Beiträge von wildsurf

    Ja, ich weiß, dass das eine Rasseeigenschaft ist.

    Aber ich finde es in dieser Ausprägung bei Kaya extrem, im Vergleich zu den anderen beiden Retriever-Exemplaren, die ich sehr gut kenne und "gearbeitet" habe. Dieses ständige "diskutieren" und "hinterfragen" kannte ich bei denen so nicht. Die haben Anweisungen halt so umgesetzt, wie sie es gelernt hatten.

    Weder Willy, noch Luna, schon gar nicht Jacky, wäre es im Traum eingefallen, trotz der Anweisung dazubleiben umzukehren, um so einen verluderten Stock zu holen, den man unter Zwang zurücklassen musste.

    Ich empfinde da Kaya wirklich als speziell, aber ich kenne auch keinen einzigen anderen Flat persönlich.

    Willkommen in meiner Welt mit den Goldis 😁

    Ich hab übrigens aktuell 7 Flats im Training. Und die sind bis auf eine alle so. Die Frage ist immer, wieviel lasse ich zu. Muss jeder für sich definieren.

    Wenn der Hund an der Leine vorne Zug macht, ist es längst zu spät.

    Dann hat er einen "Fehler" gemacht.

    Kommt er dann zurück oder schaut zurück und wird für das zurück kommen belohnt - zack hast du den Fehler bestätigt.

    Hund lernt: *nach vorne und Zig aufbauen - zurück kommen - Belohnung*

    Hunde lernen in Verhaltensketten. Man prüfe daher immer gut, was kurz vor dem Lob stattgefunden hat.

    Sonst baut man sich selbst Baustellen 🚧

    Man muss sich halt im Klaren darüber sein, dass der Hund - so wie es sich liest - nie mit anderen Hunden und Menschen ausserhalb sozialisiert wurde.

    Das ist nicht zu vergleichen mit einem Strassenhund aus Rumänien etc.

    Wenn der DSH mit 10 Wochen auf den Hof kam und seither nichts kennen gelernt hat, ist das in meinen Augen eine ganz andere Hausnummer!

    Den an die Leine nehmen und rausspazieren könnte mit massiven Problemen einhergehen.

    Ohne Profi mit ausreichend vielseitigen Erfahrungen und Wissen um die Rasse und der Problematik, würde ich da nicht rangehen.

    Der Hund kennt dich von Besuchen. Aber ihr habt keine Bindung, keine Vertrauensbasis und die fehlt - noch - das Wissen, den Hund zu führen und managen.

    Das kann nach hinten losgehen, wenn man da unbedarft rangeht.

    Aber mit professioneller Begleitung: durchaus in irgend einer Form machbar.

    Vielleicht musst du dann halt umziehen weil er draussen in der Welt nicht gut klar kommt und definitiv einen grossen Auslauf und Zwinger benötigt.

    Das muss einem klar sein. Es kann funktionieren in der Wohnung.

    Es kann aber auch scheitern. Dann muss man gewillt sein, nach Lösungen zu suchen.

    Nein.

    Ganz klares nein!

    Man kann nicht einfach den Welpen auslagern und das "aussitzen".

    Das kann dann beim nächsten Mal richtig in die Hose gehen.

    Die Hunde erinnern sich sehr wohl daran, dass der gemeinsame "Start" absolut schrecklich war.

    Und dann sind sie etwas älter und gehen aufeinander los.

    Nein.

    Sorry, die beiden werden in diesem Leben keine Freunde mehr.

    Erzwing es nicht!

    Ja das sehe ich auch so.

    Das jetzt irgendwie hin zu würgen, weil es einfach so sein muss, geht voll auf die Kosten der Hunde.

    Ich sehe June auch als Einzelhund. Sicherlich momentan, vielleicht auch immer.

    Ihr Verhalten ist für mich auch heftig und zeigt, wie unfassbar hoch ihr Stress sein muss.

    Ganz ehrlich:

    Tierliebe ist auch, loszulassen und Fehler einzugestehen.

    Damit beide Tiere ein gutes Leben haben können.

    Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass wenn das noch ein Weilchen so geht, garantiert beide Hunde krank werden. Körperlich sowieso, diesen Stress hält keiner lange aus. Aber auch psychisch.

    Und das kriegst du je nach dem nicht mehr in den Griff.

    Dann hast du zwar zwei Hunde - aber zu welchem Preis?