Beiträge von wildsurf

    Unverträglichkeiten oder Allergien können auch erst mit der Zeit auftreten.

    Es ist wie mit einem Fass, das kann man lange füllen, aber irgendwann ist es der letzte Tropfen und es läuft über.

    Wie sieht das grosse Blutbild aus? alles ok?

    Grosses Schilddrüsenprofil mit allen 8 Werten gemacht?

    Wie sieht es aus mit Gräser? Also Kontaktallergien?

    War Cytopoint oder ähnliches mal ein Thema für einen Versuch?

    Bekam er Kortison wegen irgendwelchen anderen Beschwerden?

    Was bekam er jetzt gegen den Juckreiz?

    niemand muss meine Hunde mögen, das sind meine Tiere.

    Gewisse Leute in unserer Familie haben auch schon so ganz vorsichtig angefragt, ob wir bei Besuch die Hunde denn dabei hätten.

    Nein, weil ich ohne Hunde zu Besuch gehe (die sind zu Hause oder bei längeren Anlässen im Auto und kommen regelmässig raus).

    Und weil ich nicht von anderen Leuten erwarte, dass sie Hunde im Haus haben möchten. Manche finde es einfach unhygienisch. Manche haben auch Angst. Oder sehr viel Nippes auf Kniehöhe - das wäre dann mein Albtraum mit meinen Dauerwedlern.

    Für diese Situation hier im Thread: schwierig gell, wenn es um Angehörige geht.

    Das müsst ihr zusammen ausdiskutieren. Und zwar sachlich wenn irgendwie möglich, ohne Anschuldigungen etc. Bringt oft am meisten wenn man die Flamme klein hält. Gewissen Dingen muss man sich mal stellen.

    Ich wünsche euch ein schönes Weihnachtsfest. Mit hoffentlich entspannten Beteiligten.

    und vorsichtig sein mit zu vielen privaten Details, ist immerhin öffentlicher Raum und der Andere kann sich nicht wehren.

    bessert es wenn er einen eng anliegenden Mantel trägt? Ich frage weil teilweise die Wahrnehmung des Körpers damit verbessert wird, es fehlt ihm ja ein Sinn, somit muss er kompensieren.

    Ist nur so eine Idee, um ihm eventuell Unterstützung zu bieten.

    Und ich würde die Augen auch regelmässig vom Spezialisten anschauen lassen, damit man da nichts verpasst.

    aus eigener Erfahrung mit einem sehr explosiv-reaktiven Hund rate ich dir dringend von Schleppleine und Co ab, solange er dermassen schnell und heftig startet.

    Ausser du kannst in komplett ruhigem Gebiet mit ihm spazieren.

    Aber die Verletzungsgefahr für dich ist auch bei einem 17 kg Hund nicht unerheblich. Nebst dem, dass er sich nur noch mehr raufzappeln kann.

    Du schreibst, er war vorher hauptsächlich im Innenbereich gehalten worden. Et voilà, das ist das, was er kennt. Spazieren gehen kennt er also offenbar nicht wirklich.

    Was ist nun also passiert?

    Er weiss mittlerweile dass „rausgehen“ mit enormen Reizen verbunden ist, die ihn massiv!! pushen. Sein Adrenalin ist bereits auf Maximum bevor er überhaupt aus der Tür geht.

    Das hat zur Folge, dass er sofort extrem auf jeden Reiz anspricht. Darum schrieb ich auch: warte nicht bis sich dieser Hund zu dir umorientiert, er kann es nicht. Er wird bloss massiven Frust schieben. Er.Kann.Es.Nicht.

    Stress-Spirale kurz erklärt: Reize triggern den Hund. Adrenalin fährt hoch und sorgt dafür, dass der Hund schnell auf Reize anspringt. Bleibt das Adrenalin hoch, springt der Hund immer schneller auf Reize an, auch immer kleinere Reize.

    Bis der Haushalt wieder im Gleichgewicht ist, kann es ein paar Tage dauern bei einem gesunden! Hund.

    Setzt man aber den Hund neuen Reizen aus solange der gesamte Haushalt noch nicht wieder im Gleichgewicht ist, knallt es das Adrenalin viel schneller wieder hoch UND bleibt viel länger auf einem hohen Level.

    Bei einem Hund mit ausgeglichenem Hormonhaushalt braucht s mehr um ihn hochzu pushen, er kommt aber schneller und vor allem wieder ganz runter.

    Ein Hund der permanent einen zu hohen Stresspegel hat, der ist bereits dermassen angeknipst such wenn er schläft, dass es nur wenig braucht um ihn überschiessen zu lassen, und er fährt auch nie wieder ganz runter. Ausser man denkt um und änder einiges.

    Diese Stress-Spirale ist Scheisse, aber wenn du den Hund da nicht raus holst werdet ihr nicht weiterkommen. Daher der Tip von Flying Paws, den Hund jetzt mal eine Zeit lang von so vielen Reizen wie es nur geht fern zu halten.

    Es nützt nichts, mit einem Hund der bereits dermassen unter Strom steht Reize gezielt zu suchen um ihn dann diese aushalten zu lassen. Der hat keine Kapazität dafür, Frust ist vorprogrammiert. Er weiss ja nicht was er in dem Moment machen soll. Also doch, schon. Er würde sich gerne bewegen, (los schiessen etc) aber das darf er nicht. Seine einzige Strategie die er hat wird also unterdrückt. Resultat: Frust. Sehr viel Frust. Was absolut kontraproduktiv ist für jegliche Lernschritte.

    Irgendwann, eines Tages, wirst du das machen können. Und müssen, damit weitere Lernschritte etabliert werden können. Aber aktuell seid ihr davon noch meilenweit entfernt.

    Ihr beide benötigt erst mal sehr gute Strategien, die Basics, um im Alltag ohne Reize klar zu kommen. Dann erst kann es weitergehen.

    Der Weg ist lang. Aber interessant und lohnenswert. Man lernt unglaublich viel, muss aber bisschen umdenken.

    Versäubern kann man zB im Innenhof, Garten oder vor dem Haus oder ab ins Auto und rausfahren in die Pampa. Rennen im eigenen Garten.

    Bei Reizen sofort Futter in den Hund. Aber so viele Reize wie möglich vermeiden.

    Ich würde ihn aktuell auch nicht in den Hundeauslauf lassen. Es kann sein, dass er dadurch Hunde ebenfalls mit Aufregung verknüpft hat. Und genau das willst du ja nicht. Das wäre also kontraproduktiv.

    Es kann sein dass ich völlig falsch liege, aber das wäre meine Strategie um eine guten Weg mit dem Hund zu erreichen. Die Rassen die da enthalten sein sollen wären mir völlig egal, weil sein Verhalten aktuell unabhängig davon nicht tragbar ist - für dich nicht und für ihn erst recht nicht. Der findet das nämlich auch nicht lustig, dermassen eskalieren zu müssen.

    Ja aber nur kurz Sitz machen lassen und etwas Futter geben ist damit nicht gemeint. Das schafft keine positive Verknüpfung, das belohnt nur das Sitz.

    Ich meine das ganz gezielte füttern während der gesamten Zeit wo der fremde Hund sichtbar ist. Und noch einige Momente darüber hinaus. Ja das kann auch mal 30sek oder länger dauern. Ohne Unterbrich, permanent füttern.

    Zu Beginn des Trainings darf er den Hund die ganze Zeit anschauen, wie im Kino. Du stopfst permanent vorne Futter ein, er guckt sich den Film an.

    Mit der Zeit wenn das Training anfängt zu fruchten, kann man den Hund angedockt ans Futter vom Reiz abwenden. Aber erst nach längerer Zeit!

    Und am Ende wird es so sein, dass er dich anschaut kaum kommt ein Hund in Sicht. Dann bekommt er natürlich ganz viel und lange Futter.

    Ideal sind Futtertuben woran er schlecken kann, weil schlecken beruhigt und man kann es nicht einfach runterschlingen.

    Muss man halt richtig geiles Zeug einfüllen. Ich hab am Anfang Leberkäse püriert, damit ich einen Zugang hatte zum Hund in solchen Momenten.

    Der Hund muss erst mal lernen, dass Hunde sehen gut sein kann.

    Dann muss er lernen, dass es nicht darum geht, da hin zu stürmen sondern bei dir zu bleiben.

    Und er muss lernen, sich zu dir zu orientieren. Aber das muss man ihm beibringen. Hunde die dermassen auf Aussenfokus sind , bieten dir das nicht an, da kannst du noch lange warten. Die produzieren nur Frust.

    Weil sie keinen Plan haben was sie tun sollen und wie sie es tun sollen.

    arbeitest du denn irgendwie aktiv an einer positiven Verknüpfung von Hundesichtungen? dass er - auf grosse Distanz - sofort langanhaltend gefüttert wird sobald ein Hund irgendwo auftaucht? so lange bis der Reiz wieder aus dem Sichtfeld weg ist?

    zB über Futtertuben oder Ähnliches.

    andere Frage: bekommt der Hund Freilauf?

    sorry falls das alles irgendwo bereits steht