Beiträge von Die Swiffer

    ch finde ernste, griffige Hunde im Plüschkostüm klasse - uns ist der Briard aber auch einfach zu pflegeaufwendig und mir gefallen die Zuchtrichtungen oft nicht unbedingt. Vielleicht interpretiere ich die Rassebeschreibung da über, aber "Ziegenartige Struktur, trocken, geschmeidig, lang mit wenig Unterwolle." hatten die die ich kennengelernt hatte nur bedingt.


    Würde ich mir einen Gossi oder Briard holen, hätte ich nämlich gerne sowas wie deine Hazeli xD

    :klugscheisser: und da wäre das: kann es, will es aber nicht, weil Fell(pflege). :D

    Wobei die gar nich so aufwendig ist, wie es aussieht. Zumindest nicht beim Gos. |)

    Durch Komma getrennt meint zwei unterschiedliche Dinge.

    Ich kann einen reizoffenen Hund haben, der nervös agiert und auf Reize nervös reagiert.

    Genauso ein Hund, der diese Reize sehr wohl wahrnimmt und auch drauf anspringt, aber das Draufanspringen bzw. das Reagieren eine ganz andere Qualität hat.

    Versuch eines Beispiels:

    Hund 1: sieht Reiz und reagiert sofort (Palette reicht von sofort hinterher, kreischen, wenn nicht erreichbar, noch Minuten nach dem Reiz kaum ansprechbar)

    Hund 2: sieht Reiz, sofortige Anspannung----- aber kann sich entweder sofort selbst kontrollieren oder lässt sich durch den Menschen sehr leicht und einfach aus der Aufregung rausholen und das Thema ist dann erledigt.

    Beide Hunde springen auf den gleichen Reiz in der gleichen Geschwindigkeit an - aber der Umgang damit ist aufgrund von Nervenstärke völlig unterschiedlich.

    Die Reizoffenheit wird dann zu einem Problem, wenn da fehlende Nervenstärke hinzukommt und/oder der Halter nicht in der Lage ist, seinem Hund beizubringen, mit solchen Reizen umzugehen.

    Aber das hatte ich ja schon weiter vorne im Thread geschrieben.

    Für mich stellt sich zb. die Frage, ob Freundlichkeit, Offenkeit, quasi das „fröhlich, lustige Begleithund“ zu Lasten von Nervenstärke und Belastbarkeit gehen.

    Ich glaub das Problem ist die Definition von "freundlich, lustiger Begleithund", genauso das Wort "Familienhund".

    Ein freudiger, lustiger Begleiter kann der passende Hund in der passenden Kombination mit dem Menschen werden.

    Was die Leute ja wollen sind aber passende Hunde zum unpassenden Menschen, weil... ja weil Statussymbol, hübsch, optisch ansprechend usw.

    Nee, nee. Ich mein das schon so. =)

    Weil ich es durch die Bank weg bei allen möglichen Rassen so (rein subjektiv) erlebe, dass die fröhlichen/ offenen/ netten Hunde tatsächlich eher die Hunde sind, die reizoffen sind, nervöser und einfach weniger in sich ruhend.

    Während die ernsteren, reservierten Exemplare cooler und gelassener agieren und reagieren.

    Ich hab ja durchaus den Vorteil, dass ich die Hunde auch losgelöst vom Halter beobachten kann und da durchaus Unterschiede aufgrund von Führung durch den Halter und mich sehen kann. Und das zieht sich auch durch Rassen, die jetzt nicht unter Familienhund laufen. =)

    Ich find bei TS-Hunden, Vermehrerwelpen und co. ist es noch mal ungleich schwieriger.

    Schlicht und ergreifend aufgrund der fehlenden Sozialisierung auf Mensch und Umwelt, aber auch zb. der durchaus vererbten gesunden Vorsicht bei Straßenhunden.

    Ein Hund, der nicht die deutsche urbane Umgebung gewöhnt ist, springt natürlich erst mal auf jeden Reiz an, muss aber nicht gleich genetisch reizoffen sein (oder gar nen Deprivationsschaden haben).


    Um beim Thema Zucht zu bleiben: ich finde Labrador ist ein gutes Beispiel, wo man eine Entwicklung sieht, die in die Falsche Richtung geht, um den für jedermann leicht erziehbaren Begleithund zu schaffen (gesundheitliche Sachen lass ich jetzt mal außen vor).

    In keiner Beschreibung steht, dass der Labrador eine grobmotorische, ungehemmte, alles niederwalzende Dampfmaschine ist.... und trotzdem hat er inzwischen diesen Ruf und der kommt ja auch nicht von ungefähr.

    Beardies sind auch so nen Beispiel. Auch die haben nicht (mehr) den Ruf, nervenstarke, robuste Hunde zu sein.

    Für mich stellt sich zb. die Frage, ob Freundlichkeit, Offenkeit, quasi das „fröhlich, lustige Begleithund“ zu Lasten von Nervenstärke und Belastbarkeit gehen.

    Die Swiffer zumindest bei Hazeli versteh ich nicht ganz was gegen so einen Hund in der Zucht spricht?

