aktueller Wissensstand:
aus „die Genetik der Fellfarben beim Hund“, Laukner et al.
(…) so waren rote Cocker zu Beginn der Reinzucht eher selten. Vor allem nach dem Walt Disney Film Susi und Strolch stieg die Beliebtheit des roten Cockers sprunghaft an. Daraus resultierte eine vermehrte Zucht roter Cocker, bei denen offenbar zwei ungünstige Faktoren zusammentrafen.
Der erste Faktor tritt immer dann auf, wenn eine Rasse bezw. ein Farbschlag schnell in Mode kommt: Vermehrer springen auf den Zug auf und produzieren viele Welpen dieser Farbe, und zwar mit möglichst wenig Einsatz (sprich: mangelnde Sozialisierung), um die Gewinnspanne möglichst gross zu halten. Dies traf sicher auch für viele rote Cocker zu, die in den 1960er und 1970er Jahren vermehrt wurden.
Der zweite Faktor ist der Zuchteinsatz nur weniger Deckrüden, von denen vor allem ein Hund eine möglicherweise genetisch bedingte oder zumindest genetisch begünstigte Verhaltens Auffälligkeit, das sogenannte Rage-Syndrom (Cockerwut) aufwies.
(…) findet man übrigens auch bei vielen anderen Rassen ( und anderer Farben als roten Hundetypen(…)
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die Cockerwut fand übrigens keine Verbreitung in der mehrfarbigen Zucht, da in DE damals bereits die Farben getrennt voneinander gezüchtet wurden. Sonst wären auch mehrfarbige Hunde betroffen gewesen beim Cocker.