Beiträge von Patti

    Dort? Die Pferde stehen da direkt am Hof! Das ist für mich ein Punkt, wo ich definitiv sage: nee, da hat kein Wolf etwas verloren. Wenn ich Weidetiere in solch direkter Nähe der Häuser nicht unbeaufsichtigt draussen lassen kann, läuft ganz gehörig was schief. Dann kann ich auch keine 3 Kinder im Sandkasten alleine im Garten krabbeln lassen. Oder meinen Hund mal eben raus lassen.

    Ob der die Pferde auskundschaftet ist die Frage. Gibt ja auch Katzen da.... (du solltest das mit Ton hören!)

    Bei Sek. 58 sieht man die Pferde kurz im Hintergrund. Die stehen schon alle mit Kopf oben und schauen zum Wolf rüber.

    Ich weiss nicht, ich finde, da wird teilweise sehr verkopft rangegangen.

    Frusttoleranz/Impulskontrolle ist nix negatives - im Sinne von "oh, der arme Hund ist jetzt frustriert". Eigentlich ist das Gegenteil der Fall, weil ein Leben miteinander ohne Frusttoleranz/Impulskontrolle nicht möglich wäre.

    Damit meine ich nicht nur das Miteinander Mensch-Hund, sondern auch das Miteinander Hund-Hund. Wer da seinen Impulsen ständig freien Lauf lässt, bekommt regelmäßig auf die Mütze...

    Von daher glaube ich, das Thema wird erst dann zum Problem, wenn in der Miteinander Mensch-Hund zu spät daran "gearbeitet" wird.

    Und ich persönlich glaube, dass das Thema "Gehorsam" da extrem wichtig ist.

    Von Anfang an und in allen Bereichen.

    Ich glaube, das macht es zumindest deutlich leichter.

    Ich habe mit keinem meiner Hunde Frusttoleranz "geübt". Hunde lernen nebenbei Frusttoleranz, wenn man sie konsequent erzieht. Das ist doch einfach ein Aushalten und Aktzepieren von Grenzen - und das passiert doch eigentlich automatisch mit der Erziehung. Also dann, wenn man den Hund nicht zum Nabel der Welt macht und auf jede Regung des Hundes reagiert. ;)

    Das schönste Beispiel hatte ich mal mit meiner Schäferhündin und ihren Welpen.

    Die Welpen waren so...6 Wochen alt und tobten mit Mutter über den Hof. Ich hab dann der Schäferhündin einen richtig schönen fleischigen Knochen gegeben - schließlich hatte sie 5 Mäuler zu stopfen.

    Sie nahm den Knochen und alle Welpen stürzten sich auf sie - bzw. auf den Knochen.

    Dann war es für ...1,5 Sekunden recht laut und dann sass Mama in der Mitte, hatte den Knochen vor sich, und rund um sie - im Abstand von ca. 1 Meter - sassen die Welpen. Guckten in die Luft, feilten sich die Fingernägel, blätterten in der Zeitung...und als einer der Welpen es nochmal wagte, Richtung Mama zu schauen, hat die nur kurz einen Eckzahn aufblitzen lassen - dann schaute auch dieser Welpe betreten zur Seite.

    Die sassen da, seelenruhig, bis Mama den Knochen freigegeben hat.

    Alle 5 Welpen haben in dem Moment so ganz nebenbei Frusttoleranz gelernt.

    Bedeutet für mich: einfach konsequent sein, in dem was ich will. Immer. Und dann klappt das auch mit der Frusttoleranz.

    Dieses Opfershaming finde ich daneben, das gleiche wird ja in den sozialen Medien getan, bloß mit drastischeren Worten. Ich weiß nicht, wie ich in dieser Ausnahmesituation reagiert hätte, und ihr wisst es auch nicht, darum finde ich es falsch, über die Frau zu urteilen.

    Dass sie filmt verstehe ich, immerhin wird bei jedem Bericht über unangenehme oder bedrohliche Wolfsbegegnungen direkt in Zweifel gezogen, dass das so passiert ist. Man braucht Beweise, sonst wird einem nicht geglaubt. Hier gibt es einen Beweis, dass sich Wölfe nicht durch Lärm verjagen lassen, was für jemanden, der dies trotz zahlreicher Gegenbeweise immer noch in den Medien suggeriert bekommt, eine ziemlich böse Überraschung sein dürfte.

    Danke! Genau so und nicht anders!!

    Die Kritik an ihrem Verhalten ist dieselbe Argumentationsschiene, wie wenn der vergewaltigten oder belästigen Frau die Schuld zugeschoben wird, weil sie nen kurzen Rock trägt! Die Leute sollten sich schämen!

    Sie hat nichts falsch gemacht.