    Sie ist doch rassetypisch , kommt nah ans Ideal oder missversteh ich dich ? :-)

    Kein einfacher Begleiter... da wären wir wieder beim Thema das halt nicht jede Rasse überall reinpasst und Käufer mal mehr in sich gehen sollten was sie da grade erwarten.

    Statt das die Zucht dann immer mehr zu rasseuntypischen Hüllen geht damit es auch ja nette Begleiter sind (überspitzt gesagt).

    Nee, verstehst mich schon richtig.

    Der Gos an sich ist eigentlich noch ein Hirtenhund (also so der "hübsche Mix aus Hütehund und HSH, reserviert gegenüber Fremden, lässt sich da eher ungern mal anfassen, findet andere Hunde eher überflüssig), wird hier in D aber als netter, sportlicher Familienhund vermarktet.

    Hauptabgabegrund bei Gossis: Beißvorfälle mit dem Halter, Besuch, Passanten. Die Vorfälle sind den allerallermeisten Fällen ganz klar auf Erziehungs- und Haltungsfehler zurückzuführen - dann darfst dich als Züchter in der Szene im Moment warm anziehen.... :muede:

    Hazeli ist perfekt. Einfach rund um ne coole Socke. Mit integriertem Ausschalter. Aber verzeiht eben keine Fehler. =)

    Ich kann se schlecht als Hütehund verkaufen, weils nicht hütet.

    Begleithund ist sie, voll und ganz und macht nen tollen Job, aber ich kann da nicht guten Gewissens Welpen auf die Welt kommen lassen, wo sowohl Züchter als auch Käufer eher nette Begleiter sehen/haben wollen....

    Hier krankt es also gerade auf beiden Seiten - Züchter und Käufer.

    Die wenigsten Leute wollen nen ernsten, griffigen Hund im Plüschkostüm.

    Für die, die es könnten, ist es optisch nix und die, die es nicht können, lassen sich von der Optik halt verwirren.

    =)

    So besser verständlich?

    Ich persönlich würde bevorzugen, wenn man tatsächlich nen bissl schärfer mit sich als Züchter ins Gericht gehen würde...

    Bei mir würde hier keiner der 3 Gossis in die Zucht gehen. Auch wenn sie alle drei ganz tolle Alltagsbegleiter sind - aber da steckt eben auch Arbeit drin.

    Erbse is zwar lieb, sehr Menschenfreundlich und offen und arbeitet toll - kannst aber keinen normalen Menschen zumuten. Zu Reizoffen, zu nervenschwach, zu sensibel.

    Hazeli hat ihr Rassebuch gelesen und kommt damit dann leider nicht mehr so wirklich als einfacher Begleiter in Frage. Leute, die griffige, durchsetzungsstarke Hunde mögen und damit klar kommen, trifft man bei den Familienhundinteressenten eher weniger... |)

    Eggi: reizoffen, sensibel, griffig, durchsetzungsstark - aber nicht unbedingt die besten Nerven. Doofe Kombi.

    Und weil Genetik nu mal nicht so einfach funktioniert und damit die Wahrscheinlichkeit recht hoch ist, dass da recht schwierige Hundetypen rauskommen, die ich nicht einfach so an den Mann bringen kann - wirds nix.

    Wenn ich eine Rasse unter Begleithund züchte, dann wäre zumindest mein Anspruch, dass da Nervenstärke, Souveränität und normales Temperament rauskommen, so dass ich meinen Welpenkäufern nicht gleich noch ne Jahreskarte für nen Hundetrainer und 5 Seminare mit dazu geben muss, weil die Hunde mit nen bissl Bauchgefühl und nen bissl normalen Menschenverstand auch von nem Anfänger gut und einfach zu angenehmen Begleitern erzogen werden können.

    =)

    Und ja, da finde ich, dass sich da die Zucht einfach in die falsche Richtung entwickelt und zwar bei vielen Rassen.

    Sag dann, ob es klappt. Ich fotografier nie mit Stativ |) Hatte zwar mal eins (weil ich dachte, ich bräuchte es), aber praktisch nie benutzt (ich mag es einfach lieber, die Kamera in der Hand zu halten) und so ist es bei meinem Umzug bei meinem Onkel verblieben, der es schon immer mehr nutzte als ich (um seine Grafiken und Malereien für Bewerbungen zu knipsen).

    Mach ich. =)

    Ich üb gerade mit dem 50er.....

    Stativ soll man dann auch nehmen, wenn man merkt, dass man ned weiter kommt, aber mitgehen mit Stativ???? :ka:

    Gut, ich hab keines, von daher muss ich eh ohne klar kommen ...|)

    :fear: Und falls man die Verschlusszeiten nicht hinbekommt, muss man halt an Blende, ISO Schrauben und notfalls den dunkelsten Graufilter draufschrauben, den man hat.

    |)

    *Mitgehen mit der eigenen Armbewegung und Zollstock inner Hand ging schon gar nicht mal so schlecht mit 1/15... |)

    Zollstock is schon ziemlich scharf.:applaus:

    *ich wollt wissen, was da auf mich zukommt|)