Ich glaube nicht, dass das böser Wille, Sturheit, Faulheit o.ä. ist. Auf mich wirkt es so, als wäre die Fähigkeit nicht vorhanden.
..du meinst...DENKEN..?
Ich glaube nicht, dass das böser Wille, Sturheit, Faulheit o.ä. ist. Auf mich wirkt es so, als wäre die Fähigkeit nicht vorhanden.
..du meinst...DENKEN..?
Wenn das Ganze nur ein "Unfall" - im Sinne von "der ist da versehentlich im Spiel mit den Zähnen langgeratsch" - gewesen wäre, dann wäre der Hund sicherlich nicht ins Tierheim gekommen und es würde nicht gegen den Halter ermittelt werden.
Ich gehe mal davon aus, dass da ja offensichtlich auch andere Personen anwesend gewesen sind und entsprechende Aussagen bei der Polizei gemacht haben.
Aber - es darf ja nicht sein, was nicht sein darf....ja - und das betrifft die Tatsache, dass ein Hund ein Kind gebissen hat!
Wenn ihr den Artikel mal in reisserischer Form lesen wollt, schaut euch dies an:
Selbst der Satz: "Der Grund für den Biss ist bisher noch nicht bekannt." könnte das ändern
Ja aber so in der Art steht das doch im ursprünglichen Bericht! Ich zitiere:
"Bei dem Tier soll es sich um einen Rhodesian Ridgeback handeln. Die aus Südafrika stammende Rasse gilt allgemein als nicht aggressiv"
Bisher ist unklar, wie es zu der Verletzung kam. Kind musste sofort operiert werden. Hund befindet sich im Tierheim..
Also - es darf nicht geschrieben werden, dass der Hund gebissen hat? Verstehe ich das richtig?
Und selbst deine Wortwahl lässt doch Raum für Interpretationen. Warum muss der Hund ins Tierheim? Da wird wieder ein Hund vorverurteilt...
Hund attackiert Kind" obwohl gar nicht klar ist, ob es eine Attacke, Gegenwehr oder ein Unfall war - das ist eben so einfach nicht richtig, sondern suggestiv und reißerisch.
Für das Ergebnis (Hund hat Kind das Ohr halb abgebissen) ist es doch an der Stelle, als kurze Meldung, nicht relevant. Der Hund hat das Kind verletzt. DAS ist das Ergebnis, das ist die Meldung. Warum das so passiert ist, kann man doch an der Stelle noch gar nicht schreiben - weil man es unter Umständen auch noch gar nicht weiß.
Vorgeschichte wie es dazu kam wer da wie und warum unterwegs war ist egal
Für den Sachverhalt Unfall
Aber der Hundebiss ist doch auch ein Unfall.
Warum ist es für den Rentner, der - aus welchen Gründen auch immer - alkoholisiert war (vielleicht hat er ja ein Medikament nehmen müssen, was Alkohol beinhaltet. Oder er hat ein Medikament nehmen müssen, was den Abbau von Alkohol beeinträchtigt), egal? Für den Hundevorfall aber nicht?
Die Wahrnehmung wird immer auch von den eigenen Interessen beeinflusst.
Ihr seht das alles nur aus der Hundehaltersicht. Deswegen wollt ihr da in einer kurzen Pressemitteilung über den Vorfall an sich gleich schon eine Analyse haben.
Die gibt es an der Stelle aber noch nicht.
Genauso wenig wie bei dem Beispiel mit dem alkoholisierten Rentner.
Da akzeptiert ihr das. Klar, betrifft euch ja auch nicht.
Bei deinem Beispiel wird doch aber eine Begründung geliefert. Warum kam es zum Unfall? Weil der Fahrer alkoholisiert war und in den Gegenverkehr fuhr.
Bei Berichten über Bisse gibt es diese Begründungen eben oftmals nicht.
Aber: warum war er alkoholisiert ( hat zugebissen)? War er Alkoholiker? Wie ist er dazu geworden? Ist etwas schreckliches passiert und er hat versucht, sich zu betäuben? War es Restalkohol vom Vortag?
