Beiträge von Tabina

    Ich frage mich gerade ob es denn per se verwerflich ist einen sogenannten Modehund zu halten.

    Und ob man das nur "darf" wenn man vorweisen kann daß man es schon tat bevor die Rasse in Mode kam bzw nur dann dem Verdacht entrinnt den Hund nur deshalb zu halten weil er gerade "in" ist.

    :???:

    Kann man nicht auch eine Rasse "entdecken" dadurch das man sie häufiger sieht und sie mit Verstand halten, auch ohne Pionier gewesen zu sein?

    Ich glaub doch schon.


    LG
    Tina

    Meine persönliche Meinung;

    Leider unterschätzen viele Menschen diese Hunde und deshalb gehts oft schief.

    JRT sind oft sehr anstrengend und definitiv Hunde die sehr viel Beschäftigung, Anleitung, Erziehung und Konsequenz brauchen.
    Hunde bei denen man als Halter immer am Ball (bzw am Hund) bleiben muss.

    Tut man das als Halter hat man sicherlich einen tollen Hund mit dem man ganz viel Spaß haben kann.
    Lässt man ihn allerdings einfach nur mitlaufen wirds nervig und unangenehm.
    Was nicht am Hund liegt denn der kann nix dafür das er ist wie er ist.

    Ich nehme hin und wieder einen (nicht gut erzogenen und völlig unterforderten) JR zu unseren Spaziergängen mit und muss gestehen, nach 2 Stunden mit ihm bin ich fix und alle.
    Und meine Hündin - die ihn die erste halbe Stunde supertoll findet - ist nach 2 Stunden mit ihm auch völlig genervt.
    Weil er eben ein nicht kaputt zu kriegender, größenwahnsinniger und unsensibler Flummy ist.

    Eigenschaften die super sind wenn man sie nutzt und in die richtigen Bahnen lenkt.
    Die einen aber verrückt machen wenn man eigentlich "nur" einen kleinen netten Hund wollte.

    Ich denke das Programm das ein JR tatsächlich braucht können oder wollen nur die wenigsten Halter bieten.
    Ein Großteil der JR Besitzer hat sich vertan und sich das Projekt Hund ganz anders vorgestellt.

    Das ist schade aber Realität.
    Wenns bei Dir anders ist und es passt dann ist das klasse.
    Nur leider nicht die Regel.

    LG
    Tina

    Bei uns im Umkreis ist es sehr gemischt und keine Rasse ist extrem häufig vertreten.
    Rassehunde und Mixe halten sich auch die Waage.

    Das einzige was mir auffällt ist das die hellen Labradore seltener und die schokobraunen und schwarzen beliebter zu werden scheinen.
    Und das es keine oder kaum Sokas gibt hier, was daran liegen könnte das für die hier tatsächlich der achtfache Steuersatz erhoben wird und Leinenzwang besteht den man auch nicht loswird.

    LG
    Tina
    Modehundhalter :hust:

    Ich denke es macht auch immer nochmal einen Unterschied wie alt der Hund ist.

    Kommt man mit einem 2 oder 3jährigen Hund plötzlich in Lebensumstände die die Haltung schwierig bis unmöglich machen gibt man ihn vielleicht eher ab als einen uralten Hund.

    Den wird man, wenn irgend möglich und egal wie beschwerlich oder aufwändig sicherlich noch für den Rest seines Hundelebens irgendwie versuchen "mitzuziehen".

    LG
    Tina

    Zitat


    Jagen ist nicht nur bei Windhunden ein Urinstinkt, sondern bei allen anderen Hunderassen auch vorhanden. Bei den einen mehr und bei den anderen weniger. Es kommt doch auch auf den Menschen an, wie intensiv er sich mit dem Problem beschäftigt und wie intensiv er mit dem Hund arbeitet. Natürlich geht es mit einer negativen Konsequenz schneller. Aber gibt es da wirklich den gewünschten Lerneffekt und ist der wirklich absolut und immer abrufbar verknüpft oder ist der nur oberflächlich abgelegt?

    Das Problem ist vielleicht das man die Ablenkung unter der man den Rückruf trainiert zwar Schritt für Schritt und dem Ausbildungsstand des Hundes anpassen kann.
    Den Abruf am laufenden Wild aber eben nicht als Übesituation trainieren kann.
    Und egal wie sehr ich es trocken übe oder unter anderer Ablenkung, die genau gleiche Voraussetzung, den größten Reiz gegen den ich anarbeiten muss, den habe ich eben nur im echten Notfall.
    Und während diesem Ernstfall sehe ich auch erst auf welchem Level unser Abruftraining steht.

    Es müsste eingezäunte Felder geben mit ausgebildeten, coolen, pfeilschnellen Trainingshasen die uns nach Absprache und gegen einen Korb voll Löwenzahn beim Training helfen :smile:.


    LG
    Tina

    Meine Hündin läuft im Feld auch frei .... und ich hoffe halt das der (nur positiv aufgebaute) Rückruf den wir bisher etwa 7825x geübt haben oder das "bleib da" funktionieren wenns drauf ankommt.

    Die Hand dafür ins Feuer legen das es klappt würde ich aber nicht.
    Mangels regelmäßiger Hasenbegegnungen zu Übungszwecken ist das dann halt schon eine extreme Ausnahmesituation für den Hund (und den Halter :D ).

    LG
    Tina

    Ich finde das ist ein echt schwieriges Thema.
    Und muss uns alle mal loben wie vorbildlich wir hier darüber sprechen.
    Seite 6 und nicht ein pampiger Satz trotz unterschiedlicher Meinungen, find ich suuuuper :gut:

    Ich schrieb ja Anfangs das ich völlig gewaltfrei, so zwanglos wie möglich und ohne körperliche negative Konsequenzen mit meinem Hund arbeite.
    Und bin von dieser Methode auch nach wie vor überzeugt da sie sowohl mir selbst als auch dem Wesen meines Hundes am ehesten entspricht.

    In die andere Richtung zu denken finde ich dennoch spannend.
    Denn merkwürdigerweise stelle ich des öfteren fest das die Hunde die besonders sicher hören etwas "knackiger erzogen" werden.

    Mich beschäftigt das schon sehr denn wenn ich auch nicht bereit wäre Negativkonsequenzen für ein schöneres Fuß oder ein schnelleres Platz einzusetzen oder einfach um in der Ausbildung generell schneller voranzukommen ... dann vielleicht eventuell ja aber doch um möglicherweise das Leben meines Hundes zu retten.
    Das ja beim Jagen von Wild durchaus mal in Gefahr sein könnte.

    Das wäre die einzige Situation wo ich mir tatsächlich vorstellen könnte die Wattebällchen gegen stärkere Wurfgeschosse einzutauschen.
    Wenn ich denn sicher wäre das der Rückruf dadurch fester generalisiert werden würde, viel fester als ich es ohne diese Mittel jemals erreichen könnte.
    Wenn ich sicher wäre ...

    Noch bin ich da hin und hergerissen .... und finde es deshalb sehr spannend verschiedene Meinungen und Methoden und die Begründungen dafür zu hören.

    LG
    Tina

    Also Deine Aussage ganz klar:

    Massives körperliches Eingreifen, aversive Reize und deutlich spürbare(schmerzhafte?!?) negative Konsequenzen sind - bei manchen Rassen oder in besonderen Fällen - hin und wieder nötig um erwünschtes Verhalten (halbwegs) sicher zu bekommen.

    Richtig?

    LG
    Tina