Genau so erlebe ich das auch. Jeder Hund muss individuell angeschaut werden und der Weg muss zu diesem Hund passen - und zu sonst keinem.
Der Hund definiert, was wie mit ihm funktioniert.
Spannend ist auch immer wieder, was der Mensch denkt, was er bestätigt, und was der Hund in dem Moment eigentlich tut und wofür ER die Bestätigung annimmt. Das ist nicht zwingend deckungsgleich.
Nur weil ich denke, ich lobe dass er xy tut, heisst es noch lange nicht dass der Hund die Bestätigung wirklich für genau das annimmt.
Ein schönes Beispiel dafür ist, wenn der jagdlich hoch motivierte Hund auf dem Feldweg dahin trabt, stehen bleibt, aufs Feld guckt und zu mir schaut.
Bezogen auf Nevis:
Wenn ich in dem Moment loben würde, wo er zu mir guckt, und ich denke „toll, wie er sich umorientiert“, nimmt ER das Lob für das Erkundungsverhalten 2sek vorher, und mit 100% Zuverlässigkeit ist er dann weg. Ab übers Feld, Erkundungsverhalten mit rennen.
Das Zurückschauen war bloss die Ankündigung der Absicht. „Ich wäre dann jetzt mal kurz weg!“
Echte Umorientierung sieht bei ihm anders aus. Das ist eine Handlung, nicht nur ein kurzer Blick.
Bei einem anderen Hund sieht das anders aus und kann anders gehandhabt werden.
Grundsätzlich finde ich, je grösser/ intensiver der Jagdtrieb, desto besser muss der Grundgehorsam sein um gemeinsam entspannt durch den Alltag zu gehen. plus ein paar andere Punkte.