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Hi Tina,
da haben wir in der Bekanntschaft ganz andere Erfahrungen vorliegen.
3 RR-Hündinnen, die wirklich ausgelastet werden müssen und nicht "kaputt zu kriegen" sind.
Auch in vielen Rassebeschreibungen und auf Züchter-Seiten wird das so beschrieben.
Wundert mich jetzt, daß Du das nicht nur auf deinen RR beziehst
Vielleicht haben wir ja unterschiedliche Ansichten von aktiv und gemütlich 
Meine Hündin ist jetzt 2 Jahre alt und, wie gesagt, mir fast ein bißchen zu ruhig.
Im Haus merkt man sie fast gar nicht da sie bevorzugt liegt und döst.
Draußen sind wir in der Regel 2-3 Stunden täglich, aufgeteilt auf 30/30/90(+-, je nachdem).
Sprints legt sie pro Spaziergang nur noch für höchstens 5 Minuten ein, meist beim Spiel mit anderen Hunden.
Ansonsten schlört sie neben mir her.
Großartige Spielchen beim Spaziergang muss ich auch nicht einbauen.
Ich tue es manchmal trotzdem und sie macht dann mir zuliebe mit. Oder auch nicht 
Samstags vormittags sind wir kurz Gassi und danach anderthalb bis zwei Stunden auf dem Hundeplatz.
Danach schleicht sie in ihr Körbchen und taucht bis Abends nicht mehr daraus auf.
Bei Regen entfallen die langen Spaziergänge komplett da sie dabei sichtlich leidet und nichts mehr will als wieder nach Hause.
Regnets drei Tage am Stück gehen wir drei Tage am Stück nur kurz.
Und sie ist trotzdem ausgeglichen und kein bißchen unterfordert.
Ich gebe zu, im ersten Jahr war sie recht wild und es war oft nicht leicht.
Aber ich denke das ist bei fast allen jungen Hunden so.
Ich treffe mich regelmäßig mit einer RR-Spaziergangsgruppe und auch wenn wir mit 10 - 15 Hunden laufen läuft der Spaziergang erstaunlich ruhig ab.
Stress gibt es äußerst selten, spielen und toben tun meist nur die Junghunde.
Und wenns wärmer als 26° ist schleichen alle Hunde mehr oder weniger bewegungsarm mit uns mit.
Im Anschluss daran kehren wir meist noch in einem Restaurant ein.
Mitsamt den Hunden.
Auch da ist es völlig stressfrei.
Die Hunde liegen auf den mitgebrachten Decken und erholen sich und keiner der es nicht weiß käme auf die Idee das unter den Tischen und hinter den Stühlen 12 dieser großen Viecher liegen.
Natürlich gibt es solche und solche.
Ich kenne aber weitaus mehr ruhige und ausgeglichene Hunde als Hibbel.
Und kaum einen wirklich anstrengenden der nonstop Animation braucht und seine Leute nervt wenn er die nicht bekommt.
Ich würde euch, falls ihr euch mehr mit der Rasse beschäftigen wollt, gerne das Buch Rhodesian Ridgeback - Charakter, Erziehung, Gesundheit von Peter Obschernicat empfehlen.
Er trifft mit seinen Beschreibungen wirklich genau ins Schwarze.
Einer meiner Lieblingssätze daraus ist zB "Der RR passt zu Menschen die nicht erwarten von ihrem Hund unterhalten zu werden".

Und falls die 3 RRs eurer Bekannten die einzigen sind die ihr kennt schaut euch doch mal um ob nicht in eurer Nähe auch ein größerer RR Spaziergang stattfindet (gibts sehr häufig).
Dort könntet ihr mehrere Hunde beobachten, euch mit deren Haltern austauschen und euch dabei ein besseres Bild machen..
Ansonsten ist mir noch der Boerboel eingefallen.
Rein optisch könnte der zu euren Vorstellungen passen, ob es vom Wesen her hinkommt, wie hoch die Lebenserwartung ist und wie es bei der Rasse generell gesundheitlich aussieht weiß ich allerdings nicht.
Liebe Grüße
Tina