Beiträge von Die Swiffer

    Mal davon abgesehen wüsste ich wirklich nicht, was ich hätte machen müssen um die Aufregung an Wild bei Vespa abzubrechen in ihren Anfangstagen bei mir. Ziegelstein auf den Kopf wahrscheinlich.

    Genau das habe ich mich auch gefragt, als ich davon gelesen habe, einen hysterisch kreischenden, in der Leine stehehenden (hüpfenden?) Hund aversiv abzubrechen....

    Es gibt Grenzen bei dem, was ich aversiv zu tun bereit bin.

    Hä, hat doch keiner gesagt?

    als ob der Hund daheim den Staubsauger Staubsauger sein lässt, weil er ihn nicht interessiert - da übst du ja auch kein Alternativverhalten, du sagst einfach: Haste nix mit zu schaffen. Und Hund sagt: Ok

    Auf Wild bezogen:

    Siehe weiter vorn bei mir Beispiel Kofferraum geht auf und die Hunde hängen in der Wildschweinduftwolke.

    Ich will ned, dass die sich aufregen und auf 180 ausm Auto steigen. Da gehts dann gar nicht um das Jagen, sondern die Aufregung.

    Oder die letzte Rehbegegnung.

    Erbse hat geguckt, kurz überlegt.

    Es gab das "lass es".

    Ist das Verbot, hinterher zu gehen, sich aufzuregen/hochzuspulen.

    Eigentlich geht's um die Intention dahinter: haste nix mit zu schaffen, reg dich nicht auf. Oder kurz und knapp formuliert. "DAS will ich nicht."

    =)

    :sweet: ich hoffe, der Unterschied zwischen dem entspannten Schnüffeln "halloooooo, wer warst denn du" und dem Lufteinsaugen Marke "Wooowoooooo!"

    |) ist klar geworden?

    jawohl ja! Da kommt es jetzt auch minimal ( |) ) auf mich und meinen Fokus auf sie an.

    Denn es dürften nicht nur Bruchteile von Sekunden zwischen Geruchsaufnahme und Sprint liegen :ugly: (was eh nicht mehr vorkommen kann, weil natürlich Schleppleine dran ist :klugscheisser: )

    Da wäre für mich- ähnlich wie bei Hummel das Bausteinchen generelle Aufregung mal ein Blick Wert.

    Ein Hund, der auf 100 Sachen Gassi durch den Wald läuft, ist natürlich schneller auf 180 und nimmt eine Spur auch gerne mal als willkommenen Grund, um auf die 180 zu kommen.

    Meine Hunde machen zB nen Unterschied zwischen Gatterwild und Waldwild. Gatterwild verhält sich selten so wie Waldwild.

    Von Wild in Wildtierparks, das sogar noch von Besuchern gefüttert werden, mal ganz abgesehen.

    :hust:

    Zumal sich auch der Mensch bei Gatterwild etwas anders verhalten wird, da ja Zaun dazwischen und meistens ne Leine am Hund. Hat man gleich im Kopf ne andere Haltung, als wenn das Reh plötzlich im Wald über die Kreuzung hüpft.

    Die Swiffer dass du abbrichst, sobald einer deiner Hunde eine Spur aufnimmt und dieser dann nachgehen möchte, korrekt?

    Ich versuche mal zu beschreiben, wie das so im Groben und Ganzen abläuft, worauf ich achte etc.

    Eines meiner Barometer sind tatsächlich die Ruten. Hängen sie entspannt, geht der Kopf mal runter, man schnüffelt mal hier und mal dort - alles grün. Sollen und dürfen sie immer und die ganze Zeit. Auch wenn es ne Spur ist. Natürlich dürfen sie kurz dieses "ach, was war denn hier?" Schnüffeln und abchecken, was/wer den Weg gekreuzt oder vor uns lang ist.

    Es sind keine Roboter. Sie sollen ja ihre Umwelt schon wahrnehmen.

    Aber ja, verfolgen einer Spur ist verboten.

    D.h. in dem Augenblick, wo sich die Körperspannung/Körpersprache des Hundes ändert, folgt das Verbot oder das Weiterrufen (je nach Hund).

