Beiträge von Livvy

    Oh nein ... jetzt hat's das Finchen auch erwischt. Diese Mistteile!
    Davon können wir ein Lied singen...
    Wayne hatte schon bestimmt fünf Stück von den Dingern in den letzten 4 Jahren.
    Das erste Mal auch im Ohr - ich hatte keine Ahnung, Wayne war auch total apathisch, hielt den Kopf schief, "konnte" nicht mal mehr gehen. Es war Abend, und ich war völlig am Ende, weil ich ernsthaft dachte, er hätte irgendeine Art von Anfall, Nervenschaden, Schlaganfall. Wir sind dann auch gleich zum Notdienst, und die Tierärztin hatte aber die Diagnose sofort. Er musste auch sediert werden, um die Granne rauszuholen.
    Das Problem ist, dass diese Teile so spitz sind mit Widerhaken, und deshalb total schmerzhaft ... und deshalb das Ganze ohne Betäubung kaum zu schaffen ist. Wayne hat am Anfang immer still gehalten, aber sobald man das Ding fast hatte, und es sich bewegt hat, schmerzte es, und es war vorbei mit dem Stillhalten.
    Gefährlich ist aber auch, dass Grannen "wandern" können, sich mit ihren Widerhaken quasi durchs Fell "hangeln" und man deshalb schnell handeln muss.
    Wir hatten das Sch***Vergnügen bisher bestimmt vier Mal, und zwar grundsätzlich am WE oder abends. Immer NOtdienst ... ich glaube wir waren bei vier verschiedenen Tierärzten, und nur einmal ist es gelungen, so ein Teil ohne Sedierung rauszukriegen.
    Einmal hatte er eine Granne zwischen den Zehen, wir haben es erst nach zwei oder drei Tagen bemerkt, da war sie schon ziemlich weit ins Gewebe der Pfote gerutscht :/
    Jedes Mal sagen wir uns: dieses Mal war es das letzte Mal!
    aber man kann tatsächlich nicht viel mehr machen, als AUgen offen halten, entsprechende Gebiete meiden, die entsprechenden Gräser frühzeitig zu erkennen und wenn Wayne mal wieder irgendwo durchgerannt ist, sofort packen und an Ort und Stelle ne kurze Kontrolle durchführen: Pfoten, Ohren, Nase, Rute, After. Das sind die brisanten Stellen! Und abends dann auch nochmal. Kritisch ist es auch, wenn sie sich nach dem Baden wälzen. Auch dann sollte man nen Blick drauf haben. Übrigens sind die Teile mit ein Hauptgrund, warum Wayne im Sommer "kurz" trägt, allerdings würde ich nen "richtigen" Cocker wie Fine nicht scheren, aber halt möglichst kurz halten, vor allem an den Ohren (auch die Innenseite).
    Außerdem fahren wir mittlerweile sommers (v.a. Juni-August) öfter in den Wald, weil bei uns die blöden Dinger so gut wie überall am Feldrand wachsen. Ich hab auch von Leuten gehört, die ihren Cockers Nylonstrümpfe über die Ohren ziehen beim Gassi gehen... :ugly: :ops:
    Aber einen absoluten Schutz gibt es wohl nicht. :/
    Außer aufpassen wie verrückt.
    Und wenn es dann mal passiert, sofort zum TA, weil die Teile wie gesagt nicht nur dramatisch wandern können sondern auch fies weh tun.


    Ich wünsch der süßen Fine eine gute Besserung!
    Und Suse: deinem Finger natürlich auch! Was haste denn gemacht? :verzweifelt:

    Oje, arme Gizmo... könnte es nicht auch ne Verbrennung sein? vielleicht hatte sie die Vorderpfoten irgendwo drauf... wollte mal schauen, was auf dem Herd so los ist?! Oder auch nur irgendwo drauf, was von der Sonne so erhitzt war, Glas, Metall.
    Ich wünsch gute Besserung, denk aber auch nicht, dass es was Schlimmes ist, scheint ja oberflächlich zu sein... :smile:

    Also, er ist definitiv ein "er" ... soweit sind wir uns sicher :D


    Vergangene Nacht hat er seine komplette Portion verputzt, was umso toller ist, da wir jetzt sicher sein können, dass das Antibiotikum auch mit drinnen ist. Ich hoffe es klappt heute Nacht auch so gut; vorhin hatte er noch nix angenommen, ich hoffe, dass er das nachholt, wenn es ein bisschen dunkler und ruhiger ist und er sich sicherer fühlt.


    Wir haben seinen "Laufstall" in einem separaten Raum, in den Wayne nicht darf. Der spinnt nämlich total rum, wenn er auch nur den Geruch in die Nase kriegt ... :/
    Blöd ist das natürlich grad, dass bei uns hier so ein Chaos herrscht, wir wollten ja innerhalb der nächsten zwei Wochen umziehen; der neue Hausbesitzer macht unser (noch) Zuhause gerade auch noch zur Baustelle :/ ... das ist alles nicht so optimal für einen kleinen kranken Igelbub. Aber wir versuchen, allen Lärm und Stress von ihm fern zuhalten. Wir gehen auch immer nur morgens nach ihm schauen, und abends, wenn wir seinen Stall neu machen und er sein Fressen bekommt. Und zwischendrin nen kleinen Check, aber nur ganz kurz, ob alles in Ordnung ist.

    Wow, das habe ich aber auch nicht gewusst mit den Eiern. V.a. dass sie sie sogar jahrelang in sich tragen können.
    Toll, dass die TÄin das wusste und so erkannt hat, und noch schöner natürlich, dass ihr an so einen kompetenten Spezialisten geraten seid, der sie so gut behandeln und operieren konnte :gut: ... das ist ja alles bei Reptilien nicht so selbstverständlich.
    Ich drück die Daumen, dass das Ganze jetzt überstanden ist und sie sich gut erholt. :smile:


    Bentley und Sofie sind so putzig miteinander, ich schau mir deine Fotos immer so gern an. Ich glaub solche Freundschaften gibt's auch nicht so oft :D
    Ich war mal in Südfrankreich auf einer Schildkrötenauffangstation ... und da gab es auch einige Schildis, die u.a. von Hunden angefressen worden waren und gesund gepflegt werden mussten. Sogar neben dem Verkehrsunfall einer der häufigsten Gründe, warum die (dort natürlich vorkommenden) Schildkröten in der Station landen... :( :

    Ach Kerstin du bist so klasse! Ehrlich. Schon allein, dass du es dir überlegst ... nachdem, was du gerade erst mit Laila erleben musstest! :gut:


    Aber Linda nimmt mir da die Worte aus dem Mund: Ich hab da auch erst ans Finanzielle gedacht. Natürlich wäre es da schonmal eine Erleichterung, wenn man da von dem (Ex)Frauchen ein bisschen Unterstützung hätte (Petra hatte da wohl den selben Gedanken ;) )... aber bei drei Hunden, davon zwei Omis, da wär ich schon bissel vorsichtig.


    Bei allem anderen hätte ich da weniger Bedenken. Ich hab ja keine Ahnung, aber irgendwie kommt mir der Schritt vom Erst- zum Zweithund dann doch größer vor, als wenn man zwei schon gewohnt ist und da noch ne dritte Kröte einzieht^^
    Kennen sich die drei schon aus der Pension? Vielleicht könnt ihr ja auch einfach mal alle zusammen ne Runde drehen, schon um zu sehen, wie du mit der Hündin klar kommst und deine Zwei.
    Ansonsten glaub ich nicht, dass noch so ein Ömchen euer Leben besonders drastisch umkrempeln würde, man müsste sie halt kennen lernen. Aber ist ja nicht so, dass da jetzt ein zweites Ömmel einzieht, oder ein zweiter Wayne oder Plüsch :lol:
    Und dass da wer von den Hunden zu kurz kommt, glaub ich bei dir auch nicht...
    da mach ich mir schon größere Sorgen um dich selber! :smile:

    Also ich hab heute nochmal mit dem TA gesprochen - war so ausgemacht, dass ich berichte, wie es dem Igelchen geht.
    Er meinte auch, es sei schonmal gut dass er was gefuttert hat. Allerdings hat er auch gesagt, bei den schweren Verletzungen muss man vorsichtig sein mit Prognosen. Ganz deutlich meinte er, wenn wir nix gemacht hätten, waren seine Chancen, zu überleben bei Null, jetzt schätzt er 40 %. Wir sollen ihm bis zu 15 Tage das Antibiotikum ins Futter mischen... - wenn er in 10 - 12 Tagen immer noch frisst und agil ist, können wir uns freuen.
    Ach, ich hoffe so, dass der kleine Kerl das packt!


    Piccolini .. ich wollte auch schon Fotos machen, aber ich weiß auch nicht, so lange er so krank ist... :( :
    zumal er tagsüber meist in seiner Schlafhütte ist und erst bei Dämmerung rauskommt (und ich mag ihn nicht noch mit dem Blitz erschrecken - er ist eh so schreckhaft...).
    aber mal schauen, wenn's ihm besser geht! ;)

    Dankeschön fürs Daumendrücken! :gut:


    Er hat heute Nacht ein ganzes Schälchen voll Katzenfutter vertilgt! :ua_clap:
    Sein Kistchen war zerwühlt und die Verdauung scheint auch zu funktionieren!
    Das kann doch nur ein gutes Zeichen sein.
    Eine unserer größten Sorgen war u.a. nämlich auch, dass er, aufgrund seiner Verletzung, oder der Schmerzen im Gesichtsbereich, gar nicht frisst.


    Ich hoffe, heute Nacht frisst er seine Portion mit Antibiotika genauso gut!

    Ihr Lieben,


    gestern Abend gegen 21 Uhr kamen wir mit dem Auto nach hause, als wir auf der Straße vor unserem Haus einen Igel entdeckten, der sich sehr auffällig verhielt: er tappte kreuz und quer auf der Straße herum und drehte sich mehrfach im Kreis(!). Als ich ihn mir näher anschaute, erkannte ich, dass er verletzt war: da, wo eigentlich sein rechtes Auge sein sollte, zog sich eine längliche, blutverkrustete Wunde entlang. Er roch auch recht eitrig. :( :
    Ich hab ihn mir geschnappt und mein Freund bereitete ein Kistchen mit ein bisschen Heu von der Wiese vor, dazu ein Schälchen Wasser.
    Wir haben dann einfach mal infohalber bei einer Igelauffangstation angerufen.
    Man fand es gut, dass wir uns kümmerten, jedoch vermutete die Frau gleich einen Verkehrsunfall :/
    Bei einem Schädeltrauma, meinte sie, könne es auch gut sein, dass er vollständig blind ist.
    In der Nacht schien er recht aktiv, hat ziemlich Radau gemacht in seiner Box.
    Heute waren wir dann gleich beim TA, der ihn gegen Parasiten behandelte, wog (< 1000 Gr.) und natürlich untersuchte. Definitiv hat er sein rechtes Auge verloren. Der TA äußerte jedoch auch die Vermutung, dass auch die Knochen im Gesicht-bzw. Kopfbereich involviert sind. Ob er blind sei, konnte er nicht sagen, da auch das andere Auge entzündet war und er es ziemlich zu kniff. Er meinte, im Grunde könne man nur versuchen, ihm - als Wildtier - mit Antibiotika eine Chance zu geben. Er hat ihm ein Antibiotikum gespritzt und uns noch entspr. was zum ins Futter mischen mitgegeben. Wir sollen uns morgen nochmal melden, ob er überhaupt frisst (die Spritze hält bis morgen Abend, dann müsste man was ins Futter beimischen).
    Hundefutter hat er nicht angerührt, wir haben dann heute ein bisschen Katzenfutter besorgt und lassen es über Nacht stehen.
    Dann haben wir im Baumarkt Spanplatten gekauft und ihm einen kleinen Auslauf gebaut.


    Allerdings schien er mir, im Gegensatz zu gestern Abend noch, den Tag über extrem schwach und inaktiv. Eigentlich kein Wunder bei einem Nachttier mit solch schweren Verletzungen, aber ich hatte den Eindruck, er hatte Mühe, sein Köpfchen zu heben.
    Oh Mann er tut mir so leid. :( : Dazu gesellt sich bei mir die Angst, irgendwas falsch zu machen, oder ihm unnötigen Stress zu bereiten.
    Wenn er weiter abbaut, das Antibiotikum nicht anschlägt, und er auf Dauer nichts frisst, werden wir ihn wohl erlösen lassen müssen. Aber er hat doch auf jeden Fall eine Chance verdient, oder?
    Bitte drückt dem Igelbub die Daumen, dass er sich nochmal berappelt.


    Vielleicht hat ja auch der ein oder andere Erfahrung mit verletzten Igeln?
    Oder kennt zudem Igelexperten im Raum Pfalz (SÜW), Baden, Rhein Neckar..., an den man sich evtl. wenden könnte?!

    Boah was bin ich froh.
    War den Tag über nicht da, hab aber die ganze Zeit an euch denken müssen ... und als ich jetzt nach hause kam, war der erste Gang ins Netz ... mir ist richtig schlecht geworden, so Angst hatte ich grad, hier reinzuschauen.
    Aber Laila geht's gut und ich freu mich so!!!
    Obwohl das Ganze schon echt irre klingt -- wer denkt denn an sowas? Arme Maus.
    Dein TA ist super - ich versteh eure Entscheidung absolut. Das ist ja jetzt schon ne mega Entlastung für sie!
    Wie lief ansonsten die Narkose - wie geht's ihrem Herzen?
    Jetzt muss sie sich erstmal erholen...


