Beiträge von wildsurf

    Ein Ausschnitt aus der Arbeit an der Ziegelwand mit Nevis.

    Er macht es unheimlich gerne.

    Langsam wird es für ihn auch wirklich Arbeit. Die Stücke sind jetzt 1x1cm, und liegen auch mal tief hinten.


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    Wenn du dir im Klaren darüber bist, dass ein Welpen zu Beginn viel "Präsenz" bedeutet, und ihr das organisatorisch hin bekommt - tönt das doch ideal für einen Hund.

    Manche stresst es, dass Welpen in der ersten Zeit so "aufwändig" sind.

    Im Sinne von: oft raus, wenn sie wach sind haben sie viel Quatsch im Kopf, die halten sich noch an keine Regeln und machen dauernd Unfug. Und das manchmal im 3min Rhythmus 😃

    Halt wie ein kleines Kind - es lebt 😂

    Wenn man sich das bewusst ist , den Mehraufwand wuppen kann und sich gemeinsam unterstützt, und auch mal Auszeiten einplant für jeden - passt würde ich sagen.

    Was schwebt dir denn vor an Rassen? Oder hab ich das übersehen?

    Ps: es ist übrigens spannend, wie unterschiedlich die Menschen die Welpenzeit erleben. Ich habs gerade im engen Umfeld. Ales ziemlich einfache Welpen. Manche sind einfach nur happy, andere total gestresst.

    Wer was wie anstrengend findet ist extrem individuell.

    Daher: es muss nur und ausschliesslich für deine Familie passen. Der Rest hat dazu nix zu sagen 😉 Schild -> Privat!

    Das Meiste auf deiner Wunschliste ist sehr, sehr viel Arbeit!

    Nicht Charakter.

    Nicht Rasse bedingt.

    Sonder Erziehungsarbeit. Jeden Tag.

    Das ist Hundehaltung!

    Einen Welpen so alltagstauglich zu erziehen ist Aufwand. Viel Aufwand. Manchmal mehrere Jahre lang.

    Hundehaltung stellt man sich ja gerne romantisch vor. Du offensichtlich auch.

    Aber mit 3 Kindern PLUS einem Welpen ist es ganz einfach, als hättest du noch ein 4. Kind dazu!

    Und deine Kinder müssen auch nochmals "nachsitzen". Denen musst du nämlich immer und immer wieder klar machen, dass der Hund Ruhe braucht. Dass man den Hund auch in Ruhe lassen muss.

    Weil sonst ganz viele massive Probleme entstehen.

    Wenn du wissen willst, wie die aussehen: es gibt dazu ganz viele Threads hier im Forum von Leuten, die genau das vermurkst haben und dringend Hilfe suchten.


    Einen Hund bisschen rennen lassen und ansonsten verlangen, dass er nicht stört, ruhig ist, die Kinder nicht anspringt, Besucher schön brav in Ruhe lässt, etc.

    Das ist doch eine total schräge Vorstellung. Vor allem dass du das einfach so nem Welpen beibringen kannst. Und dann noch erwarten, dass der Welpe schon so von einem Züchter kommt. So funktioniert die Realität nicht.

    Welpen beissen, kratzen, machen Dinge kaputt, pinkeln ins Kinderzimmer, kauen Spielzeug an, ziehen an Kleidern, springen hoch, jaulen auch mal oder bellen, klauen Dinge... und du als Halter musst denen beibringen, dass man das eben nicht tut. Langsam und verständlich lernt der junge Hund, wie man sich um Menschen herum verhält.

    Ohne "nein" brüllen oder so Geschichten. Aber mit viel Geduld, Wissen um Lernverhalten und Konsequenz.

    Keine Romantik.

    Sondern Arbeit. Erziehung.

    Man muss Hunde live erleben, dann ändert man teilweise ganz schnell seine Ansichten.

    Ihr könnt euch den Hund nicht ausschliesslich anhand eines "Kataloges" basteln.

    Da gehört so viel mehr zu dem Tier. Sein Charakter, wie schelmisch, wie fröhlich, wie reserviert oder wie introvertiert ist er.

    So viele Facetten machen einen Hund aus. Natürlich hat man Prioritäten und Geschmäcker sind verschieden.

    Aber als Neu-Hundehalter ist es sehr wichtig, viele unterschiedliche Hunde im Alltag kennen zu lernen. Dann wird Charakter plötzlich wichtiger als Aussehen.