    Den der Moment, in dem sich der Hund entschieden hat, dass die Spur interessant genug ist, dass man es mal versuchen könnte, der war dann schon.

    Siehe oben: sie entscheiden sich ja auch durchaus bewusst dagegen, einer Spur zu folgen. Wenn man mal bei Schnee durch den Wald geht, sieht man so hübsch, dass die Hunde eigentlich permanent über Spuren stolpern und sehr, sehr häufig einfach ganz relaxed weitergehen können.

    |)


    Zum Thema Starren:

    Keep it simple.

    xD

    Gucken: ja, Starren: Nein.

    Generelles Abwenden und irgendwo hinwenden: super.

    Bei den Wäldern gibts hier auch verschieden bewilderte Ecken, auch da konnte ich anfangs in die nicht so extremen Ecken ausweichen.

    Wir wohnen auf dem Land. Da ist nix mit weniger bewilderten Strecken.

    Mader und Co tanzen hier abends auf der Straße im Dorf Tango, am Feldrand purzeln dir die Fuchswelpen sprichwörtlich beim Spielen vor die Füße, das Reh grast mittags um 12 am Sportplatz.

    Das meine ich mit Laborbedingungen, die ich nicht habe.

    Wir gehen raus und sind in der Natur, mit allen Konsequenzen und das bedeutet auch, dass ich den Abstand zu Wild nicht kontrollieren kann, auch nicht, wie viele Wildbegegnungen wir haben- ok, ich gehe bewusst nicht zur Rushhour des Wildes durch den Wald, die Begegnungen, die wir tagsüber haben, reichen mir vollkommen.

    |)

    Das letzte Reh ist keine 3Meter von meinen Hunden entfernt über den Weg, da brauchte es keinen Abbruch, da reichte das wirklich nette Verbot als Erinnerung für Erbse, die kurz drüber nachgedacht hat.

    Vor nen paar Monaten sind wir in einen "Rehsturm" geraten, mehrere Rudel rannten kreuz und quer um uns rum, meine Hunde verbal festgetackert aufm Boden im Platz.

    Irgendwann vor zwei Wochen turnte direkt neben Erbse ein Eichhörnchen auf dem Boden rum, sie kurz geguckt, sich ihr Lob fürs Wegorientieren abgeholt - fertig.

    Übrigens ist das der Hund, der mit 12 Wochen mal ner Wildspur folgte und weg war.

    :ugly:

    Ich arbeite so, dass ich möglichst so trainiere, dass der Reiz eben noch stemmbar ist für meinen Hund und da dann positiv mit viel Spass bei mir

    Find ich gut :gut: .

    Ich wohne leider nich so, dass ich die Bedingungen kontrollieren und gezielt irgendwas trainieren kann (will).

    Da läuft der gesamte Alltag unter Lernerfahrung.

    Geht los, dass der komplette Wald nach Wildschwein riecht, wenn ich nur die Autotür öffne und dann eben verlange, dass meinen Hunden nicht schon hohldrehen bei dem Duftschwall, der ihnen entgegen kommt, wenn ich die Kofferraumklappe aufmache.

    =)

    Ich persönlich arbeite nicht ernsthaft aversiv am Jagdverhalten mit meinem Jagdhund. Ich fände das ehrlich einfach fies einen genetisch derart ausgerichteten Hund wildrein zu trainieren über Abbruch und Co. Macht für mich keinen Sinn. Und ich glaube auch ehrlich nicht, dass es erfolgreich wäre

    Äh - ja, ich weiss? Trotzdem gibts das recht oft? Und wird eben aversiv aufgebaut

    Dein erstes Posting in dem Sinne bezog sich ned auf andere und wie die das machen, sondern auf dich und deinen Hund.

    Und hast du eben durchklingen lassen, dass du keinen Wildreinen Hund haben möchtest, weil du es unfair findest.

    Wenn du für dich mitm Vizsla rein über Umorientierung Wildgehorsam bekommst, ist doch prima und auch genau wohl das, was du willst.

    Von daher verstehe ich gerade nicht, worum es dir bei deinen Aussagen geht?