Beiträge von Die Swiffer

    Für mich bleibt es einfach ein Zusammenspiel von

    - Genetik

    - Sozialisierung

    - Wohnumfeld

    - Können des Halters

    - Macher oder Denker Hund

    Naturgemäß stellen einfach Züge wie ambitioniertes Jagen oder Unverträglichkeit je nach Wohngebiet den Halter vor eine Herausforderung.

    Lebe ich so, dass ich vor der Tür nen sehr weitläufiges Wiesengebiet ohne Wild habe, fällt Jagdverhalten weniger auf bzw. ist weniger eine Herausforderung, als wenn man halt beim Gassi 10 Rehbegegnungen innerhalb von 20 Minuten vom Hund sehr, sehr viel Impulskontrolle verlangen. Und ja, wenn der Hund noch nie in seinem Leben einer frischen Fährte oder gar nem echten, lebenden, flüchtenden Reh/Hase/Wildschwein begegnet sind, fällts natürlich leicht, zu sagen "Jagdtrieb voll im Griff".....

    So lange aber HH nicht den Unterschied zwischen wilden 5 Minuten, störenden Verhalten, Dauerstress, Erwartungshaltung, Reizüberflutung, Überforderung erkennen bzw. anerkennen, dass es da massive Unterschiede gibt, ist es schwierig&man dreht sich im Kreis.

    Wir wohnen auf nem Dorf in der Pampa.

    :rolling_on_the_floor_laughing:

    Aber um in die Pampa zu kommen, muss ich halt doch 100 Meter laufen.

    |)


    Und selbst im Wald, in den ich raus fahre oder aufm Hin/Rückweg halte (um meine Ruhe zu haben bzw. den Hunden das Seele baumeln lassen zu ermöglichen, bin ich nicht mehr alleine unterwegs.

    :ka:

    1990, die ersten eigenen Hunde, Randbereich Stadt: 1 große Runde am Tag.

    HSH & Retriever

    1 Hundebegegnung/Woche, alle HH sehr rücksichtsvoll

    In der Straße (300 Meter) gesamt: 5 Hunde.

    Passanten/Freizeitsportler: Sonntags an beliebten Ausflugszielen wie See, Kanaldamm, Wald. Unter der Woche: 0

    2009; Dorf auf der schwäbischen Alb: da hätten auch die E's keine Schwierigkeiten gehabt, kaum Hundebegegnungen, Hunde im gesamten Dorf: 15

    Passanten/Freizeitsportler: am Wochenende bei schönem Wetter

    2010/2011: Randbezirk Stadt in Hessen: Hundedichte spürbar höher, pro Runde 3-4 Begegnungen, nicht alle HH rücksichtsvoll

    Passanten/Freizeitsportler: unter der Woche nachmittags die ersten Walkergruppen, mal Jogger

    Am Wochenende gefühlt Massen an kleinen Gruppen unterwegs

    2022: Dorf in Hessen: auf den ersten 50 Metern sind es inzwischen 10 Zaunpöbler, 4 davon allein auf einer Kreuzung.

    Hundebegegnungen beim Gassi: selbst morgens um 5 geht das Gejodel und Gekläffe los.

    Von der Rushhour ganz zu schweigen.

    Es wird an Mauern/Hauswände/Zäune/Hecken und Autos gepinkelt, Haufen aufm Gehweg nicht eingesammelt, die Hunde dürfen auf fremde Einfahrten kacken und es wird liegen gelassen.

    Rücksichtnahme nimmt ab, Hundedichte zu.

    Passanten/Freizeitsportler: immer und überall, Spaziergänger, Jogger, Radfahrer, Walker.

    =)

    Ich sehe mich als "Durchschnittshundehalter" und schreibe natürlich auch aus dieser Perspektive

    Bin ich auch. ;)

    Für mich, mit den eigenen Hunden, war es zB über die ganzen Jahre selbstverständlich, dass man den Hund immer und überall mitnehmen kann.

    Bis Erbse kam.

    ;)

    Wenn ich skalieren müsste:

    1. Ohne Gewöhnung, jeden Tag dieses Programm: Hazeli und die Omma

    2. Mit nen bissl Gewöhnung, jeden Tag:

    Sam&Nono

    3. Mit seeeeeeehr langer Gewöhnung und dann längst nicht jeden Tag:

    Die beiden E's

    Die beiden E's sind "Macher". Die denken erst später. Reizoffen, reaktiv, temperamentvoll, impulsiv.

