Markern ist eine wunderbare Sache, um Dinge zu lernen.
Aber! Markern birgt auch seine Tücken. Es ist kein Allheilmittel für und gegen alles.
Gerade wenn es um Situationen geht, in denen die Spannung von innen heraus aufgebaut wird, und womöglich noch selbstbelohnend ist, ist Vorsicht geboten.
Je nach Hund markert man 2x im falschen Moment, ohne es zu realisieren, und man hat die Spannung voll unter Lob gesetzt. Ohne dass man es wollte, ohne dass man es merkt. Aus 4 intensiven Jahren mit so einem Hund kann ich nur sagen, vorsichtig was an Spannung im Hund vorhanden ist.
Grundsätzlich finde ich es auch fairer dem Hund gegenüber, klar und deutlich zu kommunizieren was falsch ist. Genauso wie was richtig ist.
Falsch ist nicht schlecht. Ist nicht böse. Und Korrektur hat nichts mit böse sein zum Hund zu tun. Und überhaupt gar nichts mit Gewalt.
Klare Kommunikation, wo die Leitplanken sich befinden gehört zum Alltag zwingend dazu. Es ist ein äusserst wichtiger Lernprozess!
Und auch der Mensch darf unmissverständlich klar kommunizieren, wann ihm etwas nicht passt, welche Hausregen gelten, und wann der Hund die Linie überschritten hat.
Ganz oft ist das für den Hund sehr viel klarer als jedes rumerziehen.
Was für mich nicht bedeutet, dass der Hund dann alleine gelassen wird (sowohl physisch, wie auch mit dem Thema). Parallel dazu wird dann je nach dem an dem Thema gearbeitet. Aber unabhängig von der Situation. In anderem Kontext. Und manchmal gehört auch Management dazu (sei dies ein Türgitter, eine Hausleine, etc pp. je nach Thema)
Aber die prompte und klare Aussprache einer Grenzüberschreitung ist absolut ein Teil der Kommunikation miteinander. Das ist auch nur faier dem Hund gegenüber.