Einfach bei Aufregung sagen können "du, passt gerade nicht, komm runter".
Ich kann Dir gar nicht sagen, wie gerne ich mir das bei Dir mal anschauen würde
oh Gott bewahre... Lass es dir lieber von nem Trainer zeigen.
Ich bin auch nur Hundehalter, bei mir menschelt es ganz oft, so dass ich meinen Werkzeugkasten weit aufmachen, drin rumkrame, mir mitm Hammer auf den Daumen haue, entnervt den Kasten wieder zuhaue, mir Kopfhörer auf die Ohren setze und nix hören und nix sehen will, weil heute wird das alles nix und dann schmoll ich, stelle fest, dass ich wieder irgendwen zu sehr im Fokus hab, mach ne Rolle rückwärts, hau mir das Nudelholz und mach es dann besser. Oder versuch es zumindest.
große Glück habe, dass Bobby von Anfang sehr gut von selbst zur Ruhe gefunden hat, wenn er abgemeldet war. Der lag schon als Welpe dösend im Café, ohne dass wir da explizit auf ihn einwirken mussten.
Sowas ist mega.... da hat man so herrlich den Fokus nicht aufm Hund, was deutlich zur inneren Entspannung beiträgt.
Das ist hier mit den Senibelchen teilweise echt ne Gratwanderung. Einerseits muss man auf sie achten, dass sie keinen Blödsinn machen (was man halt schon bei nem Jäger und bei nem Menschen fressenden Hund machen sooohooollte), andererseits trägt genau dieser Fokus zu dem Quäntchen innerer Anspannung bei, das reicht, um nicht mehr ganz so entspannt zu sein.
Aber wer kennt diese schöne Eigendynamik zwischen Hund und Halter nicht. Zwischen "oh, ein Hund!!" und "oh, ein Hund liegen emotionale Welten.
Und dann gibt's ja noch solche Hunde, die sich nen Dreck um die Gefühlswelt ihres Halters scheren und einfach ihren Stiefel durchziehen (*zu Hazeli schiel*)...
Down (ich nehme an Platz mit zur Seite legen ist hier gemeint) bekommst und das wirklich auf Knopfdruck, aber wie hast du das aufgebaut?
Genau. Das normale Platz ist zb fürs Longieren bei ihm und da ist es "nur" ne Ablage. Kein Ausschalter in dem Sinne.
Aufm Bauch kann er nämlich so wunderbar semientspannt liegen.
Aufbau: nen paar Mal erklärt, was ich von ihm will, sprich Down = leg dich auf die Seite, entspann dich, bleib liegen. Und dann eben ins Eingemachte gehen, mit Hausleine dran, dass ich notfalls gegensteuern kann, falls er sich entziehen will. Und dann eben Down heißt Down, scheiß egal, was vorher war.
Und damit nicht wieder selektiv gelesen und verstanden wird - 1x Fett Gedrucktes.
Damit dann keiner sagen kann "hab ich ned gesehen"
- Aufregung regulieren ist nur ein Puzzelteil und nicht der heilige Gral
- Belohnen und Bestärken gehört genauso dazu
- Ziel sind relaxte Hunde, deren Stressanpassung funktioniert und Ziel ist es nicht, Zombiehunde zu formen
- ein Junghund ist ein Junghund und der soll auch bitte Bunte Knete im Kopf haben
- es geht nicht um Ruhe, Ruhe, Ruhe oder den Hund zu deckeln, es geht darum, dem Hund zu helfen, mit Gelassenheit dem Alltag zu begegnen
- Aufregung regulieren fängt nicht erst an, wenn der Hund schreiend in der Leine steht
Soooooo....
Dann wollen wir mal.
Als Paradebeispiel nehm ich mal den Eggnog, keine 3 Jahre, angeborene und erst in diesem Jahr entdeckte SDU.
Baustellen waren wie für Junghunden typisch und nicht ganz unüblich:
- schlecht zur Ruhe kommen
- Menschen scheiße finden
- größenwahnsinniger Jungrüde
- aus der Aufregung raus Jagen und Attackieren von Autos/Joggern/ Fahrradfahren
- Alles umbomben, was im Weg ist, wenns raus geht
Dann nehme ich mir meine 4 Puzzelteile:
1. Bestärken von erwünschten Verhalten
2. Abbruch (konditioniert)
3. Not- Ausschalter (konditioniert)
4. Aufregung regulieren (konditioniert)
Zu 1. Brauch ich hoffentlich nix sagen.