    Dann merkt man erst, welcher Typ Hund einem liegt , was man mag, was nicht.

    Wahrscheinlich könnte ein erwachsener Hund aus dem Tierschutz genau so gut passen. Ein kleinerer Hund, der im Tierheim gelandet ist, kann ebenso ein "6er im Lotto" sein. Da muss man aber ebenfalls genug Zeit investieren und den Kopf einschalten, nicht mit Herzchen in den Augen und womöglich noch "die Kinder aussuchen lassen". (Horror...)

    Oder nehmen nur weil die Farbe passt.


    (Und lasst bitte die Finger von jeglichen Qualzuchten und deren Mischlinge. Nebst dem, dass diese Tiere unfassbar körperlich leiden, würdet ihr finanziell auf Schleuderkurs geraten wenn die nötigen lebensrettenden Operationen anstehen. )

    Na das ist ja mal eine bescheidene Situation.

    Ganz ehrlich würde ich längerfristig denken.

    Es geht nicht bloss um die Monate während der Schwangerschaft. Du startest allein erziehend, nach einer schwierigen Zeit, in einen dir noch "unbekannter" Alltag.

    Damit meine ich, dass du jetzt nicht abschätzen kannst, wie das Leben mit deinem Kind startet. Wie viel du schlafen kannst, wie unkompliziert oder aufwändig es wird.

    Daher wäre es eine Überlegung wert, dass die Hunde für wirklich lange Zeit umplaziert werden. So dass du ohne diesen zusätzlichen Stress im Hinterkopf euren neuen Alltag starten kannst. Wenn du dann siehst, wie es läuft, wenn du Kapazitäten hast und Betreuer, die dir den Hund bei Krankheit, bei kurzfristigen Terminen für das Kind, bei was auch immer da so kommen mag abnehmen können - dann ist Zeit den Hund wieder zu dir zu holen.

    Allerdings würde ich dazu tendieren, den Schäferhund vollständig abzugeben. Damit jemand mit ihm arbeiten kann, sich vielleicht auch was aufbauen kann. Und der Hund da seinen festen Platz hat.

    Versteh mich richtig, dass du den Hund liebst bezweifle ich keinen Moment. Auf gar keinen Fall. Die Frage ist nur: was ist für euch alle die beste Lösung auch auf lange Sicht?

    Nicht nur kurzfristig.

    Beim Husky sehe ich es etwas anders, wenn der zu den gemütlichen Exemplaren gehört kann das auch für dich weiterhin eine Bereicherung sein. Der ist ja schon erwachsen, erzogen, kein Arbeitshund (schätze ich jetzt mal dass es eher keine Leistungszucht ist, oder)

    Auf jeden Fall wünsche ich dir ganz viel Kraft, gute Nerven und schau gut zu dir.

    Nebst dem Versuch einer Umplatzierung würde ich vielleicht nochmals die medizinische Schiene fahren.

    Wann wurde sie das letzte Mal vollständig durchgecheckt, auch neurologisch?

    Sollte das eine Weile her sein, würde ich da nochmals ansetzen. Evtl andere Medikamente testen, und Menschen wie vielleicht Thomas Baumann um Rat fragen. (Also bezahlte Beratung für Hilfe für weitere Adressen, Ansatzpunkte,...)

    Dann mach dich bitte frei von Gedanken, dass der Hund Kommandos oder Tricks können soll. Auch aktivieren muss man den nicht.

    Der ist schon überaktiviert.

    Keine Tricks, kein Futter für Suchspiele, keine Dinge, die man sonst so macht mit Hunden.

    Sondern wie ein verängstigter, unsicherer Hund stur immer das gleiche Programm fahren. Das machen viele Leute. Weil mehr Inputs dieser Hund offensichtlich nicht verarbeiten kann.

    "Langweilige" Routine hilft, gibt Sicherheit und Ruhe.

    Dass sie alleine zu Hause bleibt wenn du weg gehst sehe ich positiv, dann wird sie - hoffentlich - schlafen. Was äusserst wichtig ist.

    Daher hätte ich da jetzt kein schlechtes Gewissen.

    Vielleicht kannst du ja nochmals für nächste Zeit einen Plan für euch machen. Damit du entspannter mit ihr sein kannst.