Einer der besten Trainer, die ich je hatte, hat mich in der ersten Stunde zum Heulen gebracht. 
Auch heute, 15 Jahre später würde ich nicht mit ihm nen Kaffee trinken gehen, aber Training- immer. 
Da sind Leute glaube ich echt unterschiedlich. Da muss man in sich reinhorchen, ob man mit sowas "kann" oder nicht. Ich kann es nicht gut, dementsprechend bringt dann auch das Training radikal weniger für mich.
Mag sein, dass das von der Persönlichkeit abhängig ist.
Mitgenommen hab ich bei jedem Trainer, bei dem ich bisher war, etwas, was mich weiter gebracht hat. Auch wenn es zb gar nicht meiner Art entsprach.
Wenn ich also "nur" Input haben will, neue Denkanstöße, paar Gedankenspielereien, "nur" etwas mitnehmen, dann ist es mir wirklich wurscht, ob Trainer und ich "miteinander können".
Hab ich nen Problem (und/ oder sehe andere Probleme gar nicht und find das alles gar nicht schlimm), brauche ich niemanden, der mir Zucker in den Po pustet, mir sagt, dass ich das alles schon ganz toll mache, bla und blubbert.
Dann brauche ich jemanden, der mit mir Tacheles redet, bei dem ich mir nicht nur das merke, was ich hören will, nicht nur das verstehe, was ich verstehen will. Sondern jemanden, der mich auf den Boden holt, bei dem ich begreife, bei dem ich mich weiterentwickeln kann.
Und wenn ich das bei jemanden kann, eben weil er dermaßen konstruktiv kritisiert, dann muss ich nicht mit dem einen Kaffee trinken gehen, sondern nur zuhören und lernen.