Looking
Ich antworte mal kurz und knapp:
Vorgeschichte: vermute ich jetzt mal aus der Leber weg, Blockade ISG, ggf. mit Kreuz nach vorn (hier wieder Huhn oder Ei), kann durchaus durch unkontrolliertes Gebollere oder falsche Belastung im ZHS kommen....
typischer Werdegang im ZHS sind:
Schlechtsitzendes Geschirr, dadurch ausweichen in der Schulter, Schultermuskeln machen dicht, zack- vorne ne Blockade.
Anfahrtsruck weil Starten ned sauber klappt, 1000 Mal is nix passiert, beim 1001. Mal: Zack, Blockade.
Fällt nicht unbedingt auf, können Hunde je nach Lage super kompensieren.
Manch nur gaaaaanz minimal blockierter Wirbel sorgt zwar schon dafür, dass dir der Hund zitternd auf 3 Beinen entgegen kommt, von anderen merkst ersteinmal (!!!) nix (ist bei uns Menschen ja nicht anders, das böse Erwachen kommt, wenn man krumm und schepp is
)
Aber: Skelett is jetzt erst mal schief, wird weiter belastet und früher oder später: Krawum, ISG blockiert. Dann wird’s doof und der Schmerz ist meistens nicht mehr so leicht kompensierbar.
Bis dahin können sich aber schon die ersten Entzündungsprozesse im vorderen Bewegungsapparat gebildet haben, Muskeln verkürzt.
Bla und blubb.....
1. ihr habt nen Überlastungsschaden, den ihr ziemlich genau auf das Toben spezifizieren könnt
2. Ausheilprognose ist mitn paar Monaten angesetzt, wohl noch mit bestehenden entzündlichen Prozessen
3. sowohl CC als auch Jöring sind Sportarten bei denen verhältnismäßig hohe Kräfte wirken
4. ZHS kann (!) begünstigend zur Reha wirken und eingesetzt werden, wenn: und jetzt kommt das ganz große, fette WENN: der Zug, der einwirkt zu 100% und immer kontrolliert werden kann.
5. Habt ihr einen Hund, dessen Bewegung in Aufregung ihr nicht zu 100% kontrollieren könnt
Für mich habt ihr da quasi zwei Baustellen, die zwar miteinander was zu tun haben können, aber nicht zwangsläufig miteinander verlaufen....
Grundsätzlich: entzündliche Prozesse in Knochen, Sehnen bla und blubb: dauern. Dauern wirklich, wirklich wirklich lange.
Beispiel: entzündete Bizepssehne beim Hund: geh mal von bis zu 6 Monaten aus, bis du mitm Sport überhaupt erst wieder anfangen kann.
Blödpunkt: auch wenn die Entzündung gerade Ruhe gibt und nicht akut ist, ist sie immer noch da.
Und zu frühes belasten macht einfach nur große Schei....., weil mit Pech fängst wieder ganz vorne in der Akutphase an.
D.h. wenn ich bei sowas Widerstand und co. als zusätzliche Rehabilitation einsetze, dann sind die Widerstände und die Zeiten sprichwörtlich ein Witz. Wirklich ein Witz. Das ist quasi eher Nichtziehen, als das übliche ZHS-Ziehen.

Beispiel für ne Reha:
nach nem Rückenmarksinfarkt hat der Hund nen entzündlichen Prozess im Rückenmark.
Der läuft täglich: 2,5km. Absolut eben. Mit Expander mit minimalen Widerstand. Und dafür braucht’s in etwa 1 Stunde. Traben wird kontrolliert, laufen wird kontrolliert.
1x in der Woche wird der Herr „eingespannt“, die Leine ist dabei weder locker, noch auf Zug, das Geschirr wird kaum unter Zug gesetzt und wir reden von nem paar Metern ohne auch nur einen Höhenmeter. 
Cavaletti und Gewichtsmanschetten: 1 Einheit am Tag mit maximal 10 Minuten.
Die Gewichte, die er dabei trägt, sind ein Witz.... wirklich ein Witz zu dem, was der Jungspund druff hat fürs Kraftttaining....
Hinterher ein absolutes Muss: manuelle Therapie. Immer und ausnahmslos, Massagen, Magnetfeld, bla und blubb.
Sooo ungefähr.... zusammengefasst.
Reha ist für den Körper Schwerstarbeit, auch wenn man das einem Hund nicht unbedingt ansieht.
Also ja: ich würde bei Vespa derzeit ned ans Jören denken und eher über Bodentraining mit Körperkontrolle und Bewegungskontrolle arbeiten, als irgendeinen Sport auszuüben.
