Beiträge von wildsurf

    Das ist ziemlich normal.

    Dein Hund ist im anstrengendsten Alter überhaupt, war eine Woche weg, das bringt zusätzlich alles durcheinander.

    Jetzt ist genau die Zeit, wo gewisse Bereiche des Gehirns umgebaut werden.

    Dann können sie mit gewissen Dingen schlicht und einfach nicht umgehen.

    Dadurch fallen solche „Aussetzer“ noch mehr auf, wenn man weg war. Gleicher Effekt hat wenn man in die Ferien fährt mit Hund und nach Hause kommt. Total gaga in dem Alter.

    Da ist weder die Herkunft noch sonst was schuld. Es nennt sich Pubertät. Und die dauert bis rund 3 jährig. Mit unterschiedlichen Phasen und Entwicklungen.

    Du sagst, du hast alles auf null gesetzt. Aber Kopfarbeit darf der schon regelmässig machen? Und körperlich was tun? Weil sonst fliegt er dir um die Ohren.

    Am Morgen als erstes rennen lassen, Energie raus, Dampf abbauen. Das hat hier immer geholfen in dem Alter, sonst waren die tagsüber ungeniessbar.

    Dann Sucharbeit, Nasenarbeit um den Kopf zu beschäftigen. Aber so, dass er nachher müde ist. Und dann abtrennen und schlafen. Klappe zu.

    Gesunde Organe werden durch nsaids nicht dermassen belastet, dass daran der Hund stirbt. Ausser man muss in jungen Jahren bereits damit beginnen, dann kann es ein Problem werden. Man muss nsaids nicht schlechter machen als sie sind, es ist zu oft der Fall, dass Hundebesitzer zu lange warten bis endlich Schmerzmittel in den Hund kommen. Aus nicht sehen des Problems, aber auch aus Angst vor den Medikamenten, das ist hier im Forum sehr, sehr oft zu lesen.

    Librela ist kein Allheilmittel, und es muss genau abgeklärt werden wie stark die Schmerzen des Hundes sind, ob Librela überhaupt angebracht ist. Nichts anderes wollte ich damit oben sagen.

    Also ich möchte zu nichts raten.

    Nur dir mitgeben, dass deine aufgezählten Punkte sehr wohl Gründe sind, einen Hund umzuplazieren. Und das ist überhaupt nichts Schlimmes! (Nicht, dass das einfach ist, nen anderen Platz zu finden. Aber möglich ist es und legitim ebenfalls)

    Wenn man sagt, dass man überfordert ist, ist das ok.

    Wenn man daran arbeiten und wachsen will - gut.

    Wenn es aber zu viel ist - auch ok.

    Nicht jeder Hund passt zu jedem Menschen. Und das ist ok. Ich sage damit NICHT, dass man leichtfertig aufgeben soll, dass man die Flinte ins Korn schmeisst kaum kommen Probleme.

    Aber dieses "der Hund kann nichts dafür und jetzt ist er halt hier" hilft weder dem Tier, noch dem Mensch.

    Dass ein Trainer einen Hund toll findet - schön. Hoffentlich auch. Hunde sind toll.

    Allerdings bedeutet das noch lange nicht, dass es zwischen dem Hund und dem Besitzer funktionieren muss.

    Es hilft dir als Hundehalter überhaupt rein gar nicht, wenn deine Trainerin den Hund toll findet aber du damit nicht klar kommst. Diese Aussagen sind immer etwas heikel. Sie soll zwar motivierend sein, aber das kann auch ein schlechtes Gewissen provozieren wenn man es selbst nicht so easy schafft.

    Also - versuch von dieser alles oder nichts Haltung weg zu kommen.

    Wenn du den Hund aus vollem Herzen möchtest, dann ist das super und dann investiere da rein.

    Wenn du aber zu dir selbst eigentlich sagst, das ist ne Nummer zu gross - dann ist das ehrlicher als irgendwas hinbiegen zu wollen.

    Der Hund hat 100% verdient. Daher ist es auch aus Hundesicht wichtig, da voll dahinter zu stehen.

