Es wird - ganz offen gesagt - die nächste Zeit für dich mit deinem Hund immer strenger. Das bringt es einfach mit sich mit der Paliativ-Zeit. Anstrengend, aber auch schön. Kraft raubend aber da sind diese wunderbaren Momente. Die erlebst du nur mit dem alten Hund.
Da musst du sehr gut abwägen, was für dich überhaupt noch machbar ist. Körperlich und mental.
Und dann die alles überlagernde Frage: wie hoch ist Seine Lebensqualität noch? Das muss man so rational wie irgendwie möglich immer wieder neu beurteilen. Weil man sich nämlich an den Abbau gewöhnt und so nicht ganz klar mitbekommt, wie weit fortgeschritten der Abbau bereits ist.
Mach dich unbedingt ganz, ganz bewusst mit ihm gemeinsam auf den Weg, begleite ihn, weine mit ihm, freue dich mit ihm. Und dann lass ihn gehen wenn es soweit ist. Das ist ein auseinandersetzen mit dem Sterbeprozess. Und der Trauer. Es tut gut, sich aktiv damit zu befassen und das mitzuleben.
Und: ich würde mir tatsächlich jetzt sofort jemanden suchen, der dich mental unterstützt.
Weil die immense Trauer um den Hund - dieser Moment kommt - plus die Geburt, das kann ganz schön viel auf einmal sein.
gerade jetzt und in nächster Zeit brauchst du ganz viel Energie und Stabilität für deine beiden Schützlinge. Den Vierbeinigen und den kleinen Zweibeiner. Daher würde ich tatsächlich vorsorgen und lieber jetzt schauen, wo bekomme ich wenn nötig Unterstützung, als erst dann, wenn es dich im dümmsten Fall mental umhaut.
Trauer ist ne anstrengende Begleiterin. Sie fordert Kraft, Raum und Energie. Aber sie ist unsere wichtige Begleiterin. Daher sollten wir keine Angst vor ihr haben, aber gut darauf vorbereitet sein wenn es geht.