Beiträge von Die Swiffer

    folglich sollte man sich nicht unbedingt das gegenteilige Geschlecht holen... somit würde man vielleicht manches Problem gar nicht erst aufkommen lassen

    Dann hätte man ruck zuck - wenn man so denkt- gleich nen anderes Problem: Hündinnen finden nicht immer andere Hündinnen toll, erst Recht nicht in ihrem Viertel.

    Und nu?

    :ka:

    Hier leben 2 Rüden&3 Hündinnen in einem Haushalt, die Straße ist bunt gemischt, DSH (Rüden) Dobermann (Hündin) weißer SH(Hündin), Border (Rüde), Terrier (Rüde), Herder (Hündin), Collie(Hündin).

    Und das ist nur unsere Straße...

    Ich mache das Geschlecht des Hundes davon ab, was am Besten hier charakterlich in die Gruppe passt.

    =)

    Der Big Boss im Quartier duldet auch keine Nebenbuhler

    Ja, Moment- da geht's dann um die reine Fortpflanzung, andere Komponenten lassen den Boss wohl eher kalt. Den wirds ned jucken, ob ein Knirps Hormonstress hat und nix frisst oder sich dessen Prostata vergrößert.

    Aber bei der Fortpflanzung - auch bei Straßenhunden hätten wir dann ne Bestandsregulierung. Die kommt sehr wohl auch unter Straßenhunden vor.

    "Komm damit klar, stirb oder geh".

    Aber bei denen ist das Leben ja immer noch deutlich komplexer als das Leben der Haushunde, mit 2x lecker Fressen, den Luxus, Energie für Spielen&Co vergeuden zu können, einen festen eigenen Schlafplatz, tierärztliche Versorgung.

    Diese Regulierung haben wir ja so in der Regel bei unseren Hanicht. Und auch der Mensch greift wohl eher nicht mal so kompromisslos maßregelnd ein, wenn ein kleiner Rüde sein Hormömchen entdeckt, so dass er vor die obige Wahl gestellt ist.

    =)

    Im Gespräch mit den TÄ, die ihn kastriert haben: wohl ebenfalls gar nicht mehr so selten, dass die Schilddrüse unter dem Streß oder unter dem Chip ins Chaos gestürzt wird.

    Aber warum wird das mehr? Liegt es „nur“ an der erhöhten Hundedichte? Wurde da früher züchterisch mehr drauf geachtet als heutzutage? Letzteres kann ich mir irgendwie nicht vorstellen

    Keine Ahnung, müsste man mal untersuchen.

    Wie häufig mit SDU zb gezüchtet wird, ohne dass die SDU bekannt ist, wie oft hypersexuelle Rüden decken...

    Beides kann vererbt werden. Je häufiger es vererbt wird (weil zb nicht bekannt) umso häufiger hast die Veranlagung dazu in der Hundedichte.

    Auf der anderen Seite nimmt natürlich auch mit der Hundedichte die Läufigkeitshäufigkeit zu.

    Da sind dann nicht mehr nur 2 Hündinnen im Viertel Läufig, sondern 15 - der Duftstoffgau, quasi.

    Ich kann nur sagen, dass es für "meine" TK gar nicht so ungewöhnlich ist, dass das passiert.

    Na ja, dass gechipte oder kastrierte Rüden allesamt ungeschlechtlich werden, ist genauso ein pauschales Vorurteil, wie Kastration löst alle Probleme.

    Mal nen paar Beispiele, wie unterschiedlich es aussehen kann:

    Meinen Beardie hab ich damals frisch kastriert ausm TS übernommen - der musste noch mal gechipt werden - Ursache: 3Hoder. Kam erst viel, viel später heraus.

    Unter dem Chip zog hier ne Hündin ein, ihre erste Läufigkeit war etwas anstrengend, aber er hat es gelernt.

    Während und nach des Chips war er zb weiterhin interessiert, konnte sich aber kontrollieren und hatte abgesehen von der einen Läufigkeit keinen Stress. Nach der Entnahme des dritten Hodens blieb alles gleich. Da hat sich genau gar nichts verändert.

    Mein uralt Rüde (kastriert übernommen) ist ein Rüde. Er hat Interesse, würde decken, ist absolut klar im Kopf.

    Beide kastrierten Rüden mussten übrigens während der Läufigkeiten der drei Hündinnen, wenn wir nicht da waren, von den Mädels getrennt werden.

    Mein Jungrüde: Sexualität mit 8,5 Wochen. Bumms da.

    Gechipt vor dem ersten Lebensjahr.

    Inzwischen dann doch kastriert: jetzt ist er wie ein normaler Rüde. Er hat Interesse, kann sich aber selbst regulieren, ist klar im Kopf und hat keinen Stress mehr.

    Im Gespräch mit den TÄ, die ihn kastriert haben: wohl ebenfalls gar nicht mehr so selten, dass die Schilddrüse unter dem Streß oder unter dem Chip ins Chaos gestürzt wird. (Beim Nog is zB noch nicht raus, ob die sich wieder einbekommt).


    Sitterrüde bei seinem ersten Urlaub hier: unkastriert - kam direkt am Anfang der Standhitze von drei Hündinnen hier an.

    2 Tage lang erklärt, wie er sich zusammen reißt, danach gings. Ohne Stress.

    =)

    Aber: Kastrieren ist ja nur ein anderes Wort für Versagen - und genau das Denken finde ich gefährlich

    Mal nen ander Blickwinkel:

    Ziel der Erziehung bzw. Im Zusammenleben mit einem Hund ist für mich immer, dem Hund die größtmögliche Freiheit gewähren zu können.

    Egal ob Jagen, Probleme mit Artgenossen oder oder oder.

    Und ists hormonell bedingt so, dass ich bei nem Hund permanent den Daumen druff haben muss, damit er halbwegs entspannt leben kann, er aber dadurch natürlich nicht die Freiheit bekommen kann, die rein theoretisch möglich wäre - dann ist das zumindest für mich ein sehr zweischneidiges Schwert.

    Denn ein permanentes Kontrollieren, wann/wie/wie lange/wie oft ein Hund schnüffelt/pinkelt/markiert/sich verhält etc. Pp. ist für mich genau das: Kontrolle, des Freiraums, der möglich ist, aber nicht die größtmögliche Freiheit.