens sehr, dass der junge Hund seinen Bereich hat wo er Ruhe halten kann, wenn es mal schwieriger wird.

    Also keine Bestrafung, sondern einfach ein guter Platz zum zur Ruhe zu kommen. Ihr werdet noch sehr froh darum sein.

    5. geht ihr oft auf seine Forderungen ein? Reagiert ihr oft wenn er euch anfiept oder anbellt?


    Grundsätzlich tönt das was du schreibst sehr normal. Welpe halt.

    Das ist am Anfang tatsächlich oft etwas anstrengend, je nach eigener Erfahrung und je nach Welpe.

    Natürlich muss so ein Hund rennen können.

    Aber bis zu 3h ist mir mit 7 Monaten zu viel. Plus noch bis 1h Training.

    Ich befürchte, du hast dem Hund eine mega Erwartungshaltung antrainiert.

    Denn gemütlich schlendern müssen diese Hund zuerst mal lernen. Du machst die wahnsinnig, wenn es dauernd hauptsächlich vorwärts geht.

    Häng den Hund an die 2-5 Leine und spaziere langsam 100m hin, und wieder zurück. Ohne Kommandos. Ohne Rückruf. Ohne Training.

    Einzige Bedingung: dich nicht umnieten.

    Mach diese 100m 10x hin und her, und dein Hund wird zufrieden und müde sein. Weil er mit jedem Durchgang ruhiger wird.

    Es ist nicht mehr dauernd was Neues. Sonder es wird immer bekannter bei jedem Durchgang und daher weniger aufregend.

    Das bringt massiv viel Ruhe rein.

    Ich mache das grundsätzlich mit jedem Welpen von Anfang an. Keine Kilometer lange Spaziergänge vorwärts. Sondern immer wieder zurück. Damit der Hund nicht die Idee bekommt, man muss neuen Gerüchen nach hechten.

    Und dann ist es halt so, dass bei so lauffreudigen Hunden die Schleppleine das Laufen triggern kann.

    Ergo muss der Hund zuerst an der kürzeren Leine - bis ca 5m - lernen, dass es Regeln gibt.

    Erst dann kann man immer mehr Leine geben bis 10 oder 20m. Aber nicht bevor man sich benehmen kann.

    Bei meinem sehr lauffreudigen Jüngsten hat Freilauf direkt am Morgen auch viel Ruhe gebracht. Erst Mal die Energie abbauen. Aber ohne zusätzliche Anregung von mir. Nur cruisen lassen und dann ruhig und fertig.

    Für den Rest des Tages war das Hirn dann denkfähig.

    Mit 4,5 Monaten ist das viel Input für das junge Hirn. Und er ist ganz einfach noch nicht generell stubenrein.

    Und nur weil er die Menschen oder Hunde schon mal gesehen hat, heisst das nicht dass er da entspannt ist. „Kennen“ ist in dem Alter eh noch eine sehr wackelige Angelegenheit.

    Da setzt du zu viel voraus. Der ist noch dermassen jung!

    Da kann dann halt vor lauter Aufregung einiges in die Wohnung gehen.

    Du schreibst, die Hunde haben ausgiebig gespielt… der war mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit drüber. Dann machen sie rein, ganz normal.

    Wenn du einen entspannten Hund willst, schau dass der nicht dauer bespasst und bespielt wird. Das ist nicht gesund für den Kopf, das macht gaga. Mal ne Runde toben im Garten ja, aber ansonsten Ruhe und Langeweile.

    Und ansonsten muss in dem Alter halt immer wieder mal etwas geübt werden in neuen Situationen. Und das ist in dem Fall Stubenrein sein in anderem Umfeld.

    Heisst: nach jedem schlafen, fressen, spielen raus zum pinkeln.

    Ganz, ganz oft raus. Wie bei jedem anderen Welpen/ Junghund auch.

    Er hat ja anscheinend ganz oft dann rein gemacht, wenn er andere Hunde begrüsst und „gespielt“ hat. Das spielen kommt in deinem Text sehr oft vor. Dann hättet ihr bereits sofort raus sollen. Und halt auch nach dem Ruhen etc. (und wie gesagt, weniger ist mehr auf lange Sicht, wenn du einen ruhigen Hund willst)

    Hallo!

    Ich hab mir heute folgende Frage gestellt:

    Wie genau wird man eigentlich ganz offiziell Züchter?

    Indem man in den Rasseclub eintritt, zu dem der Hund gehört.

    Dann muss der Hund diverse gesundheitliche Atteste haben, Röntgenbilder, die offiziell ausgewertet werden, Augenuntersuchungen, Gen Tests, etc.

    Weiter wird das Wesen und das Aussehen (Körperbau, Fell etc.) des Hundes beurteilt. Je nach Rasse wird eine Arbeitsprüfung verlangt.

    Es gibt für jede Rasse den sogenannten Rassestandard. Darin wird beschrieben, was für diese Rasse ein typisches Aussehen ist, was ein typisches Wesen ist, und welche Arbeitseigenschaften der Hund haben soll (bei zB. Jagdhunden, Hütehunden, etc).

    Auch die Mängel sind klar erfasst, Fehlfarben, Zuchtausschliessende Wesensmängel etc.

    Entspricht der Hund sowohl vom Wesen, als auch vom Optischen der Rasse, und sind die Gesundheitsatteste alle ok, bekommt er eine offizielle Zuchtzulassung. Der Hund wird dann im Rasseclub erfasst.

    Als Deckrüdenbesitzer stelle ich dann den Rüden für passende Hündinnen zur Verfügung, gegen eine Deckgebühr.

    Als Hündinnenbesitzer züchte ich entweder selbst bei mir zu Hause. Dann muss ich die Zuchtstätte anmelden und abnehmen lassen, mit Name gegen Gebühr, offiziell eingetragen.

    Oder ich gebe die Hündin zum Beispiel zur Züchterin wo sie herkommt ins Zuchtrecht, sprich der Wurf wird dann dort gemacht, eingetragen etc. Dann muss man nicht selber eine Zuchtstätte anmelden und abnehmen lassen, braucht keine Erfahrung etc. Das macht alles der bereits existierende Züchter. (hat Vor- und auch einige Nachteile)

    edit: ah Schmuh war schneller