Beiträge von wildsurf

    man muss sich jetzt halt überlegen, ob man mit dem Typ Hund klar kommt. Manche Ersthundehalter sind eher mal froh, wenn sie nicht gerade das Modell “mir gehört die Welt, ich hab Ego für drei“ bekommen.

    Und man muss - meine Meinung - gut abwägen, ob es Überforderung ist durch eine Wesensschwäche/ allenfalls Mängel in der Aufzucht, oder ob es eine Überforderung ist durch „ich hab jetzt einen Hund und den muss ich anleiten und erziehen“. Letzteres lesen wir ja doch sehr regelmässig hier im Forum.

    Daher würde ich auf jeden Fall mit Trainer vor Ort das Ganze aufdröseln. Nicht immer ist nur der Hund das Thema. Vielleicht spielen ja auch mehrere Faktoren zusammen, das weiss man nur live und in Farbe.

    Mein dunkler Golden Retriever begann mit 2 Jahren plötzlich deutlich aufzugellen, Maske im Gesicht etc.

    Zuerst dachten wir er hätte einen Mangel, haben auch einen Dermatologen draufschauen lassen.

    Irgendwann habe ich herausgefunden, dass sein Vater ebenso früh aufgehellt hat und dies durchschlagend vererbt hat. Ich hab diverse Halbgeschwister mit der genau gleichen Aufhellung gesehen. Dank Facebook ist das ja mittlerweile möglich.

    Das Seniörchen wurde 16,5 Jahre alt und hatte am Ende einen weissen Kopf 🥰

    Guck:

    Caron 2 jährig

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    Caron 4 jährig

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    Caron 12 jährig

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    Und mit 16,5 Jahren. Oh mann er fehlt mir so

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    Spannende Beobachtung gestern beimJungspund (9,5 Monate)

    Am Mittwoch war ja das Ringtraining mit vielen Hunden.

    Am Donnerstag war er recht müde, aber zufrieden müde. Körperlich und kopfmässig.

    Auf den Spaziergängen war er interessanterweise sehr gut ansprechbar, zeigte tolle Strategien bei nahe auffliegenden Krähen, zeigte eine tolle Impulskontrolle, konnte super gut bereits gelerntes abrufen. Mega.

    Aber sobald er einen Hund erblickte war er total hinüber.

    Spannend oder? Hunde-Reiz war aufgebraucht vom Abend vorher, aber andere Reize gingen dafür super.

    Ich hätte jetzt eher ein allgemeines „Reize aufgebraucht“ erwartet und habe daher die Spaziergänge ins Grüne ohne Inputs gelegt. Kopf auslüften. Aber nicht alles im Kopf war davon betroffen. Interessant.

    Wir waren gestern bei der Voruntersuchung für die Zahnreinigung. Der Kostenvoranschlag ist - naja - wie erwartet. Muss halt.

    Bei Mojito meinte die TA dass da evtl. der obere eine Fangzahn raus müsse. Das gäbe ne grosse OP weil der mit dem Knochen verbunden ist.

    Sie befürchtet, dass er eine Entzündung in der Tasche drin hat. Hmmm.

    Da bringt auch alles von Hand reinigen wohl nichts mehr, oder?

    Wahrscheinlich müssen vorne auch kleinen Schneidezähne raus, die hat er sich wohl mal abgebrochen.

    Da hat er nachher einen schöne Zahnlücke :omg:

    charlottehaferflocke

    Du kennst die Welpengitter aus Metall?

    Gibt es unendlich erweiterbar.

    Ich würde mir zackig so eins bestellen, schön gross.

    Dann hat der Hund einen Raum wo er einfach sein kann, ohne dass du ihn überwachen musst. Das macht sonst nämlich alle gaga, wenn man permanent aufpasst und den Hund nie aus den Augen lassen kann.

    Ja, und dann muss man schauen, wieso sie so agiert. Ist es der Alltag, das Futter (Bauchweh, Magen Darm Beschwerden,...) ist es Erlebtes etc.

    Das Junghundeteil ist k.o.

    Ausgenockt |)

    Wir hatten das erste Mal Ringtraining, so richtig, mit vielen Hunden in einer Halle, mit viel traben, stehen, gegeneinander laufen, nebeneinander laufen, durcheinander laufen etc.

