Beiträge von Tabina

    Zitat


    Welchen Stellenwert hat der Hund zwei Generationen später ? Gibt es dann noch Hunde ? Schafft man es bis dahin, den idealen Sozialpartner zu züchten, alle unbequemen Veranlagungen auszumerzen und nur den für uns wichtigsten Part, den Sozialtrieb herauszukitzeln ? Kann man ES dann überhaupt noch Hund nennen ?

    Möglicherweise bin ich zu naiv oder auch zu sehr Optimist, für mich stellen sich diese Fragen aber nicht.

    Denn ich sehe, Hundezuchttechnisch, keinen Supergau auf uns zu kommen.
    Weil es eben solche und solche gibt.
    Und zu jedem Extrem wieder etwas da sein wird das es ausgleicht.

    In die Zukunft gucken kann keiner, wer weiß, vielleicht gibts die Spezies Mensch in zwei Generationen ja auch gar nicht mehr.

    Sollte aber alles "normal fortschrittlich" weitergehen dann werden auch die Hunde so wie man sie kennt und liebt noch da sein.
    In allen (und schlimmstenfalls noch viel mehr oder traurigerweise in weniger) Variationen.

    Und ob man ES dann noch Hund nennen kann?
    Das liegt, wie fast alles andere auch, ganz in eigener Hand.
    Der Hund ist nicht das was er ist wenn er geplant und geboren wird, er ist vor allem das was wir aus ihm machen.
    Und solange es Menschen mit Hirn und Herz gibt so wie hier und diese Menschen sich bemühen und ihr Bestes geben so wie die Leute hier es tun kanns nicht völlig schiefgehen.


    LG
    Tina

    Bei uns gilt die Marke fürs ganze Hundeleben.

    Ich hab sie am Schlüsselbund, der klappert eh.
    Am Hund mach ich sie nicht fest.

    Bin ich hier in der Nähe unterwegs bitte ich die netten Herren vom OA eben mit auf nen Kaffee zu mir um ihnen die Marke zu zeigen (wurde in 20 Jahren noch nie danach gefragt).
    Bin ich weiter weg hab ich den Schlüssel dabei.

    LG
    Tina

    Ich weigere mich zu glauben das nicht beides möglich sein sollte.

    Und versuche einen Mittelweg zu leben.
    Meinen Hund und mich zu vereinbaren.

    Perfekt gelingt das sicher nicht, dafür sind Mensch und Hund wohl doch zu unterschiedlich.
    Aber ich finde wenn man denkend mit Hund lebt kann man doch einen Weg finden der keinem weh tut, der keinen lächerlich macht, den beide nicht nur akzeptabel sondern sogar gut und schön finden.

    Um den Gedanken ganz wertfrei und (selbst)kritisch aufzurollen müsste man sich doch zuallererst fragen warum man eigentlich einen Hund hält.
    Und in den wenigsten Fällen dürfte die Antwort sein weil man muss (aus beruflichen Gründen) oder für den Hund.

    Man tut es für sich selbst.
    Weil man dieses "Hunde-Gen" hat.

    Weil man dieses warme, atmende Fellpaket in seiner Nähe braucht, weil es ohne trappelnde Pfotengeräusche auf dem Parkett furchtbar still ist egal wieviele Füße sonst noch rumlaufen, weil man das Gefühl einer samtigen, mit Zwirn gespickten Hundeschnauze an seiner Hand heimelig findet, weil man es liebt das da jemand ist der eine andere Sprache spricht, mit dem man aber dennoch wortlos kommunizieren kann.

    Gäbe es keine Hunde mehr auf dieser Welt fände ich es grauenhaft.
    Sie würden mir fehlen und es gäbe nur wenig was mir mehr oder genauso sehr fehlen würde.

    Ob es legitim ist sich deshalb einen Hund "zu eigen zu machen", ihn "in sein Leben zu pressen" und "ihn nach seinen Wünschen zu formen" ... kann man sicher so oder so sehen.