    Die Idee von Tine find ich auch gar nicht schlecht ... die Seite vorerst ein bisschen zu polstern! Würde das Sinn machen? So dass alles halt ein bisschen Halt hat?!
    Und kann man die fehlenden Bauchmuskeln nicht auch ein bisschen aufbauen, durch gezieltes Training, Anabolika oder so (oh Mann, ich hab doch keinen Plan :lol: :ops: )


    Ach, das ist so geil, dass sie es so gut überstanden hat und ihr drei morgen einigermaßen entspannt zusammen heim fahren könnt.
    Und ich wär zu gern dabei und würde ihre leuchtenden Augen sehen, wenn sie ihre einzelnen Nudeln schlemmt. ;)

    Ich denke mir, für einen Erkrankten ist ein Hund einer der besten Therapiebegleiter... allein schon die Bewegung, der Aufenthalt draußen, Licht und frische Luft, die Konfrontation mit möglichen "Angstmachern" (Stichtwort "Meideverhalten") und anderen Menschen (bei sozialen Phobien oder ähnlichem), der geregelte Tagesablauf, die Verantwortung, der "Sinn"..., nicht zuletzt die Tatsache, jemanden an seiner Seite zu haben, der einen ohne Wenn und Aber akzeptiert.


    Dennoch sollte meiner Meinung nach (ohne dir das jetzt unterstellen zu wollen, sondern eher grundsätzlich) kein Hund in diesem Sinne bloßer "Mittel zum Zweck" sein. Der Schuss kann nämlich schnell nach hinten los gehen, gerade, wenn man diese Ansprüche hat.


    Außerdem, und das ist es, wo ich die größten Bedenken habe, "funktioniert" (wenn man denn so will) ein Hund ja auch nur genau dann, wenn er entsprechend behandelt ("geführt") wird.
    Und viel mehr hier, und nicht so sehr beim Thema Auslastung, sehe ich das Problem ... gerade wenn du schreibst, dass du unter einer bipolaren Störung leidest: schon viele gesundheitlich stabile Hundehalter haben ja ihre Launen, die sich auf die Zusammenarbeit mit dem Hund auswirken. Jedoch kann man von solch einem Hundehalter verlangen, sich "zusammen zu reißen". Das kann man bei einem Kranken nicht - denn eine Krankheit ist nur bedingt kontrollierbar (z.B. durch Medikamente, nicht aber durch den bloßen Willen). Um aber zu "funktionieren", und somit auch seinem Besitzer Halt geben zu können, braucht ein Hund einen konsequenten und transparenten Umgang, er muss seinem Halter vertrauen können, er braucht eine klare Struktur, einen Halter, der Orientierung gibt und auf den Verlass ist, der also in einem bestimmten Rahmen immer durchschaubar und konsequent ist.
    Ich mag meine Bedenken hier anbringen, weil ich leider schon erleben musste, wie aufgeschlossene und motivierte Hunde unter den Stimmungsschwankungen ihrer Besitzer litten - es gab keine Struktur, die Halter erwiesen sich als unberechenbar, die Hunde übernahmen die Verantwortung, was zu Symptomen führte, die kaum einer zu deuten wusste - kurz: die Beziehung ging den Bach runter und beide Seiten litten darunter.


    Und auch noch so standhafte, selbstbewusste und souveräne Hunde sind kein Garant, dass es funktioniert. Ich hab so einen kleinen Haudegen hier sitzen, bei dem man denken könnte, den bringt nichts so schnell aus der Fassung - aber sobald hier mal Stunk ist, oder Sorgen, oder Traurigkeit, reflektiert er das sofort. Da ist er dann doch ein Sensibelchen. :smile:
    Oder ein anderer Hund, der sich dann vielleicht in der Verantwortung fühlt und dem das Ganze über den Kopf wächst. Ein Hund, der Stress hat und gegebenenfalls aggressiv reagiert... es gibt so viele Szenarien.


    Nichtsdestotrotz ist der Tierkontakt, der Kontakt zu Hunden sicherlich eine Sache, die bei einer solchen Krankheit helfen kann... ich könnte mir z.B. vorstellen, dass als erster Schritt der Gang ins Tierheim eine ganz gute Idee wäre: zuverlässige Gassigeher sind dort meistens gesucht. Somit hätte man die positiven Effekte des Umgangs mit Hunden, könnte sich aber noch ein bisschen Zeit nehmen, die Arbeit mit dem Hund und die eigene Leistungsfähigkeit besser einschätzen zu können, und wäre nicht so arg verpflichtet wie mit einem eigenen Hund. Und man hätte auch die Zeit, den "richtigen" Hund auszuwählen, mit dem es funktionieren könnte... gerade Schäferhunde sitzen so viele im TH...
    Auf jeden Fall würde ich die Sache bei so einer Erkrankung langsam angehen und schauen, was sich ergibt...


    Ich wünsch dir auf jeden Fall ganz viel Glück & alles Gute ... :smile: