Beiträge von Die Swiffer

    Ob ein Hund mit Silvester wirklich kein Thema hat, weiß man erst ab 00:00, wenn die Welt untergeht. =)

    Vielleicht ist man bei dem Thema auch einfach nur vorsichtig, wenn man die Panik eines Hundes an Silvester miterlebt hat.

    :ka:

    Ich genieße es, dass der Opi die Weltuntergänge nicht mehr erleben muss und bin dankbar, dass die Spanier damit überhaupt kein Thema haben.

    Nimueh hat ihr Thema damit. Bis zu ihrem 6. Lebensjahr war die auch tiefenenspannt.

    Inzwischen reagiert sie auf Feuerwerk im TV und im Fernsehen.

    Und daher kriegen se hier alle was zu knabbern und wir sehen zu, dass - wenn es überhaupt Feuerwerk geben sollte- alle so wenig wie möglich mitbekommen.

    Lieber so, als dass einer der Spanier mir das Feuerwerk so richtig blöd verknüpft. =)

    Und ich finde es halt ned schlimm, wenn man die einzelnen Böller durchaus positiv belegt.

    Ich hab es schon so oft erlebt, dass beim ersten Silvester die einzelnen Böller kein Problem waren, dann um 0:00 Die Welt unter geht und danach in den Folgejahren durfte die Halter fröhlich alle Register ziehen, weil genau diese eine Silvesternacht gereicht hat.

    Eggi war an seinem ersten Silvester gerade mal den 4. Tag bei uns und 8 Wochen und 4 Tage alt.

    =)

    Ich hab den ab 22:00 nicht mehr raus in den Garten gelassen (dicht besiedelt mit vielen Feuerwerken für die Kinder).

    Und um 23:45 hat er ne Kopfhautplatte (ne wirklich Große) und Kalbsbrustbein bekommen und hat vom Feuerwerk im Schlafzimmer zwar gut was mitbekommen, aber sich durch den Kaukram nicht weiter stören lassen.

    Letztes Jahr genau das Gleiche und er war soweit gefestigt, dass ihn Feuerwerk so gar nicht mehr interessiert hat.

    Also ja, da war ich beim Knirps vorsichtig, aber so hat er Feuerwerk auch gleich mit saucoolen Kram verbunden.

    :ka:

    Anstehende Läufigkeit, Stress?

    Sie ist kastriert, stressanfällig ist sie durch ihre Krankheit schon, aber normalerweise äußert sich das bei ihr mit Durchfall, aber das könnte schon sein, sie reagiert ja auch auf positiven Stress und unser Sohn ist im Moment da, sie liebt ihn heiß und innig.

    Dann kann auch einfach die Darmperestaltik nen bissl schneller sein...

    Für die Erwachsenen Hunde bedeutet die Leine aber auch Entspannung und Hilfe. Da müssen sie nichts entscheiden, nichts regeln, sich nicht zusammenreißen - nur mitlatschen.

    Da will ich mit Levi auch hin.

    So wurde hier die Leinenführigkeit auch aufgebaut. Schon beim Zwerg. Also nicht nur den Augenmerk drauf, dass die Leine einfach locker bleibt, sondern eben für die Hunde auch mit Entspannung verknüpft.

    Etabliertes Entspannungssignal für alles Mögliche quasi.

    Eben weil ich es für mich angenehmer finde mit 4 Hunden. Und einfach auch überaus praktisch in allen Lebenslagen leinenführige Hunde zu haben.

    :D

    Klar ist ein hormonelles Geschehen (Dopamine, Endorphine usw.) oder auch ein neurologisches Korrelat darstellbar, wenn ein Hund jagt - wie wir das ja bei allen Vorgängen annehmen können, die sich mit geeigneten Apparaturen und biochemischen Messeinrichtungen abbilden, modellieren oder nachvollziehen lassen.

    Bei "Sucht" allerdings ist eben immer auch der Bewertungshorizont mitgemeint, der auf dringende Abhilfe zielt. Weil wir uns das zwanghafte Verlangen nach einem Erlebniszustand, der immer wieder aufgesucht werden möchte oder muss, nicht ohne Leid (früher oder später) vorstellen können. Bei Menschen würden wir sagen, eine Sucht untergräbt unsere Willensfreiheit, also das, was wir eigentlich autonom wollen sollen "müssten", um uns als Persönlichkeiten frei entfalten zu können. Weshalb wir, wenn wir von einer Suchtgeschichte erfahren, Hilfestellungen aufbieten, damit sie möglichst leidfrei endet.

    Und das finde ich im Zusammenhang mit hündischem Jagen - für mich ein, nein das arttypische Merkmal des Hundes - eine zweifelhafte Übertragung. Hm, Problemverschiebung trifft es vielleicht eher. Dass wir damit schlecht klar kommen, wenn ein Hund, den wir in städtischen Verhältnissen bei uns haben möchten, ungebremst jagen würde, wenn er könnte, ist eine Sache (ich habe das Problem). Es zu pathologisieren (mein Hund hat das Problem) - ist für mich eine andere.

    Okay, den Ansatz verstehe ich zu 100 Prozent und da schließt sich dann auch wieder der Kreis zu dem vorhin von mir angesprochenen normalen hündischen Verhalten, das eben nur vom Halter zu einem Problem gemacht wird, weil es nicht in diese Lebenswelt passt. Da spinnt dann nicht der Hund und ist auch nicht „drüber“, sondern er tut eigentlich nur das, worauf er ursprünglich selektiert wurde.

    Danke für deine Erläuterung!

    Hm. Ein Problem wird Jagdverhalten doch erst dann, wenn es unkontrollierbar ist. ;)

    Viele HH sehen ja nicht mal, dass ihr Hund jagt (sich dabei sehr schön selbst belohnt), weil für sie Jagen erst bei Hetzen von Wild anfängt. (Die HH die mit hetzenden Hunden kein Problem haben, lass ich mal bewusst außen vor).

    Für Glücksgefühle muss der Hund ja nicht mal ne Fährte bis zum Ende absuchen.