ZitatAlles anzeigenOkay - auf DIESES Argument hab ich gewartet
Klar kann sich ein Hund im Geschirr viel bequemer in die Riemen schmeissen und hat dann die Zuglast auch noch schön gleichmässig verteilt.
Was viele dabei aber vergessen: diese physikalische Grundsituation gilt für beide Seiten !!!
Hab ich den Hund nur am Halsband, kann er sich mit seinem Hinterteil drehen und wenden und hin und her springen.
Im Geschirr halte ich den Hund in seiner Körpermitte, am Schwerpunkt.Außerdem hab ich im Notfall viel schneller ins Geschirr als ins Halsband gegriffen, das z.B. bei meinem Jacko fast komplett im Fell verschwindet.
Fahrradfahren würde ich mit einem Nicht-leinenführigen Hund sowieso nicht, weder mit Geschirr noch mit Halsband.
Und ich habe auf dieses Argument gewartet! ![]()
Ein durchstartender Hund hat seinen Schwerpunkt nicht in der Körpermitte sondern auf der Vorhand. Im Gegensatz zum Pferd kommt der Antrieb aus der Vorhand und nicht aus der Hinterhand.
Wenn ich mit einem raschen Griff ins Halsband, das klappt auch bei langhaarigen, ich weiß wovon ich rede, den Hund stoppe und noch etwas anhebe, ist sein Vortrieb mangels Bodenhaftung dahin. Und da springt auch kein Hinterteil mehr hin und her. Den auf zwei Beinen muß Hund ja nun mal stehen. Dieser Griff gelingt mir in Notsituationen bei allen drei Neufundländern, über ihr Gewicht und ihre Kraft brauche ich Dir ja nichts mehr erzählen.
Das schaffst Du mit einem schweren Hund und Geschirr nicht. Da haben Appelschnut und Schauzermädel völlig recht.
Zum Thema Fahrradfahren mit Hund, erübrigt sich die Frage Halsband oder Geschirr, da es in meinen Augen sowieso nur mit einem sehr gut im Gehorsam stehenden Hund, gehandhabt werden sollte.
Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs