Beiträge von Quebec

    Solange aber jeder nur seine eigene Erfahrung und Meinung beizutragen hat und nicht bereit ist, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, sich umfassender zu informieren und die Probleme in einem grösseren, quantitativ repräsentativen Rahmen ansieht, erreichen wir ausser ein bisschen chaotische Empörung hier und da leider gar nichts.

    Mal davon abgesehen, daß ich davon ausgehe, hier durchaus einige Schreiber zu lesen, die sehr fundiert über die Zucht und ihre Problematik Bescheid wissen, bin ich der Meinung auch ein "bißchen chaotische Empörung" kann einen Mitleser zum Nachdenken anregen und vielleicht sogar seinen geplanten Hundekauf zu überdenken ;)

    egal ob ED, HD, Epilepsie... - "ja aber das ist doch noch keine Qualzucht,

    Wenn bewußt mit an diesen Krankheiten leidenden Hunden gezüchtet wird, dann ist es Qualzucht.

    Das geschieht aber in der seriösen, kontrollierten Hundezucht nicht. ED/HD ist bei fast allen betroffenen Hunderassen rückläufig.

    Für die meisten stark von Epilepsie betroffenen Hunderassen gibt es heute Gentests.

    Das es trotz aller Vorsorge zu vereinzelten Erkrankungen kommen kann, macht aus den betroffenen Tieren aber noch lange keine Qualzucht.

    Ich habe dir mal die Tierärzte in Österreich rausgesucht, die Mitglied der GRSK sind. Das sind Spezialisten für Skeletterkrankungen.

    Dr. Fellner
    Dr. Köppel
    Dr. Sauer
    Dr. Szabados
    Dr. Schlederer
    Dr. Henninger
    Dr. Gumpenberger
    Dr. Böhler

    Wenn Du im Link auf den jeweiligen Namen klickst, siehst Du Adresse, Telefonnr., usw. Vielleicht ist ja einer in deiner Nähe.

    Ordentliche Mitglieder - Full Members - GRSK e.V. - Gesellschaft für Röntgendiagnostik genetisch beeinflusster Skeletterkrankungen bei Kleintieren

    In der Sendung wurde gesagt, dass sie in der Klinik sehr häufig Labbis von irgendwas Nichtfressbarem befreien müssen (entweder endoskopisch oder operativ) , weil die kein Sättigungsgen haben und somit alles fressen was ihnen ins Maul kommt, egal ob fressbar oder nicht.

    Das hat @wooni hier aus dem Forum mit ihrem Dalmatiner erlebt. Ihr Woody wurde nur knapp 3 Jahre alt, hatte schon OPs wegen gefressener unverdaulicher Dinge, wurde nur noch mit Maulkorb geführt und hat es dennoch geschafft irgendwo irgend etwas zu fressen. Dieses letzte Mal hat sein Leben gekostet.

    Mir ist aus meinem Umfeld ein weiterer Fall bekannt. Da war es ein Cocker Spaniel, der alles, aber auch wirklich alles fraß. Dieser Hund trug praktisch Tag und Nacht einen Maulkorb. Auch er wurde nicht alt und starb letztendlich wegen einer nicht mehr operierbaren Magenverletzung.

    Und für mich besonders traurig, die Neufundländer Hündin einer befreundeten Familie, die ebenfalls alles was nicht niet- und nagelfest war, fraß. In einem unbewachten Moment fraß sie 6 Cordon Bleu Scheiben, die mit stählernen Rouladenpiekern geschlossen waren. Sie überlebte die Notoperation nicht.

    Hunde, drei verschiedener Rassen. Es mag ja vielleicht etwas am fehlenden Sättigungsgen dran sein, aber Qualzucht sehe ich keine.