Beiträge von Die Swiffer

    Sorry, wenn ich das jetzt so schreib: wenn du anfängst, normale Hunde mit den Lebenshektikern in einen Topf zu schmeißen und bei ihnen die gleichen neuronalen Verbindungen voraussetzt, hattest du weder einen reizoffenen noch nervenschwachen Hund.

    Dafür braucht es keine Studie. Dafür reicht, solche Hunde auf nem Spaziergang zu erleben, wenn sie es nicht gelernt haben, wenn sie es lernen und wenn sie es gelernt haben, damit umzugehen.

    Ich schmeiß jetzt tatsächlich mal ADHs in den Raum (auch wenn ich es nicht gern mache, aber deine Posts zeigen eigentlich, dass du es nicht verstanden hast). Nicht wo Eltern ihrem aktiven Kind den Stempel aufdrücken, sondern bei einem Kind, das es tatsächlich hat.

    Ließ dich da mal ein. Lies Studien.

    Vielleicht verstehst du dann.

    Befehlsforderer und Kommandogeber bin ich gar nicht

    Dein Hund ist schon der Befehlsforderer (Verhaltenskette und Provozieren der Belohnung) und du bist der Kommandogeber, weil du drauf einsteigst. :sweet:

    An dem Punkt der Spirale seit ihr schon.

    Das ist mein absolutes Negativbeispiel

    Das ist auf keinen Fall mein Weg

    Da seid ihr aber mit deinem Weg gerade auf dem Besten Weg zu hin.

    :sweet:

    Ich mein das wirklich nicht bös. Nur bin ich der Meinung, dass du dir eben gerade selbst Stolperfallen baust und auch noch jedes Mal reinläufst.

    Dass du es nur gut gemeint hast und deinem Hund durch die Spooky Phase helfen wolltest, weiß ich. Und das ist auch nur zu verständlich.

    Aber ja, ich plädiere ganz deutlich dafür, dass du zu nem guten Trainer gehst, der für sowas ein Händchen hat.

    :sweet:

    Ja, hab ich auch gedacht, aber was dann?

    Löse dich von dem Gedanken, deine Erziehung über Clicker, Kekse und Kommandos zu machen.

    Immer nett ist zwar gut gemeint, manchmal aber nicht gut gemacht und erst Recht nicht passend für den Hund.

    Such dir nen Trainer, der sich auch auf der anderen Seite des Horizonts bewegt und dir da Hilfen zeigen und erklären kann. Der dir die ganzen Stolpersteine aufzeigt, die gerade vor euch liegen und du jede Woche über einen neuen Stein fällst.

    Stichworte: sich zurücknehmen. Benehmen. Ruhe reinbringen. Harmonisches Miteinander und nicht Befehlsforderer und Kommandogeber.

    Jede Baustelle, die du mit einem Ersatzverhalten lösen willst, öffnet dir mit so einem Hund eine neue Baustelle. Merkst du ja gerade selbst.

    Damit bewegst du dich in einem Teufelskreis und wirst deinen Hund langfristig hilflos machen, weil er nicht weiß, was er sonst tun kann, außer Ketten zu bilden und auf Bestätigung zu geiern.

    In MEINER Welt hast du da völlig recht. Da wird ne Erwartungshaltung aufgebaut. Ist ähnlich wie mit hohem Trieb in die Futterhand arbeiten. Das ist einfach bei so einem Typ Hund (zumindest meiner Erfahrung nach) definitiv kontraproduktiv. Die kreiseln sich irgendwann einfach selbst hoch und dann hat man ein ganz anderes, deutlich größeres und schwerer rauszuarbeitendes Problem

    Ein Hund sollte grundsätzlich Grenzen kennen. Dann ist das auch recht einfach, dass ihm die Stimme Hinweise gibt, die mehr als eine Verhaltensempfehlung sind. - My way of life.

    Ich hab nichts gegen ein Stop-Kommando. Daß sie ne Erwartungshaltung aufbaut, habe ich erst hinterher gemerkt, da sie bis zum Alter von 9 Monaten völlig ruhig spazieren gegangen ist und gar nicht das Interesse hatte, groß zu rennen.

    *verhaltenskettenalarm*

    :D

    Merkst oder?

    Denk mal drüber nach: Kommando Auto: Kette, Rückruf: Kette, Umorientierungssignal: Kette.

    Machst jetzt nen Stoppkommando, geb ich dir Brief und Siegel drauf, dass es wieder ne Kette mit Erwartungshaltung gibt.

    =)

    KA, ob das Sinn macht denn wie gesagt hatten wir damit bisher keine Probleme. Aber vlt hilft es sie zu loben wenn sie den gewünschten Radius erreicht hat? :ka: Also zb sie geht 3-4m vor dir - du lobst... geht sie weiter Korrektur.

    Wie sollte die Korrektur erfolgen? Wenn ich sie zurückrufe, würde sie auch wieder nur vorrennen und auf den Rückruf warten

    Wie eine Korrektur läuft, ist absolut individuell und ned Pauschal anzuwenden. Aber sie erfolgt dann so, dass Hund eben nich mehr vorrennt.


    Das meine ich mit Hardliner, ich sehe es nicht so ganz oder gar nicht, daß man sich alles gleich sparen kann - auf dem Weg zum ruhigen Hund kann vieles passieren. Das gleiche bei der Diskussion, die ist auch zu Ende, wenn ich nicht alles so sehe, mit einerm zynischen 'dann sei ja alles bestens' kann ich auch nicht viel anfangen. Ist es nicht, aber es ist auch nicht schlecht, sondern grad eher entspant.

    Es gibt Hunde, bei denen Ruhe gerade nicht möglich ist, dann lieber Ersatzverhalten z.B. aufbauen

    Denn auch bei der Rennerei - vor und zurück- da hast du ein Ersatzverhalten aufgebaut - drehst dich jetzt aber im Kreis, weil das Ersatzverhalten wieder mit Erwartungen verknüpft ist, die du ja eigentlich gar nicht haben willst.

    Damit bleibst du einfach in der Spirale mit einem schlauen Hund, der sich ständig den Kick der Belohnung sucht.

    =)