sie wird sich aber nur beruhigen können, wenn ihre Frustrationstoleranz einigermassen hoch ist. DANN kann sie den Frust aushalten.
Da sie aber wie du schreibst in diversen Situationen zeigt, dass ihr Umgang mit Frust noch total niedrig ist, wäre es wahrscheinlich kontraproduktiv, jetzt an der für den Hund sehr schwierigen Besucher/ Klingel/ Tür Situation rumzudoktern.
Das kann auch nach hinten losgehen und noch mehr Frust erzeugen.
Das Problem ist halt aktuell, sie lernt nicht damit umzugehen. Sie lernt nur, dass die „Belohnung“ (also hingehen zum Besuch) einfach länger dauert.
Das ist kein Umgang mit Frust. Das ist aufschieben des Belohnungszeitpunktes. Und DAS wiederum schürt enorme Erwartungen.
Willst du dass der Hund nicht mehr auf Besuch reagiert, darf er nicht mehr zum Besuch hin. Konsequent. Er wird auch nicht belohnt. Er wird angebunden, fertig. Denn dann erst ist es aushalten des Frustes ( der nun mal zum Leben dazu gehört).
Allerdings ist Besuch halt nun mal eine sehr schwierige Situation für den Hund hier.
Also muss man im Alltag anfangen, dass der Hund lernt mit Frust umzugehen. An einfacheren Dingen.
Und das aber korrekt machen, sonst ist man schnell wieder in der Belohnung und damit in der Erwartungshaltung.