(Hat das Kind den Hund genervt etc...)
Ihr missversteht den Sinn einer solchen Meldung. Das ist keine Reportage!
SunkaSapa - richtig.
Hier wird aber etwas anderes gefordert.
Hier wird ja darüberhinaus gleich eine Begründung gefordert, um den Tathergang zu relativieren.
Wenn du morgens die Zeitung aufschlägst und eine Meldung liest, dass ein alkoholisierter Rentner einen Unfall verursacht hat, indem er in den Gegenverkehr gekommen ist, erwartest du auch keine Begründung dafür, warum der besoffen war.
Wie wäre denn die neutrale Headline?
Hund beisst Kind. Punkt. ?
Und da hätte dann keiner mehr Fragen??
Es wäre zu der Zeit, als ich Kind war, allerdings auch niemand darauf gekommen, einen Hund mit auf eine Familienfeier zu nehmen.
Da war das irgendwie eher normal, dass Hunde hier dabei NICHT anwesend waren - denn: was haben sie davon? Wer hat überhaupt was davon, außer der Hundebesitzer?
Es ist - in meinen Augen - mitnichten so, dass nur die Eltern hier egoistisch sind. Die Hundebesitzer heutzutage sind es ganz oft auch - sie sehen nur ihre Sicht. Hund muss halt zur Party mit, weil: kann nicht alleine bleiben, hab keinen Sitter gefunden, ist so bequemer.
So sieht jeder nur seine Sichtweise. Das wird so nix.
Nachsatz: Diese Art von Journalismus erzeugt "Feindbilder" und ist nicht selten.
Momentan zu sehen bei LKW´s und deren Fahrer, Schützen, Waffensammler und deren Händler usw. usf.
Macht nachdenklich..... vorallem wenn man weiß, wie so eine Art Journalismus aufgebaut ist und wie er was im Volk hervorruft und auch hervorrufen soll.
Entschuldigung, aber nicht die Art von Journalismus macht Feindbilder, sondern die Tatsache, dass so etwas überhaupt passiert!
Der Bote ist in dem Fall nicht die Ursache....
Im Detail:
Überschrift:
"Hund beißt Achtjährigen bei Osterfeier – Ohr fast abgetrennt"
Was ist journalisitsch gesehen jetzt daran falsch? Das ist eine sachliche Beschreibung des Vorgangs nebst des Ergebnisses.
Weiter:
"Hamburg In Hamburg hat ein Hund einen achtjährigen Jungen bei einer Familienfeier an Ostern attackiert. Das Kind musste notoperiert werden.
Brutale Hundeattacke in Hamburg: Bei einer Familienfeier am Ostermontag hat ein Hund einen Achtjährigen angefallen und ihm ein Ohr teilweise abgebissen."
Auch hier - was ist daran unsachlich? Allerhöchstens der Begriff "brutal", wobei das Ergebnis ja durchaus brutal ist!
"Wie die Polizei mitteilte, versorgten Rettungskräfte den Jungen vor Ort und brachten ihn anschließend in eine Klinik, wo er notoperiert werden musste. Der Hund wurde nach der Attacke in eine Tierheim gebracht."
Irgendetwas reisserisches hier zu lesen? Ich lese hier immer noch eine sachliche Beschreibung ohne Wertung.
"Bei dem Tier soll es sich um einen Rhodesian Ridgeback handeln. Die aus Südafrika stammende Rasse gilt allgemein als nicht aggressiv. Gegen den Halter werde wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt, teilte die Polizei mit."
Auch hier nix Dramatisches.
"Es kommt immer wieder zu gefährlichen Zwischenfällen mit Hunden. Erst am Ostermontag mussten Polizeibeamte in Berlin einen Kampfhund mit einem Schuss stoppen. In Hameln attackierte ein Hund einen Zweijährigen und biss ihm ein Loch in die Wange. "
Traurig ist, dass sowas so häufig passiert! Wenn dem nicht so wäre, gäbe es keine Berichte darüber.
Mich würde aber mal interessieren, wie denn der Bericht aussehen sollte, dass Irish Terrier ihn "neutral" fände.