Beiträge von wildsurf

    ah, da habe ich ein schönes Beispiel 😊


    Als ich vor… hm 🤔 9 Jahren ungefähr, mit Mojito angefangen habe, den Apport aufzubauen, ist mir aufgefallen dass er sehr oft zögerlich, und einmal sogar meidend zurück kam.

    Ich stand da, hab die Welt nicht verstanden. Niemals wird hier das Zurückkommen mit Druck aufgebaut. Wieso also mied der Hund dermassen??

    Nun bin ich ziemlich gut im reflektieren und beobachtete:

    Wen ich mich konzentriere ist meine Mimik etwas hart. Die Körperhaltung eher steif. Und das hat für diesen sensiblen Junghund ausgereicht.

    Hatte ich aber ein inneres Lächeln, war alles ganz anders! Aber sowas von komplett unterschiedlich.

    Für mich war das damals ein riesiges Aha Erlebnis als Hundeführerin.

    Seither gehe ich - meistens - mit einem inneren Lächeln ins Training, gewürzt mit viel Wohlwollen und Geduld, sowie Klarheit über das eigene Vorgehen.

    Denn wenn ich nicht weiss, was ich trainieren will, bin ich unklar und es schaut kaum was Sinnvolles dabei raus.

    Und wenn’s mal nicht klappt im Training und ich keine Lösung , keine Nerven oder sonstwas nicht habe, breche ich ab. Aufhören, bevor man Quatsch macht.

    Du verstehst es wirklich nicht oder?

    WO sie die Zähne einsetzen darf, wird definiert.

    Nicht OB.

    Und "beissen" im Sport hat mit sehr viel Kontrolle, Beute und Gehorsam zu tun. Das ist kein fröhliches in alles was sich bewegt beissen.

    Wenn das nicht klar definiert wird, zieht man sich ein riesiges Problem heran. Mit 42 scharfen Argumenten.

    Ihr werdet das schon schaukeln 😉

    Es ist wieder eine Umgewöhnung, klar. Nach so langer Zeit.

    Aber hey - es hat 4 Beine, es bellt, es kackt, es frisst.

    Ergo es ist ein Hund. Damit kennt ihr euch aus 😃

    Pack dir das Tierchen ins Bett für einen erholsamen Schlaf. Und dann, immer schön auf sich selbst hören,

    Ach ja. Tu dir selber einen Gefallen: hör auf zu viel im Internet zu lesen.

    Das macht sehr viele Leute total kirre und viel unsicherer als sie eigentlich wären.

    Nevis war noch nie grosser Fan von Trockenfutter. Das geht mal 2 Tage, dann findet er uuurgs.

    Ich habe für das Training einen Sack

    "Harmony Mini Adult Wild" gekauft.

    Weil es so schön kleine Bröckchen sind.

    Was soll ich sagen: er liebt es! Er frisst es auch einfach so als Futter.

    Ich habe ja schon etwas darauf geachtet, dass es ein einigermassen gutes Futter ist, auch als Belohnungsfutter.

    Aber so für regelmässig als Futter hat das ja echt mega viele Zutaten.

    Ich denke, dass ein guter Kontakt zu jemandem mit Therapiebegleithund (so werden die bei uns genannt) für euch alle mehr Wert bietet, als ein eigener Hund.

    Du brauchst deine Zeit für dich ja so dringend, bei der hohen Belastung die du leistest. (Wovor ich einen riesigen Respekt habe, Hut ab!)

    Nebst Haushalt wäre dann die wenige Freizeit noch mit "Hundepflichten" besetzt. Und die gehen nicht schnell-schnell. Da bestimmt der Hund auch mit.

    Es wäre sehr schade, wenn ein Hund dann zur mentalen Belastung wird. Und das kann sehr schnell passieren, nur schon wenn man immer im Hinterkopf hat "ohjeh der Hund muss noch raus, ohjeh der Hund hatte zu wenig Zeit,..."

    Aber fixe Besuche, regelmässig. Die wären dann auch mit Vorfreude verbunden. Dafür ohne grosse Pflichten.

    Ich wünsche euch auf jeden Fall nur das Beste!

    Aus Sicht eines Hundes - und darum geht es ja hier - ist ein Besuch bei euch sehr anstrengend und anspruchsvoll.

    Der Hund kann dann aber wieder gehen, sich erholen, aufladen, anderes Umfeld, Ruhe.

    Und dann wieder top motiviert zu euch zu Besuch kommen.

    Ich habe einige Therapie Hunde im Training. Für unterschiedliche Zwecke.

    Allen gemeinsam ist, dass sie sehr, sehr viel Zeit benötigen zwischen den Besuchen. Das ist den Hundehaltern ALLEN davor nicht bewusst. Nicht so klar und deutlich.

    Manche Hunde gehen deshalb nur 1x pro Woche in einen Einsatz, weil mehr einfach zu viel wäre. Andere werden ganz rausgenommen und machen keine Einsätze mehr.

    Ich finde, unabhängig vom persönlichen Hundewunsch (den ich zu 100% verstehen kann, ich meine das nicht böse) dass man ganz fest aufpassen muss.

    Natürlich ist Hundehaltung immer egoistisch.

    Aber kann man dem Hund so viel Auszeit bieten, dass er entspannt im Haushalt leben kann? Ich finde das eine sehr wichtige Überlegung, denn niemand hat etwas davon, wenn es zu viel wird und der Hund gehen müsste.

    Und euer Haushalt ist anspruchsvoll. Das ist einfach den Umständen geschuldet. Unberechenbar für einen Hund, laut, und für 24 h Anwesenheit aus meiner Sicht zu viel.

    Ich finde es übrigens super, dass du das so gründlich überlegst. Ich hoffe die Worte treffen dich nicht negativ, das ist nicht meine Absicht.