2. Ist so individuell und auf den Hund abgestimmt aufgebaut, sollte eh nur der Notanker sein, falls mal irgendwie gepennt oder sonstigen Scheiß, dass alle Erklärungen hier überflüssig sind.
3. Notschalter:
Im Prinzip Hund hochspulen (aktiv) und dann den Ausschalter konditionieren.
Beim Nog isses zB das Down, hier nen Video aus der Aufbauzeit.
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Überaus praktisch in der TK, wenn er als Begleitung mitkommt und ich ihn einfach nur relaxed irgendwo liegen haben will und ich gerade nicht den Kopf für Nr. 4 habe....
Nr. 4 Aufregung regulieren.
Wie gesagt, geht's bei mir im Idealfall damit los BEVOR der Hund sich hochspult.... Sprich der Weg dahin.
Kurz überleg: Körpersprache entspannter Hund? Rute hängt entspannt, Ohren sind entspannt, Körperspannung is locker, das Gangbild ist locker.
Körpersprache angespannt/Aufregung ohne den Grad der Aufregung zu bewerten:
Ohren sind gespitzt, Rute ist iiiirgendwo, aber nicht entspannt, Körperspannung is drin, der Trab is eher staccato als leicht und federnd, Schritt ist eher trippelig als entspannt schlendernd.
Hier dann mal der Eggnog, Herr Größenwahn, neigt dazu, sich vorn hochzuspulen, Kreuzungen abzuchecken, Entscheidungen zu treffen, die er nicht treffen sollte .
Möglichkeit 1: das Mitarbeitergespräch unter 4 Augen, wenn er auf dem Weg ist, sich hochzuspulen.
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Wie gesagt, blablabla konditioniert. Ansprechen heißt also "Hör mir mal zu" und alles an mir Blick/Körpersprache/ selbst der Gedanke im Kopf signalisiert: "Schatzi, das will ich so nicht. Nimm dich zurück, komm runter."
Nimmt Hundi sich dann zurück, alles tutti.
Wenn nicht, setze ich nach. Und dass ist dann wiiiiirklich individuell. Schritt druff zu, ein (konditionierter) Plopplaut mit den Lippen, nen "Hömma" oder oder oder oder.
Voraussetzung: Ich nehme mir die Zeit, das Gespräch auch mit einem Konsens beenden zu können, ich bin in dem Augenblick voll da und hab nicht noch 38389 andere Sachen im Kopf.
Vernünftig aufgebaut, klappts dann eben auch bei 0auf100 in unter 1 Sekunde.
Geht wunderbar beim Thema Rausgehen, Fressen, Besuch, Türklingel, Hundesichtung, selbst Aussteigen ausm Auto: Zittern vor Aufregung, Fiepen, Kläffen, Hüpfen. Wer mir nicht zuhört, kommt zB nicht raus.
Hab ich 2839392 andere Sachen im Kopf:
Möglichkeit 2: ich schicke den Hund einfach von mir weg. Keine große Dynamik, kein Wegtreiben.
Im Falle vom Nog ist es ein normales "Abmarsch". Ergebnis: Hund geht von mir weg, setzt sich hin und denkt drüber nach. Wir gehen ganz normal weiter. Schließt er sich mir unaufgeregt an, gibt's ne kleine Berührung am Kopf (sein Signal für "zwischen uns ist alles ok).
Möglichkeit 3: wirklich gar nicht erst in die Situation kommen.
Also darf er, wenn er nicht wiiiiirklich entspannt ist, nicht vorlaufen und hat mir alle Entscheidungen zu überlassen.
Ist er relaxed, alles tutti. Wenn nicht, dann nicht. Nicht wegen irgendwelcher Dominazgeschichten, nicht wegen irgendeinem Erziehungsquark, nicht wegen xyz. Sondern schlicht und ergreifend, weil ich Hundenerven und meine Nerven schonen will, ich meinen Hund mag und keinen Nerv hab, ihm zu sagen, was er tun und lassen soll. Denn: hinter/neben mir hab ich nen gechillten Hund, der seine Hundedinge tut und seine Seele baumeln lassen kann.
Hier jetzt mal ein Beispiel für Seele baumeln lassen, schon recht am Ende der Runde....
Es gibt aber auch Hunde, die verunsichert mein Abbruch zusätzlich. Also Hund ist aufgeregt, wird von mir zurechtgewiesen, wird noch aufgeregter, weil er ja offensichtlich gerade was falsch macht. Wie weit will ich dann gehen bei einem aufgeregten Hund, um ihn runterzufahren
Ich greife mit das jetzt einfach mal stellvertrenden raus, weils scheinbar ist es ja immer noch nicht so ganz klar bzw. Verständnisschwierigkeiten gibt:
Du pfefferst nem aufgeregten Junghund nicht einfach nen Abbruch um die Ohren.
