William,
Mein Vater hat mich gerade über deine Beschwerde aufgeklärt, dabei würde ich es belassen und den Rest des Satzes streichen.
Es ist zu vorwurfsvoll und führt dazu das er schon vorm lesen des Briefes nen dicken Hals auf Dich hat. und um ehrlich zu sein, finde ich es etwas hinterrücks von dir, dass du, obwohl wir uns oft gesehen haben in den letzten Tagen, zu mir kein Wort gesagt hast!
Meines Erachtens bin ich dir gegenüber rücksichtsvoll und tolerant.
Ich finde, es ist nicht zu viel verlangt, dass du dich ähnlich verhalten könntest.
Gut.
Ich dulde deine Lärmereien zu unhumanen Zeiten, die du immernoch machst, obwohl du schon mehrmals von mehreren Seiten darauf angesprochen wurdest, und gebeten wurdest diese zu reduzieren.
Auch nehme ich Rücksicht auf deinen Sohn, der rein rechtlich nicht einmal ein tatsächlicher Hausbewohner ist.
Alles in allem besteht hier eine sehr brüderliche Nachbarschaft, und ich habe mit niemandem ein Problem, und bis jetzt äußerte sich niemand darüber, dass er eines mit mir oder Alfons hätte.
Klar und deutlich aber nicht zickig = gut.
Zu dem angeblichen "Tatbestand":
WENN Alfons tatsächlich mal in den Garten macht, räume ich dies umgehend weg!
mit Herrn Vermieter ist die Haltung abgeklärt und zu dem Thema Garten gibt es folgendes Zitat:
"Wer entsorgt seine Hinterlassenschaften? Der Garten sollte nicht zum Gassiersatz mutieren."
Auf die Hinterlassenschaften bin ich ja nun schon eingegangen, aber wenn du welche finden solltest die ich übersehen habe , bitte weise mich doch einfach freundlich darauf hin, ich werde sie entsorgen!
Auch ist der Garten kein Gassi-ersatz. Vermutlich würde Alfons dann auch recht schnell sehr unglücklich werden.
Gut.
Wenn ich im Garten bin (und da bin ich gerne), lässt es sich leider nicht verhindern das er ... markiert es nunmal hier und da. Es ist ein Hund!
Ich begieße aber seine Pipi-stellen sogar mit Wasser aus der Gießkanner und desinfziere Gegenstände die nicht mir sind, wenn mal etwas daneben geht (so wie letzt, mit Sohnemanns Trampolin).
Ich räume sogar Katzenkot weg, der definitiv nicht von einem 30 Kilo Hund stammt, und kann von mir behaupten, dass ich den Garten sauber halte!
Gut.
Abgesehen von diesen Hinterlassenschaftssache, stelle ich bei Regenbeginn, euer Trampolin zur Seite, damit es nicht nass wird, und baue das Fußballtor weg, damit Alfons nicht ausversehen etwas kaputt macht.
Super!!!
Ich denke, dass dies ein nicht nur akzeptables, sondern ein sehr gutes Verhalten ist, mit dem ich den Ansprüchen einer Mieterin und vorallen Dingen friedliche Nachbarin gerecht werde!
Auch gut.
Auch sehe ich es als nicht schlimm oder verwerflich an, wenn Alfons zu Zeiten, zu denen ich schon schlafe, noch einmal rausmuss, und ich dann im Schlafanzug in den Garten gehe.
Es ist nämlich nicht selbstverständlich, dass ein Tierheimhund der sein Leben lang keine Stubenreinheit brauchte, es einfach so lernt, nicht in die Wohnung zu machen.
So hat er eben noch nicht so eine gut trainierte Blase, und ich muss ihm es immernoch beibringen und dafür sorgen, dass er rechtzeitig rauskommt!
Aufgrund seiner Krankheit, auf die ich hier nicht weiter eingehen möchte, darf er nicht unter Stress stehen, da dies sein Immunsystem zusammenklappen lässt.
Er hat sich fast 2 Jahre von niemandem anfassen lassen wollen, hat so etwas wie "freilaufende Menschen", Autos, Fahrräder etc. nie gekannt.
Auch andere Hunde sind für ihn noch eine große Stressquelle.
So muss ich meine langen Spaziergänge eben auf tolle Uhrzeiten wie zB Sonntag morgen um halb sechs bis um Acht legen, damit möglichst wenig los ist auf den Straßen.
Die restliche Draußen-Zeit kann ich, wenn mein Freund da ist, im Wald verbringen, da wir dann ein Auto haben.
Oder ich gehe eben nur kleine Runden, um ihn langsam an alles zu gewöhnen.
Den Teil bis hier würde ich etwas zusammenfassen und knackiger gestalten ... denn die Umstände um Alfons werden ihn warscheinlich so detailliert nicht interessieren ...
Da ist es doch verständlich, dass ich dann gerne mit meinem Hund draußen im Garten bin!
Und es wäre toll wenn Du dafür etwas Verständnis aufbringen könntest.
Ich muss auch mit ihm noch viel Üben, und freilaufen lassen kann ich ihn, bis jetzt, eben nur dort!
Auch gewöhnt er sich dort besser an die Dunkelheit, und ist nicht abgelenkt von anderen Geräuschen.
DESHALB nutze ich den Garten.
Nicht um ihn dort hinmachen zu lassen!
Das ab hier würde ich weglassen oder ändern.
Da merkt man zu deutlich das es in Dir brodelt und es sorgt nicht unbedingt für eine Annäherung.
Ich kann zwar gut verstehen das Du es gerne schreiben würdest, ich würds mir aber verkneifen.
Und stattdessen noch etwas schreiben das in die versöhnliche Richtung geht wie ... lass uns beiderseits versuchen Haus und Garten zu teilen und unsere beiden Familien unter einen entspannten Hut zu bringen.
Ganz im Ernst, William....
Hör auf nach Fehlern zu suchen, oder jemanden anzukreiden.
Du machst dich damit nur unbeliebt bei mir, denn ändern wird das an der Situation nichts, da ich mich vollkommen korrekt verhalte.
Grüße
Lisa