    Und jetzt mal einen grossen Knudel an deinen Hund. :streichel:

    Karsivan unbedingt, wenn es ein Vestibularsydrom war. Und gegen den Schwindel hilft "Vertigo" von Heel. Hat uns die TA Praxis mitgegeben und half hier gut.

    WENN es ein V. Syndrom war, wäre halt Physio gut. Gezielt gewissen Balance Bewegungen machen, um den Kopf gerade halten zu können, dann ist gehen wieder einfacher.

    Angst bekommen sie, weil ihre Welt schwankt. Und nicht mehr so sicher ist wie zuvor.

    Das Aushalten des Frustes des Hundes ist Frustrationstoletanz für den Menschen.

    Es ist gar nicht so selten, dass Leute Mühe haben, die "unangenehme" Situation des Hundes auszuhalten.

    Aber der Hund lernt dabei so so viel. Es ist win Teil des Lebens. Frust gehört dazu. Es ist nichts Schlimmes. Es ist ein Lernprozess.


    Sehr viele Hunde sind mit "Besucher-Situationen" total überfordert. Nur werden halt genau so oft die Zeichen falsch interpretiert.

    sie wird sich aber nur beruhigen können, wenn ihre Frustrationstoleranz einigermassen hoch ist. DANN kann sie den Frust aushalten.

    Da sie aber wie du schreibst in diversen Situationen zeigt, dass ihr Umgang mit Frust noch total niedrig ist, wäre es wahrscheinlich kontraproduktiv, jetzt an der für den Hund sehr schwierigen Besucher/ Klingel/ Tür Situation rumzudoktern.

    Das kann auch nach hinten losgehen und noch mehr Frust erzeugen.

    Das Problem ist halt aktuell, sie lernt nicht damit umzugehen. Sie lernt nur, dass die „Belohnung“ (also hingehen zum Besuch) einfach länger dauert.

    Das ist kein Umgang mit Frust. Das ist aufschieben des Belohnungszeitpunktes. Und DAS wiederum schürt enorme Erwartungen.

    Willst du dass der Hund nicht mehr auf Besuch reagiert, darf er nicht mehr zum Besuch hin. Konsequent. Er wird auch nicht belohnt. Er wird angebunden, fertig. Denn dann erst ist es aushalten des Frustes ( der nun mal zum Leben dazu gehört).

    Allerdings ist Besuch halt nun mal eine sehr schwierige Situation für den Hund hier.

    Also muss man im Alltag anfangen, dass der Hund lernt mit Frust umzugehen. An einfacheren Dingen.

    Und das aber korrekt machen, sonst ist man schnell wieder in der Belohnung und damit in der Erwartungshaltung.

    Diese Freunde haben nicht zu urteilen darüber, wie du dich fühlst, wie du dich verhältst oder welche Entschuldigungen du triffst.

    Ob in Zusammenhang mit dem Welpen , deinem Umgang mit Trauer, deinem weiteren Lebensweg etc.

    Meine Schwester hat vor zwei Jahren ihren Mann verloren. Sein Hobby waren die Ziegen. Aber es war sein Hobby. Sie war nicht glücklich alleine mit den Ziegen. Also hat sie sie einem Bauern in die Herde gegeben. Damit sie ihr eigenes Leben weiterführen konnte wir sie es wollte. Sie kann nicht das Leben und die Pläne ihres Mannes leben. Sagte sie genau so zu mir. Und daher kamen die Ziegen in andere gute Hände.

    Das fanden einige komisch. Weil von ihrem Mann etc pp. Aber am Ende ist es die ganz persönliche Entscheidung, wie man was leben möchte.

    Und ich finde es total daneben, dass diese Leute dir da ein schlechtes Gewissen machen wollen oder ihre Trauer DIR überstülpen wollen.

    Tja dass der Zwerg von einem Vermehrer kommt ist... nunja. Es ist jetzt so.

    Er hat bei dir einen guten Start und du tönst, als würdest du das weitere Vorgehen gut planen. Daher für den Zwerg halb so schlimm. Privat vermitteln würde ich auch nicht. Das Tierheim kann da besser aussieben und schauen, wo er hin passt.