    Die anderen sind/waren eher Denker. Das macht es einfach so viel einfacher und ist tatsächlich- im Gesamtpaket mit Wohnsituation, Gassigebiet, Genetik, Sozialisierung, in meinen Augen, das, was einem da in die Hände spielt. ;)

    "Normal" ist nicht für jeden dasselbe.

    Wurde hier bereits mehrfach ausgeführt im Thread...

    "Normal" (mal ohne Corona mit mehr Arbeit):

    Morgens um 9: die erste Gassirunde im Wald, meistens 3-4 Reh oder Wildschweinbegegnungen auf 20-30 Minuten

    Danach mit im Gassiservice. D.h. diverse Stopps an diversen Orten:

    - im Auto warten und mich mit anderem Hund/anderen Hunden (je nach Kundenhund durchaus auch mal sehen, wie Fremdhund mir gegenüber sehr unhöflich wird) oder anderen Hund&Swiffer weggehen sehen (neben dem Auto gibt's dann lärmende Kids, pöbelnde Hunde, Baustelle)

    - mitkommen die Kundenrunde (je nach Kunden Wohnsitz durch die Stadt&Stadtpark, Runde ums Wildgatter, über die Hundewiesenzone, Runde und den Reitstall, Wald, Wiese, Feld, Rushhour Gassistrecke, durch Wohngebiete, vorbei an x Zaunpöblern, durch Kindergartengruppen durch...

    - zum Abschluss oder wenn mal zwischendurch ein Termin ausfällt, irgendwo Gassi gehen.

    Das wäre hier Alltag und das wäre hier die "normale" Gassianforderung.

    Und ja, ich kann jeden Hund verstehen, der das, was da an Input aufs Hirn einprasselt nicht mal eben so packt.

    Erst Recht junge Rüden, wenn die die Geruchswelt der Hormone für sich entdecken.

    =)

    Edit: wir reden so von 9-15Uhr. :sweet:

    Sorry, aber wenn ein Hund mit dem ganz normalen Leben nicht klar kommt, dann stimmt doch was nicht.

    Wenn das mal einer ist, gut. Schlechte Zucht, schlechte Aufzucht, kann ja sein.

    Aber so viele, für die schon ein Spaziergang durch Wald und Feld zu viel ist

    Wie viele Millionen Hunde in D gibt's?

    Wie viele User hat das DF?

    Wie viele User haben ein Thema beim Gassi?

    =)

    Sobald man auf die Relationen sieht, ändert es ein bisschen das "soooo viele".

    =)

    - Körperlich ausgelastet über Gassi?

    Definitiv Nein. So viel kann ich gar nicht laufen. Die Regeneration ist extrem kurz.

    Körperlich ausgelastet, dafür brauchts hier nen Rennen, wo alles gegeben wird oder insgesamt ü70km Bikejöring an 2 aufeinander folgenden Tagen.

    - kopftechnisch ausgelastet:

    Kommt hier tatsächlich ganz stark auf den Hund an.

    Hazeli zb - nie. Die könnt ich mit egal was für einer Gassirunde/Wanderung/Kopf arbeit weder auslasten noch "drüber" kriegen.

    Die beiden E's: die sind Arbeitsjunkies und würden am Liebsten Arbeiten bis zum Umfallen. Und für die kann alles ein Job werden, Spaß machen, Hormone frei setzen - also muss man gucken, dass sie sich keine Jobs suchen und sich tatsächlich nicht für alles so begeistern lassen.

    :D


    Es gibt reizoffene Hunde, es gibt Hunde mit verkorkster Genetik, es gibt Hunde mit verkorkster Sozialisierung, es gibt Hunde mit seeeehr viel Energie ....

    Kleiner Gedankenanstoß: was alles mit seinem eigenen Hund gar nicht so selbstverständlich ist, merkt man manchmal erst mit einem neuen Hund, wo es eben alles gar nicht selbstverständlich ist.

    ;)

    Mal davon abgesehen, was soll den ein Haushund können ?

    Sich benehmen können, sich zurücknehmen können und nicht immer seinen eigenen Interessen folgen (in Sch... wälzen, jagen von Wild/Nutztieren/ Autos/Fahrrädern/Joggern/Flugzeugen, Nachbars Hund Vermöbeln, Besucher ausm Haus jagen oder an die Wand stellen, Passanten an an Gurgel gehen oder sie freundlich anhüpfen, dem kleinen Kind das Eis aus der Hand klauen....)

    Nett wäre auch alleine bleiben können, den TA nicht tackern, ruhig im Auto warten, kleine Hunde nicht mit Beute verwechseln, nicht wegen jedem Mist Anschlagen....

    So grob .

    Ganz ohne Sitz und Platz und Fuß und Deckenkommando.