Das Aufregung kontrollieren und regulieren wird genauso geformt, wie alles andere auch.
Bei mir ist das Aufregung regulieren noch mal was völlig Anderes als der Abbruch.
Und das Aufregung regulieren meint nicht eingreifen, wenn die Hütte brennt, sondern da geht's schon wesentlich eher los.
Hund fährt sich (im Idealfall) selbst runter, ohne dass ich was tun muss. Ich brauch bloß warten
Und da fände ich es einfach unfair, den Hund in dem Stress zu lassen und zu warten, anstatt dem Hund an die Hand zu geben, dass er sich nicht aufregen muss und im weiteren Verlauf Hilfestellung, was er ansonsten tun kann, so dass er mit dieser Hilfestellung für sich selbst Lösungsansätze finden kann.
Klar kann man bei nem Hund, der kurz hüpft, quängelt, sich dann hinsetzen kann und sagt "ok, dann eben nicht" halt wirklich gut daneben sitzen.
Hast nen Hund mit 25kg, wirds uU im Arm nen bissl unangenehm und wenn aus den 2 Minuten Hüpfen und singen 10 werden, ist das mMn kontraproduktiv.
Abgesehen von der Niereninsuffizenz ist alles tipptopp. Tolle Zähne, vorbildlichster Blutdruck, hübsches Herz und die Lunge klingt für seine Verhältnisse auch toll.
Seit gestern hat er was Neues
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Zum Glück kennt er Inhalieren mit Maske ja schon und dementsprechend einfach war es jetzt, dass er sich daran gewöhnt.
Somit beginnt ab heute Plan 100233: ausschleichen vom Cortison, in der Hoffnung, dass das Aerosol- Medikament ausreichend ist. Wenn der Plan funktioniert, sind wir Anfang September mitm Cortison durch.
Wenns nicht funktioniert, ist es die Wahl zwischen Pest und Cholera. Entweder machen dann die Nieren schlapp oder eben die Lunge.
Die Nierendiät verträgt er super, die geb ich ja schon seit dem Blutbild. US hat dann leider die Diagnose bestätigt.
Ansonsten können wir nicht meckern, vorbildlicher und braver Patient.
Der Rest hat zu ignorieren und keine Entscheidung zu treffen.
Seh ich ganz genauso.
Suche noch nach einer Strategie, meinem Terrier zu verklickern, dass das auch für ältere, große, sehr schwere Männer mit lauter Stimme gilt, die einfach das Gartentor aufmachen und in unseren Garten reinspazieren, so wie sie es schon seit 10 Jahren machen, da mit uns verwandt
Jack findet das... öhm... gewöhnungsbedürftig
Da ich bei nach vorne gehenden Hunden keinen Spaß verstehe, bin ich da ziemlich rigoros.
Ob was und wie zu viel ist, hängt echt vom Hund ab.
Hazeli ist quasi im Gassiservice groß geworden, die war jeden Tag mit auf Tour, einfach weil sie vom Naturell her so grundcool ist.
Beim Nog reichen 1-2x die Woche mit auf Tour oder Stadt....
Er mag es, kennt die Tage, an denen er mit kommt und wartet dann schon am Auto. Und das obwohl es echt kein Happening in dem Sinne ist und ich nicht den Erklärbar spiele, er oft genug noch nen Abbruch kassiert, aber er findet es dann doch ziemlich cool.
Besuch kriegen wir eh nur alle Jubeljahre, da kann also gar kein Gewöhnungseffekt eintreten. Als Eggi 1,5 war, hatten wir das erste Mal Besuch seit 3 oder 4Jahren..o Aber beim Thema Mensch bin ich dann auch (rassebedingt) einfach gestrickt. Wer neutral bis freundlich ist - super. Der Rest hat zu ignorieren und keine Entscheidung zu treffen.
Ich hab weder in dem Alter gezielt trainiert, noch sonst irgendwann- sondern hier schlicht und ergreifend Alltag gelebt.
Sprich:
- die Zwerge durften mal mit auf die Arbeit kommen (Gassiservice), in dem Rahmen hieß es dann auch mal im Auto warten, dann an verschiedenen Orten Gassi gehen, sich beim Fremdhund benehmen.