physioclaudi
Hast du schon mal drüber nachgedacht, was Anderes mit ihm zu machen?
Sachen, wo du für ihn besser trennen kannst?
Zb Mantrailen in ner Gruppe, an einem Tag in der Woche, wo die Arbeit einfach strikt durch mit dem Auto hinfahren, Geschirr anziehen, ausziehen etc. getrennt wird von Freizeit?
Oder Canicross?
Wo er ein Ventil fürs Körperliche bekommt, sich aber dennoch auf dich konzentrieren muss, auf dich Rücksicht nehmen muss und es kein sinnloses Geballere gibt?

Wäre ne Idee...also Canicross. Joggen gehe ich ja eh und dann kann ich Emil zum Ziehen missbrauchen sozusagen.
Körperlich auslasten tut ihn das bestimmt. Aber ist das auch genug fürs Köpfchen?
Das lass ich mir mal durch den Kopf gehen, ist ein guter Tip.
Wäre vermutlich sinnvoll ein anderes Geschirr fürs Canicross zu nutzen und eine andere Strecke, als unsere normale Waldtour. Damit er eben trennen kann.
Trennen ist für Emil auf jeden Fall wichtig. Seit es beim Gassi null Training gibt, ist er sehr viel gelassener geworden. Als er in der Pubertät war und anfing so hoch zu drehen, hatte ich eine Trainerin mal mit beim Gassi, die meinte ich soll ihn halt beschäftigen beim Gassi. Also kleine Fährten legen, Leckerlis in Bäumen verstecken... das funktionierte 3 Tage ganz gut, dann fing er das Hibbeln beim Gassi an, also die Erwartungshaltung mir gegenüber stieg. Seitdem ist Gassi halt nur Hundedinge machen. Auch da ist es zwar so, dass er jedes Kommando, RR zb, ausführt als hinge sein Leben von ab, aber das ist halt auch sein Ding. Der kleine Streber
. Fährt ihn dann aber auch nicht nachhaltig hoch (nicht mehr).
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Also: lass dir den Aufbau von jemanden zeigen.
1. brauchst du ein gut sitzendes Zuggeschirr für Emil und du brauchst einen Gurt.
2. Überleg dir - bevor du damit bei euch (also außerhalb eines Workshops) los legst, wie du das richtig, richtig Trennen kannst.
Dinge, die für Emil klare Signale setzen, am Anfang ggf überdeutlich. Wie mit dem Auto in den Wald fahren, nur dann die XY Joggingklamotten, nur die und die Leine.
Wichtig ist, dass ihr in Minischritten aufbaut, damit sein kleines Hirn nicht überfordert wird und er Zeit hat zum Lernen, wann was genau gewünscht ist.
Hier zB eine tolle Anleitung, Schritt für Schritt, die man 1:1 auf Canicross und Bikejöring übertragen kann:
Laufen Lernen
Wie Hummel schon schrieb, es braucht Konzentration.
Wenn ich es zB für die Hunde mal richtig anstrengend machen will, laufe/fahr ich nonverbal. Die bekommen über die Verbindung mit der Zugleine jede Gewichtsverlagerung von mir mit und damit gebe ich die Richtung zB an Kreuzungen an, aber auch ob sie Tempo rausnehmen sollen oder aber schneller werden. 