    Mit Pause 90min. Hund tilt. Ich tilt. Er ist heute sehr ruhig xD

    Aber er hat es toll gemacht, Hunde direkt 1m neben sich, vor sich, hinter sich, dabei immer ruhig stehen, Rassen gesehen die er noch nicht kannte

    -Kleinspitz

    -Shiba

    -Chinese crested

    -Viszla

    etc etc

    Er hat ne riesen Packung Lungenwürfelchen verputzt als Belohnungen und wir haben beide sehr tief geschlafen 😀

    Auch wenn das Programm viel war und er einfach ins kalte Wasser geworfen wurde - es hat ihm gut getan. Wir machen das jetzt noch einige Male.

    Am Ende lag er übrigens zwischen allen Hunden und schaute ruhig in die Runde.

    durchatmen!

    Verschaff die und deinem Junghund mal ne Atempause.

    So, und dann ma h mal nen Plan, für dich, damit du etwas hast wo du dich dran festhalten kannst. Das gibt dir etwas Sicherheit.

    Also, was ist jetzt wichtig?

    Entspannung und Ruhe zu Hause. Gutes miteinander zu Hause sein.

    Denk daran :klugscheisser: das ist ein Hundekind. Die kennt unsere Welt nicht. Die muss ALLES zuerst lernen.

    Hast du einen Garten? Dann würde ich mich zB. mit ihr in den Garten setzen, sie kann herum stromern, du schaust zu. Ganz entspannt. Solange sie nichts giftiges ins Maul nimmt, lass sie machen.

    Zwischendurch kannst du sie rufen, wenn sie angedüst kommt freu dich (ehrlich und authentisch, nicht quietschend und komisch) und gib ihr Leckerchen. Zu dir kommen ist toll, da kann man spielen, und wird gekrault, und es gibt was Leckeres.

    Mit dem Auto ins Grüne fahren ist eine gute Idee. Dann kannst du die gröbsten Ablenkungen mal umfahren. Wenn sie sich noch nicht an dir orientiert, mach eine leichte 10m Schleppleine ans Geschirr, zur Sicherheit.

    Wenn sie etwas sieht, was sie stocken lässt, geh ruhig zu ihr hin und halte ihr einen Keks vor die Nase zum fressen. Sich Reize anschauen ist gut! Bestätige das so, mit der Zeit wird sie anfangen sich zu dir zu wenden bei Reizen. (das dauert aber , das ist Training, alles dauert Monate und Jahre, bis es sitzt, das ist normal).

    Wenn andere Hunde auftauchen, halt ihr ne Futtertube vor die Nase und führ sie weg. Hilf ihr sktiv, sich abzuwenden, alleine von sich aus kann sie das nicht. Bring so viel Distanz zwischen euch und den Hund, dass sie nicht ängstlich zurückweichen muss. Distanz schafft Sicherheit, dann kann sie lernen, dann kann sie schauen. Und lass sie an der Tube schlecken. Das schafft eine starke positive Aufladung in Bezug auf andere Hunde.

    Wenn irgendwo ein Hund bellt, gib ihr nen Keks. Immer. Völlig unabhängig davon ob sie das auch „gehört“ hat. Natürlich hört sie es, aber durch deine Ruhe und dass du das Bellen immer fütterst, wird sie in Zukunft kaum auf bellende Hunde reagieren, weil du das so von Anfang an schönfüttern kannst. Wieder: eine positive Aufladung von Anfang an.

    Zu Hause: setz dich mit ihr vors Haus, (Kekse und Futtertube IMMER dabei! geh nicht mehr ohne aus dem Baus die nächsten Monate) Und dann schaut euch gemeinsam die Welt da vor dem Haus an. Sie hat ganz viel zu gucken. Auch wenn für uns wenig läuft, für sie ist es viel.

    Wenn sie entspannt schaut, kannst du ihr auch mal was geben.

    Dann kannst du ihr im Garten auch bisschen von ihrem Futter streuen, das sie dann suchen darf im Grad, das macht vielen Hunden Spass. Und schaut, das sie nicht bedrängt wird zu Hause. Sie soll in ihrem Tempo den Kontakt zu euch aufnehmen können. Setzt dich immer wieder auf den Boden, lies was, so kann sie zu dir kommen wenn sie möchte. Dann sanft kraulen, feines Mädel.

    Ah ja, so Dinge wie sitz, platz, und so Sachen sind unwichtig momentan. Das lernt sie später auch noch.

    Wichtig ist momentan Sicherheit im Alltag, immer wieder an der Leinenführigkeit arbeiten, mit der Zeit ein Abbruchkommando einführen, den Namen sicher kennen und den Rückruf täglich üben. Das ist wichtig, der Rest irgendwann dann wenn ihr sicherer seid.

    Und such dir eine Trainerin, die euch unterstützt. Ich glaube da wo ihr jetzt seid ist das eventuell nicht so passend für euch.

    Woher bist du denn PLZ?