Ich glaube hier wird vergessen das es beim Freund der TE um eine Erfahrung geht die ihn heftigst mitgenommen hat.
Ich würde fast wagen es ein Trauma zu nennen.
Dagegen rationell anzuargumentieren wird sicher nicht wirklich viel bringen´.
Denn das Freilauf gut für den Hund ist und die Warscheinlichkeit das ein solch schrecklicher Unfall nochmal passiert gering weiß er selbst.
Er kann eben einfach nicht aus seiner Haut.
Und wie sehr er da drin steckt sieht man doch daran das er vor Anschaffung des Hundes festmeißeln ließ das dieser niemals abgeleint werden würde.
Ich würde diese Regel erstmal weiterhin akzeptieren und ganz langsam und in winzig kleinen Schritten versuchen ihn dazu zu bringen den Hund, im wahrsten Sinne des Wortes, Stückchen für Stückchen loszulassen.
Ich denke jeder Hundehalter weiß um das Restrisiko das immer besteht wenn man ableint.
Man kann es durch Umsicht und Training verringern, völlig ausschalten kann man es jedoch nicht.
Wir leinen dennoch ab, nehmen es in Kauf und hoffen das beste bzw denken nicht permanent darüber nach was passieren könnte.
Wer von uns kennt das Gefühl nicht, das die Sicherheit größer wird je öfter Freilauf und Abruf problemlos klappt.
Man bekommt förmlich Flügel.
Genau wie wir fast alle das fiese andere Gefühl kennen - wenns eben mal schiefging, der Hund durchgestartet ist, die vermeintliche Sicherheit weg und das Vertrauen zum Hund in den Keller gerutscht.
Auch ohne das etwas schlimmes passiert ist.
Deshalb finde ich persönlich es schwierig jemanden mit solch großen Ängsten zu raten "mach einfach, wird schon gut gehen, no Risk no Fun".
Erst recht wenn, wie Barbara schreibt, der Hund gewisse jagdliche Ambitionen zeigt.
Ableinen heißt das Restrisiko in Kauf nehmen, es sei denn man hat eine gesicherte Freilauffläche zur Verfügung.
Und wer das nur mit Bauchschmerzen, schweißnassen Händen und voller Unruhe tun kann (was widerum auch den Hund negativ beeinflussen dürfte) der sollte es besser lassen als sich dazu zwingen.
LG
Tina