Beiträge von wildsurf

    LauraSchott

    Ich möchte dir noch etwas mitgeben:

    Ihr seid Ersthundehalter, da ist die Umstellung ins Leben mit so nem kleinen Pimpf ziemlich immens.

    Es kann sein, dass ihr ein wenig den Welpenblues habt. Das ist die Reaktion auf die Umstellung im Leben. Völlig normal, das kann auch uns langjährige Hundehalter erwischen. Man hat den Eindruck, es wächst einem alles über den Kopf, ist total überfordert oder neben der Spur, traurig oder total gestresst.

    Das Gute ist: es geht vorbei. Meistens ist der Spuk nach 2-3 Wochen durch. Dann hat man sich mehrheitlich an das Neue gewöhnt.

    Versucht, euch weniger unter Druck zu setzen. Schalte Instagram & Co. immer wieder bewusst aus. Lass dich nicht verrückt machen von allem, was man hört und liest. Das ist der Nachteil der heutigen immensen Überflutung mit Informationen.

    Bei Fragen kannst du dich immer! und ungeniert an zB das Forum wenden

    Aber filtere die Antworten. Was nützt uns, was macht mich konfus.

    Niemand erwartet von euch, perfekte Hundehalter zu werden. Das kann eh niemand 😉

    Stell dir das Aufwachsen eures Welpen vor, wie Stellschrauben die regelmässig neu justiert werden müssen. Der junge Hund entwickelt sich ja laufen, 24h rund um die Uhr wächst, lernt und gedeiht er.

    Daher muss man so ca. alle 2-3 Wochen die Stellschrauben neu anpassen. Bisschen hier drehen , bisschen da. Nie an allen gleichzeitig. Er braucht dann plötzlich mehr Bewegung. Oder etwas hartes zum kauen weil die Zähne wechseln. Oder er braucht mehr Ruhezeiten. Oder mehr Futter, etc etc.

    Probier, einfach für euch immer wieder zu überlegen, was ihr anpassen könnt, wenn du den Eindruck hast dass etwas nicht mehr funktioniert, was vorher gut geklappt hat.

    Dann noch ein wichtiger Hinweis:

    Das Gehirn benötigt Zeit, um grössere Inputs zu verarbeiten. ZB ein Besuch bei Freunden mit Hund. Das ist meeega viel Input.

    In den nächsten 48h sollten keine neuen grossen Inputs dazu kommen. Sonst ist das Gehirn mit verarbeiten überfordert, dann beginnt Stress.

    Und wenn du denkst, der Hund ist völlig gaga, überleg kurz was während den letzten 48h alles los war. Meistens merkt man dann, oha, ok ja da war einiges was jetzt verarbeitet werden muss.

    Und während dem Verarbeiten sind die Junghunde dann manchmal etwas neben der Spur 🙂

    Ich hab dann immer so geplant, dass zB ein Tag nach Hundeschule viel Garten oder Freilauf in ruhiger Umgebung stattfand. Weil alles Andere eh nicht ging. Hund k.o.

    Und was vielen Neuhundehalter wirklich gut tut, sind bewusste Pausen.

    Organisiert euch so, dass jeder mal einen Tag oder haben Tag komplett Welpen-frei hat. Dann liest du, oder gehst mit Kollegin Kaffee trinken, oder ins Spa, was auch immer.

    Das hilft enorm den Kopf frei zu bekommen.

    Ihr macht das schon gut. ☀️

    Also wenn die noch so klein sind nehme ich sie auf den Arm wenn Hunde näher kommen und gehe zügig weg. Kein Kontakt mit mir unbekannten Hunden!

    Sicherheit geht vor. Auch Halter von kleinen Hunden nehmen diese hoch, weil ihnen da oben einfach weniger passieren kann.

    Und wenn sie müde sind liegen die dann entspannt im Arm und lassen alles baumeln

    Wenn sie so 16

    Wochen sind, nehme ich sie zwischen die Füsse. Sozusagen ins Häuschen. Sicherheitszone. Von da aus kann man wunderbar die Umgebung anschauen. Dann wird das Gewicht langsam ein Thema.

    Ich bin da vielleicht anders gestrickt.

    Aber ich packe jeden Welpen ins Auto, fahre etwas raus wo es ruhig ist und dann darf der da rumstromern mit mir. Freilauf von Anfang an ist mir wichtig.

    Kann man ideal mit Rückruf üben verbinden

    Und mit kuscheln und Pause machen. Mal etwas Kekse verstecken, im Gelände klettern.

    Kommt ein fremder Hund, packe ich den Welpen auf den Arm und gehe daran vorbei und ja, ich hab sehr lebhafte Welpen gehabt bisher. Aber das hat immer gut funktioniert.

    Die Zeit wo der Hund nur noch am Seil hängt kommt noch früh genug.

    Das ist lebensgefährlich für den Welpen.

    Es hätte bereits beim zweiten Mal ganz gehörig ins Auge gehen können.

    Deine Hündin beisst gezielt. Das kann man nicht schönreden!

    Ein Hund hat 100% Kontrolle über seine Zähne. Die weiss genau was sie tut.

    Wieso sie dermassen unter Stress steht kann nur ein sehr versierter Trainer vor Ort beurteilen.

    Aber

    1. KEINE Kontaktmöglichkeiten mehr zwischen Hund und Welpe ‼️‼️‼️‼️

    Das kann sonst Tote geben.

    2. entweder du findest sehr schnell einen super guten Trainer und musst da über lange Zeit ran.

    3.'oder du gibst zur Sicherheit den Welpen ab.

    Denk daran. Es geht um das Leben des kleinen Hundes. Nimm das ja nicht auf die leichte Schulter. Wehe die kommt an den Kleinen ran und du bist gerade nicht im Raum...

    Das willst du nicht erleben!


    Aber genau so Scheisse ist es, wenn du die Hunde lange Zeit konsequent trennen musst

    Niemals nachlässig sein. Immer aufpassen. Nie was vergessen zu schliessen...

    Vorsicht bitte bei so jungen Hunden mit komplett selber kochen. Wenn die Erfahrung fehlt, kann das nach hinten losgehen. Kalzium muss beispielsweise alle 2 Wochen angepasst werden. Ebenso der Bedarf an Protein und Kohlenhydraten.

    Kein Thema für erfahrene "selber Kocher".

    Aber bei einem so stressigen Start ins Hundehalter Leben empfehle ich nie, selber zu kochen. Weil andere Baustellen definitiv wichtiger sind und Futter - bei gesunden Hunden - einfach über gutes Futter abgedeckt werden kann.

    Was ich aber auf jeden Fall mache, ist dem Welpenfutter immer wieder gutes Zeug beizumischen. Davon wurde bei mir noch keiner der 5 irgendwie mäckelig.

    Eier, Hüttenkäse, Kefir, Joghurt, Hackfleisch, gekochtes Gemüse etc.