    Aber wir haben es alle getan.
    Mehr oder weniger gut basteln wir uns das gemeinsame Leben mit unseren Hunden zurecht.

    Das sicher nicht immer völlig Hundgerecht ist, das stimmt.

    Aber ... ich sehe keine Alternative.
    Und für mich persönlich auch keinen besseren Weg mit meinem Hund zu leben als ich es bisher tue.
    Denn die Konsequenz wäre ja dann ohne Hund zu leben.
    Und Hunde allgemein wieder rückzuführen zu ihrem ursprünglichen Zustand von vor Jahrtausenden.
    Würden wir das leisten wollen?
    Selbst wenn wir wüssten das es zum Besten der Hunde wäre, würden wir verzichten können auf das was sie uns geben, ihnen zuliebe?

    Ich täte mich sehr sehr schwer.

    Ich gebe mein Bestes und an aller erster Stelle gebe ich meinem Hund eine riesige Menge Respekt.
    Und bin so und dadurch eigentlich mit mir selbst (und meinem Hund) im reinen.

    LG
    Tina
    auch nachdenklich

    Meine Hündin ist kein Rückenhund.
    Und zwar in keiner Situation.
    Abgesehen von einem am Boden rumkugeln im Spiel mit anderen Hunden, zählt das?

    Weder dreht sie sich im Schlaf auf den Rücken noch um dort gekrault zu werden.
    Sämtliche Versuche ihr die Rolle beizuclickern sind auch gescheitert.
    Und das auf den Rücken werfen um sich zu unterwerfen habe ich bei ihr auch noch nie gesehen.
    Dennoch ist sie ganz und gar nicht dominant.
    Ist ihr ein fremder Hund nicht geheuer oder zickt sie an duckt sie sich eher weg und kommt zu mir gedüst.

    Ich habe bisher noch keine Erklärung dafür gefunden warum sie nicht auf dem Rücken liegen will.
    Aber es einfach so akzeptiert.
    Das es ihr mal das Leben retten könnte sehe ich so auch nicht und wir können auch ohne die Rolle gut weiterleben.

    Ich brauche es also definitiv nicht.
    Genausowenig wie irgendein anderes Zeichen dafür das sie sich mir unterwirft.
    Denn die zeigt sie in der Kommunikation mit mir (und anderen Menschen) auch nicht.
    Sie ist allerdings Meisterin der Beschwichtigungssignale.

    Muss ich mir nun Sorgen machen?

    LG
    Tina

    Ich hab sie bei unserem Rüden immer abgeschnitten.
    Einfach weil sie sich mit der Zeit verklebt haben und es nicht ausblieb das es anfing zu möpseln.
    Den Bauch vollgepinkelt hat er sich danach nicht ... wie auch :???:, und hatte auch sonst keinerlei Beschwerden dadurch.
    17 Jahre lang nicht.

    Mir leuchtet auch nicht ein was sich dann entzünden soll?
    Wir reden doch von kurz schneiden, nicht von auszupfen, oder?

    LG
    Tina

    Alles in allem hört unsere Hündin auf ihn genauso wie auf mich.
    Die Feinheiten kriege ich besser hin und ich kann sie auch besser zu Dingen "überreden" die sie nicht tun möchte.

    Dafür kann er sie schneller stoppen, vermutlich weil seine tiefe Stimme doch beeindruckender ist als meine.

    Insgesamt erziehen wir ohne Kompetenzgerangel und jeder geht ein bißchen anders mit dem Hund um, auf seine eigene Weise eben.
    Und das klappt auch super.
    Man darf nur nicht alles immer 100% genau nehmen.

    LG
    Tina

    Ich würde zunächst mal versuchen Kontakt zu den anderen Welpenbesitzern aufzunehmen.

    Um zu hören/sehen wie die Geschwister sich entwickeln und ob es da ähnliche Probleme gibt, wenn ja was deren TA gesagt hat ect.

    Und mit den neuen Infos dann vielleicht nochmal zum eigenen TA gehen.

    LG
    Tina