Beiträge von Tabina

    Mir fällt immer öfter auf das es scheinbar nur zwei Arten von Labradoren gibt.

    Gefühlte 50% interessieren sich null Komma null für meine Hündin und sind nur auf den Ball in ihrem Maul oder den Ball in Frauchens Hand fixiert.

    Die andern 50% sind Kletten.
    Schon auf 20 Meter Entfernung kann ich zarte Herzchen in ihrem Augen schimmern sehen beim Anblick meiner Hündin.
    Sofort kommen sie auf sie zugerannt, pro forma wird 2 Sekunden lang am Kopf geschnüffelt.
    Dann direkt Kehrtwende und mit der Nase ans Hinterteil.
    Das aus an nicht in wird kann meine Hündin gerade so verhindern indem sie sich mit kleinen Schritten nach vorne rettet.

    Den Labbie störts nicht, er bleibt am Hintern kleben als wär sie magnetisch.
    Keine 5 Sekunden später versucht er aufzureiten.
    Die rosaschimmernden Herzchen sind zu rotglühenden, aufgeregt blinkenden geworden.

    Nichts auf dieser Welt zählt mehr, kein Frauchen, kein Lecker, kein Abruchsignal und schon gar nicht das der Gegenstand der Begierde, meine Hündin, nicht will.

    Die einzige Möglichkeit ihr da raus zu helfen ist abpflücken des Labbies dessen Gesichtsausdruck vermuten lässt das er völlig der Welt entrückt und auf dem Weg in ein Stadium des Wahnsinns ist, festhalten des vor Verlangen Unzurechnungsfähigen und schnell das Weite suchen.

    Bis 100m weiter dann das selbe Spiel mit dem nächsten Labbie beginnt, es sei denn er hat nen Ball im Maul.

    Das passiert uns so gut wie nie mit andern Hunden aber so gut wie immer mit Labradoren.
    Und ich frage mich warum das so ist.
    Weiß das jemand?

    Habt ihr auch solche Erfahrungen gemacht?
    Oder ist das bei uns Zufall (was ich mir kaum vorstellen kann da wir extrem häufig solche Begegnungen der "besonderen Art" haben).


    LG
    Tina
    die grundsätzlich nichts gegen Labbies hat

    Ich denke zusätzlich zum Stehenbleiben, Richtungswechsel und Lob/Leckerlie brauchst Du nur noch eins damit es klappt.

    Geduld!

    Deine Paula ist erst 9 oder 10 Monate alt.
    Da funktioniert das noch nicht immer und da gibts auch noch Rückschläge.
    Das ist ganz normal.

    Mach einfach geduldig mit den og Methoden weiter und versuch gelassen zu bleiben.
    In einem Jahr sieht die Welt schon ganz anders aus.

    LG
    Tina

    Also,

    zum einen würde ich es nur dann machen wenn ich eine alternative Unterbringungsmöglichkeit hätte falls es nicht klappt wie geplant.

    Zum andern würde mich aber auch interessieren was man sich genau darunter vorstellen muss das der Hund den ganzen Tag in der Kieskuhle umherläuft?
    Ich denke mal da wird etwas abgebaut, also gibts Bagger, Baustellenfahrzeige ect.

    Es mag für einen erfahrenen Hund kein Problem sein dazwischen rumzuhopsen, für einen Welpen ist das aber sicher nicht von Anfang an machbar.
    Ihr könnt ihn also nicht mitnehmen und laufen lassen sondern müsst Anfangs schwer aufpassen.
    Ist das überhaupt möglich?

    Oder stell ich mir das jetzt völlig falsch vor?

    LG
    Tina

    Zitat


    Mit der Sauerei in der Läufigkeit muss man als Besitzer eben leben (deswegen bin ich überzeugt Rüdenhalter ;))

    Keine Panik!
    Die "Sauerei" ist nämlich gar keine.

    Meine Hündin, groß, schwer und bestimmt nicht wenig blutend, hält sich super sauber und es finden sich wirklich nur hier und da mal wenige Tröpfchen die man wegwischen muss.
    Wir brauchen nicht mal ein Höschen.

    In der Regel sind es auch nur ca 2 Wochen in denen Hündinnen richtig bluten und das nur ein bis zweimal im Jahr.
    Das ist auf jeden Fall gut machbar.

    LG
    Tina

    Ich habe tatsächlich kein Problem damit meinem Hund Fleisch zu verfüttern.
    Ich würde ihm aber nicht die Nachbarskatze zugestehen zu der ich auch keine emotionale Bindung habe.
    Oder den Hasen vom Bauernhof den der Bauer eh loswerden will.

