Beiträge von wildsurf

    Womöglich ist nicht so sehr Rassehundezucht selbst oder allein das Problem. Meinem Verständnis nach sehen das auch die gängigeren Genetiker und Autoren in dem Bereich nicht so, dass Rassehundezucht grundsätzlich verkehrt ist. Eher werden die Zuchtstrategien und Kriterien warum und wie ein Hund in die Zucht kommt, angeprangert.

    Natürlich auch komplett geschlossene Zuchtbücher. Aber selbst wenn die geöffnet wären, geschehen keine Wunder, wenn Zuchtstrategien und Kriterien warum und wie ein Hund in die Zucht kommt, gleich bleiben.

    Sehe ich auch so. Solange es da nur ums Ego geht, und nicht um die "gesunde Sache", solange wird sich nichts ändern.

    Aber WENN man da was ändern würde, täte sich bereits sehr, sehr viel.

    Golden Retriever sind eher Spätzünder. Die Hündinnen sind so mit 2,5 -3 , die Rüden mit 4-5 Jahren erwachsen.

    Merken tu ich es bei meinen Rüden, dass sie gelassener werden, klarer im Umgang mit anderen Hunden, weniger Junghundverhalten an den Tag legen. Im Training sehr viel mehr umsetzen können, sich lange konzentrieren ist einfacher, gewisse Dinge nicht mehr so aufregend oder wichtig. (Anderes dafür umso mehr)

    Was NICHT heisst, dass sie nicht jeden Tag nen Spinner haben können und auch mit 10 jährig völlig bedeppert fröhlich über die Wiese donnern, zu Hause irgendwas klauen oder sonst wie lustige Ideen haben. :mrgreen-dance:

    Grisbert

    pass bloss auf :fear: eines Tages wenn du aufwachst, steht ein teuflisch lächelnder Hund über dir - der verspeist dich zum Frühstück :smiling_face_with_horns: ;)

    Laura1905

    Danke für deinen Text, der sehr viel mehr Infos enthält als am Anfang. So entsteht gleich ein ganz anderes Bild und das ist wichtig. Damit man dich nicht in irgend eine Schublade steckt 😉

    Es ist halt leider so, dass hier immer wieder mal Leute mit „suboptimalen“ Hundeentscheidungen aufschlagen und dann völlig überfordert sind. Daher die bei anspruchsvollen Rassen kritischen Fragen.

    Boop

    du solltest etwas wirklich verstehen:

    Niemand hier arbeitet DAUERHAFT über Strafe.

    Es ist ein TEIL im gesamten Repertoire der Erziehung. Und korrekt strafen ist immer fair dem Hund gegenüber! Korrekt strafen bedeutet, der Hund versteht es.

    Viele Menschen strafen unbewusst und unfair. Nicht nachvollziehbar für den Hund. Das ist abzulehnen! Das verunsichert den Hund nur und zeigt ihm , wie unzuverlässig der Mensch ist. Und wie unberechenbar. Meistens passiert das aus Unwissen.

    In manchen Situationen, bei gewissen Hunden, ist es aber für den Hund sehr viel schneller und einfacher zu verstehen, wenn der Weg nicht über Monate langes Alternativverhalten führt, sondern kurz und bündig über „so will ich das, und nicht anders“. Thema erledigt.

    Und bitte, versuch mal Strafe NICHT mit Gewalt gleichzusetzen.

    Strafe in der Lerntheorie ist ein sehr klar definierter Begriff. ( beziehungsweise sind es zwei Arten von Strafe, beide klar definiert).

    Du solltest dich darüber unbedingt weiterbilden, es schafft ein sehr viel grösseres Verständnis für die Bereiche der Lerntheorie und wie Säugetiere lernen.

    Weiss du, nicht alles was DU als positives lernen anschaust, ist für den Hund angenehm. Ganz oft hängen Hunde lange in stressigen Situationen, weil man so dringend und zwingend ums verwurgen nicht strafen will. Der Hund aber vor lauter Alternativen Verhalten keine Chance mehr hat, ruhig und entspannt zu sein. Oder zu verstehen was denn eigentlich verlangt ist.

    aktueller Preis in der Schweiz für nen Golden Welpen aus Arbeitslinie und langjähriger, seriöser Arbeitszucht 2300.- (andere sind teurer, aber ich finde das genug)

    Vor 16 Jahren kostete der Welpe 1800.-

    Der Preis für das Decken legt der Deckrüdenbesitzer fest.

    Manche haben einen Fixpreis ( da habe ich schon enorme Summen gehört, finde ich jenseits, aber janu gell).

    Viele haben einen Grundpreis, und dann pro Welpe, der fällt, einen Betrag. Mit Grenze nach oben.

    Beispiel:

    200.- fürs decken

    150.- pro Welpe aber max 6 Welpen

    So mache ich es. Andere handhaben es anders.

    ich meine das jetzt nicht böse, ich wundere mich bloss:

    Man informiert sich über Rassen.

    wenn sich jemand einen Jagdhund kauft, weiss man, dass jagen ein sehr grosses Thema sein wird.

    wenn sich jemand einen Hofhund kauft, weiss man, dass wachen ein sehr grosses Thema sein wird.

    etc etc

    wenn man sich also einen TWH kauft, weiss man, dass alleine bleiben eines der grossen Themen sein wird.

    Daher ist meine Frage, bist du vorbereitet? Hast du die Infos über die Rasse so gelesen wie sie gemeint sind, oder mit einem Filter?

    Anstatt positive Beispiele zu suchen, die es ja durchaus gibt, würde ich die Energie lieber sinnvoller investieren.

    In einen bombensicheren Plan B, falls doch alles so kommt, wie bei vielen TWH. In einen Austausch mit TWH Besitzer, wie sie sich vorbereiten und planen, falls doch alle Stricke reissen.

    Dass dein Zwerg mega süss ist, ist keine Frage. Und daraus wird bestimmt ein toller Hund. Aber auf die special effects muss man sich vorbereiten. Gut, wenn man es dann nicht benötigt.