Wenn ich so zurückblicke (Pflegis und Servicehunde mal außen vor gelassen):
Von den letzten 8 eigenen Hunden waren zwei Aufregungsjunkies.
Der Rest völlig normal, von der Welpen bis über die Junghundenzeit bis hin zum Erwachsenen Panikhund ausm TS.
Bis zu den beiden Junkies hätte ich auch gesagt, "Ach passt. 1 -2 Jahre und dann ist man stolz auf den Hund. Kann überall mit ihm sein, meistens klappts super, ab und zu braucht es noch Management, aber Hundi ist halt nen normaler Hund."
Und dann kamen die Junkies. Wer dann meint, dass es total toll für nen Hund ist, permanent unter Stress zu stehen, spielt lustiges Roulette mit der Gesundheit seines Hundes. Eine solche Form von Stress macht Krank. Das ist nicht mal ne neue wissenschaftliche Erkenntnis, sondern schon ziemlich alt.
Also fängt man an, sich damit zu beschäftigen, wie man seinem Hund den Stress nehmen kann, den der Hund hat, sobald er wach ist. Ansprechbarkeit ist das Eine, ändert aber ja zb nix daran, ob ein Hund aufgeregt ist.
Gehorsam ist das Andere, ändert aber ja zb nix daran, ob ein Hund aufgeregt ist.
Beispiel: kennt vielleicht doch der eine oder andere - das formal entspannte Laufen an der Leine.
Wunsch: Hund läuft entspannt(!) An der lockeren Leine.
Realität: Leine ist locker, der Hund zeigt Stresshecheln, will eigentlich hierhin, dorthin, glotzen, fixieren, tänzelt, dotscht mal zufällig ins Bein, schiebt sich hier und da mal unauffällig vor.
Joa. Leinenführigkeit sitzt. Aber nicht so, wie gewollt. Da wären wir dann beim Thema Aufregung.

Keine Ahnung, vielleicht muss man so nen Junkie einfach mal gehabt haben, damit der Erfahrungschatz bereichert wird und man vielleicht eine andere Sicht auf das Thema Stress bekommt.
Vielleicht reicht aber, dass man 32kg Hund wie auf Ecstasy einfach nicht so lustig und cool findet, um sich mal ernsthaft mit dem Thema auseinanderzusetzen, seit wann es bitteschön hipp ist, dass Hunde wie Junkies durch die Welt rennen, weil Langsam leider im Hirn nicht vorgesehen war.
