Beiträge von wildsurf

    Seit einer Weile können wir nicht mehr durchschlafen.

    Weil seit einer Weile spaziert Mojito in der Nacht aus dem Schlafzimmer in den Flur raus. (notabene: im Dunkeln)

    Und dann steht er fiepend im Flur und kann im Dunkeln nicht mehr ins Zimmer rein. (total logisch)

    Armer Hund. Sieht wohl nicht mehr so gut. Janu, es erwacht ja zuverlässig jemand von dem extrem leisen *fiiiiiiiiiiiiiiieeeep* macht kurz Licht damit das Hundchen rein kann und schläft weiter.

    Letzte Nacht , Mojito steht mal wieder im Flur und fiept leise, ich erwache, denke mir so „du kannst mich mal“ , mache Licht und sofort wieder aus. Also nur kurz on/off. Keine Sekunde.

    Was macht der Hund? Spaziert im Dunkeln ins Schlafzimmer

    :skeptisch2:

    der kann mir nicht weiss machen, dass er nichts mehr sieht im Dunkeln. Der findet treffsicher den Flur und das Hundebett dort, und offensichtlich auch wieder ins Zimmer rein. Ohne Licht.

    Mal schauen was kommende Nacht wird. Licht bleibt aus. Ich opfere nicht meinen Schlaf für Furzideen. :hust:

    Ich habe Vollspektrum Lampen von Sansi und von Soltech. Die brennen 12h am Tag. Zusammen mit dem wenigen Tageslicht haben sie so ausreichend Licht.

    Neben dieser sitze ich gerade:

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    Die geben dermassen hell und genau das richtige Spektrum, dass alle Palmen hier über den Winter fleissig Blätter treiben.

    ich finde auch, es macht einen enormen Unterschied, on der Hund richtig in die Zufriedenheit gearbeitet wird, oder nur bisschen was tun kann (überhaupt nicht abwertend gemeint!) Die Intensität und die Art der Arbeit passend zum Hund bringt Müdigkeit, gepaart mit einer Ausgeglichenheit im Alltag.

    Die Intensität ist dabei (bei uns) oft mehr, als dass ich tun würde. Da bin ich jedes Mal wieder froh um den Schubs meiner Trainerin. Blick von aussen hilft im er wieder.

    Zur Frage wegen jagen auf Spaziergängen:

    Mein verstorbener Senior durfte Spuren aufnehmen, paar Meter verfolgen und wurde dann bestätigt. Bei ihm hat das geholfen, den Fokus endlich mal auf mich zu bringen.

    Aufgrund grosser Fehler in der Ausbildung und Erziehung hatten wir da ein massives Problem.

    Die anderen drei Pappenheimer hier dürfen nicht jagen auf Spaziergängen. Dafür ackern die sich im Dummy müde und zufrieden ( zu Nevis gucke, der äusserst glücklich neben mir liegt, nach 90min Dummyarbeit heute Vormittag)

    Achja, Nevis habe ich blöderweise als Junghund das hunten beigebracht. Unabsichtlich. Eine etwas missglückte Verhaltenskette. :hust: shit happens. Man lernt nie aus und lebt mit den Ergebnissen =)

    ich bin auf die Antworten gespannt. Gestern erzählte eine Kollegin, dass ihr Hund im Winter Halbjahr oft Erde fressen möchte.

    Und einen anderen Hund kenne ich, der das auch vor allem bei Waldboden machen möchte.

    Weisst du, manchmal muss man weg von all dem "zerdenken jeglicher Eventualitäten".

    Und nach klarem Schema vorgehen.

    Notieren, was wann gegeben wird.

    Notieren der Reaktion darauf. ✅

    Notieren des Nächsten, was wann gegeben wird.

    Notieren der Reaktion darauf ✅

    Und so weiter.

    Wenn du dir in deinem eh schon überlasteten Kopf alles immer dermassen ins Detail zerflederst, wird das nix.

    Stoisch vorgehen. Mit System. Alles Andere bringt nichts. Ausser Panik und Chaos im Kopf. Dann kommt die Erschöpfung. Da bist du jetzt ja.

    Durchatmen. Geh schwimmen. Oder boxen. Bau den Stress iregndwie ab ohne dass der Hund dabei ist. Mach etwas, wo du NICHT an den Hund denken kannst. Pause für den Kopf. Und dann wieder in Ruhe weiter machen.

    Auf biegen und brechen wird das nicht funktionieren.

    Mit dem Kopf durch die Wand bringt selten gute Lösungen.

    Schonend geht hier nichts. So hart es ist.

    Tatsachen und Wahrheiten akzeptieren tut manchmal verd... weh, aber die Alternative ist absolut indiskutabel.

    Denn die wäre, dass ein bald Neugeborenes in einem Haushalt mit einem nicht sauber kontrollierten Hund lebt. Absolut indiskutabel. Da gibt es NULL Spielraum für Versuch und Irrtum.

    Ich hab einen Hund, den ausser mir niemand zwangsfixieren sollte, ohne Maulkorb.

    Ich darf das. Aber ich mache es nur wenn unbedingt nötig. Und auch dann nur mit Ankündigung, nie den Hund überrumpeln.

    Den Rest machen wir frei stehend, Futtertube zum schlecken und ganz wichtig: dem Hund ganz viel Zeit lassen. Alles zeigen. Alle Gerätschaften, Nadeln, Röhrchen etc. Schnuppern lassen.

    So haben wir letze Woche ganz frei stehend total entspannt Blut abnehmen können, er liess sich ganz ruhig untersuchen und alles abtasten. Als er an einer Stelle, die er nicht untersuchen lassen will - weil sehr schmerzhafte Erfahrung gemacht - nicht mehr ausgehalten hat, ist er davon gehüpft. Das lasse ich zu. Er kommt von alleine wieder und hüpft auf den Tisch, wenn er nicht gezwungen wird.

    Die TA hat sich darauf eingelassen und so war alles total entspannt. Vielleicht kannst du so auch mit deinem Hund ein Arrangement finden.

    Etwaige Versuche vom TA Personal, meine Hunde sofort und ohne Grund in diesen Zwangsgriff zu nehmen unterbinde ich gleich von Anfang an. Höflich aber bestimmt.

    Sedieren zum röntgen ist okay. So habt ihr alle weniger Stress.

    Ps: notiere dir die ganze Krankengeschichte. Beim TA vergisst man oft die Hälfte. Schreib auf was wie wann angefangen hat, was dazugekommen ist, was er an Medikamenten schon hatte. Einfalles schön chronologisch norieren. Kann man auch vorab per Mail in die Klinik schicken. Das freut die TAs wenn sie ein umfassendes Bild haben.