    Wie erklär ichs, ich könnte, wollte nicht der sein der ein Lebewesen, meins oder nicht, geliebt oder nicht, zu Futter degradiert.
    Ich würde mir auch nicht im Restaurant einen Fisch aus dem Becken aussuchen den ich 30 Minuten später auf dem Teller haben will.
    Und auch keinen Hummer in den Kochtopftod schubsen.

    Vermutlich ist es einfach die Schwelle der Ausführende zu sein die ich nicht überwinden und mit mir vereinbaren will und kann.
    Und wo ich auch keinen Sinn drin und Grund zu sehe.
    Nicht ohne Not.


    LG
    Tina

    Ich versuchs mal anders zu erklären.

    Nachdem Du den Hund auf den Clicker konditioniert hast, was meist sehr schnell geht, beginnst Du ja ihm Dinge nicht dadurch beizubringen das Du ihm zeigst was Du willst sondern dadurch das er es selbst herausfindet.

    Beispiel einen Teppich aufrollen.
    Teppich liegt da, Hund guckt ihn an - click
    Hund guckt wieder - click
    Hund guckt wieder - NICHTS
    Hund denkt hmmm, ... und geht mit dem Kopf zum Teppich - click
    stupst erneut mit der Nase den Teppich an - click
    stupst wieder - click
    stupst - NICHTS
    stupst doller - NICHTS
    stupst so das sich der erste zentimeter entrollt - click
    tuts sofort wieder - click
    wird hektisch, stupst nur schnell an ohne das sich was bewegt - NICHTS
    stupst korrekt, Teppich rollt wieder ein Stück auf - click
    Stück für Stück - click

    Nach einigen Malen legst Du den Teppich nur noch aufgerollt hin, der Hund sieht den Clicker und rollt ihn komplett ab und erst dann- CLIIIICK !!!

    Und nach jedem click, klar, Belohnung.

    Die meisten Hunde spulen nach einer Weile sobald sie den Clicker sehen sämtliche Kunststückchen ab die sie können weil sie ja wissen Clicker = es geht um etwas.
    Und sind auch bei neuen Sachen sofort Feuer und Flamme weil sie wissen Clicker bedeutet ich soll was tun.
    Und ich hab immer das Gefühl es macht ihnen großen Spaß herauszufinden was das ist.

    Wenn Dein Hund also erstmal verinnerlicht hat das Clicker immer Action, Spaß, Spannung, Beschäftigung, Belohnung bedeutet dann wird er sicher auch in für ihn schwierigen Situationen kooperativ sein.
    Weil er ja weiß jetzt kommt was tolles.

    Und bestenfalls wird der andere Hund nach einem erfolgreichen schau/click oder sitz/click völlig unwichtig und viel spannender wird was Du von ihm willst.
    Oder es fällt ihm nicht mal auf das er einen passiert weil Du schon vorher die Kommando/Click Session gestartet hast.

    LG
    Tina

    Zitat


    die jeweilige emotionale Bindung ist ausschlaggebend für das Verhalten von Menschen in solchen Situationen.

    Nein.
    Das Wesen und das Denken des Menschen und der Wert den ein Mensch einem Lebewesen, egal wie klein und unwichtig entgegenbringt, ist ausschlaggebend dafür wie er mit solchen Situationen umgeht.

    Bei mir spielt es keine Rolle ob ich das Tier kenne, liebe oder eine Bindung zu ihm habe.
    Ich töte keines, selbst eine Feldmaus die sich in mein Haus verirrt würde mit einer Lebendfalle gefangen und gesund und munter wieder ausgesetzt.

    Ein Tier im allergrößten Notfall zu töten weil es die einzige Möglichkeit ist ihm zu helfen ist schlimm genug.
    Alles andere ist grausam, unnötig und reduziert das Lebewesen auf ein wertloses Nichts.

    LG
    Tina

    Ich denke Du bist gerade in zu schnellen Schritten unterwegs.

    Bei uns ist es ein freundliches fixieren, ein "super ein Hund, wie spannend".
    Da fällts relativ leicht sie abzulenken und sie zu einer alternativen Handlung zu bewegen.

    Ist das fixieren aus Hab acht Gründen und der Hund sehr gestresst und aufgeladen dürfte das mit einem "schau" schwierig werden.
    Dann musst Du sicher mehr den Animateur auspacken und positive Action machen.

    Clicken kannst Du jedes Alternativverhalten, das kann in dem Moment ein Fuß, ein Platz, ein Dog Dance Element oder was auch immer sein.
    Am besten nimmst Du ein Kommando das er gerne und sicher ausführt.

    Ich würde zuerst mal testen mit was Du ihn am besten zu Dir "holen" kannst.

    Clickerst Du denn schon?

    LG
    Tina