Beiträge von Die Swiffer

    Siehst du - das ist hier zwar nicht normal, aber eben auch keine Ausnahmesituation. So unregelmäßig, dass keine Gewöhnung eintreten kann und leider leider kommen und gehen die Rehe auch immer so unzuverlässig, dass man da nichts gezielt üben kann. ;)

    Aber ich würde wahrscheinlich nicht erwarten, dass er dann diesen Spaziergang leinenlos entspannt abschliessen könnte, ohne in einer Erwartungshaltung zu sein, die ich ständig regulieren müsste.

    Und da wären wir wieder bei

    - Wohnsituation. ;) und Normal und was ein erwachsener Hund so alles können muss bzw. wo man dann einfach kein Pauschal anwenden kann.

    , dass der längere Spaziergänge in der Natur abkönnen sollte, ohne dass er überdreht, sondern dass das im Gegenteil eine absolut hundegerechte Auslastung ist.

    - Genetik

    - Sozialisierung

    - Wohnumfeld

    - Können des Halters

    - Macher oder Denker Hund

    Dein Hund ist 2017 geboren, gell?

    Also hättest du den Anspruch, dass dein Hund auch dann noch cool Bleibt, wenn die 6 Gruppe Rehe 20 Meter vor euch über den Weg rennt, innerhalb von 60 Minuten?

    Und ja, ich bin der Meinung, dass bei mindestens 80% der langanhaltenden Probleme mit dem Hund -insbesondere mit Stress (ausser der Hund ist neurologisch krank) - das Problem beim Halter liegt.

    Wäre mir tatsächlich zu pauschal gedacht. Erst Recht vor dem Hintergrund, dass du selbst schreibst, dass du 2 Jahre viel Arbeit investieren musstest(!), damit es so läuft, wie es jetzt läuft und dass du stolz drauf bist, was ihr erreicht habt. (Was du auch sein kannst)

    D.h. für mich, dass es zb auch bei dir nicht mal eben so easy peasy zu entspannten Spaziergängen kam.

    Soooo, dann nehmen wir mal das typische Alter, wo es bei vielen Rassen nen bissl komplizierter wird, 1-3Jahre, wenn sich die Hormone sortieren, der Hund seinen Charakter festigt, Veranlagungen zum Vorschein kommen- da investieren HH dann ebenfalls viel Arbeit, damit am Ende entspanntes Gassi raus kommt. Sind die Halter jetzt unfähig oder hat der Hund nen Nervenproblem?

    Ich hab hier nen Hund in der Gruppe sitzen, den ich als selbsterziehend bezeichnen würde, die einfach von Tag 1 nix an Erziehung gebraucht hat, sondern mir wirklich alles geschenkt hat. Von der ab Werk eingebauten Leinenführigkeit bis zum Nicht Jagen, nicht zu Hunden/Menschen hinwollen, nicht mal Aufregung, wenn man anderen Hunden begegnet.

    Ich bedanke mich jeden Tag, dass sie so herrlich unkompliziert ist. Weil ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist.

    Ich hab Kunden ---- nie ein Hundebuch gelesen, machen im Prinzip jeden Fehler, den man machen kann, Erziehung wird überbewertet - trotzdem alle 3 Hunde (Terrier-Pudel-Mix, Eurasier, Goldie) kann man überall mit hinnehmen, die sind einfach absolut traumhaft, sind cool und gelassen. In jeder Situation.

    Ich finde das total faszinierend. Entspannte Hunde machen halt auch entspannte Halter.

    :D

    Natürlich. Es war Schneeweiß. :pfeif:

    Und ich bin mir sicher, daß es auf der Stirn einen verräterischen Fleck hatte.

    :sweet:

    Ich wollte das ja mitnehmen, aber mir wurde versichert, dass es nicht ins Auto passen würde. :(

    Was ich aber verstanden habe, ist, dass man das Wohnumfeld

    Und bei genauerer Betrachtung- das ändert sich. Das ist der Lauf der Zeit.

    Als wir hier vor ü10Jahren ins Dorf gezogen sind, hab ich mir zB nicht SO vorstellen können, dass

    - Die Hundeanzahl im Dorf so explodiert (was aber nachvollziehbar ist, die Einheimischen werden alt, ziehen weg oder sterben, junge Familien kaufen die Häuser und dann kommt der Hund und dann kommt noch Corona oben druff

    - dass die Areale immer weniger werden, in denen man seinem Hund ohne Risiken auch mal Welpenblöd, Junghundenergie haben lassen kann. Neue Bebauung, gegründete Naturschutzgebiete, man möchte dem Knirps gern die Erfahrung im Spiel in den stromführenden Zaun zu rennen oder "leider mal zum falschen Hund abgedampft" oder von Fahrradfahrer überfahren etc. ersparen.

    Da wird es dann zwischen Bundesstraßen, Bahnschienen und Weiden und etwas unentspannteren Mitmenschen (die nicht gern von nem Junghund begrüßt werden), etwas schwieriger.

    - In einigen Gebieten muss man auch noch das Thema Wolf einbeziehen, wodurch Gassigebiete, Gassigestaltung ebenfalls angepasst werden muss.

    Vielleicht denk ich auch zu kompliziert und/oder suche subtilere (individuelle?) Anzeichen. Oder es passt halt so wie es ist.

    Ich kenn euch ja nicht, kann dazu also nix sagen.


    Aber: wenn man sich auf ein Thema versteift und anfängt zu suchen, dann wird man auch irgendwas finden.

    Beispiel: auf der Suche nach Beschwichtigungssignalen permanent nach dem Hund gucken, ihn beobachten--- zack, Hund fühlt sich unwohl, so im Fokus und was beginnt: richtig, beschwichtigen.

    =)

    So lange aber HH nicht den Unterschied zwischen wilden 5 Minuten, störenden Verhalten, Dauerstress, Erwartungshaltung, Reizüberflutung, Überforderung erkennen bzw. anerkennen, dass es da massive Unterschiede gibt, ist es schwierig&man dreht sich im Kreis.

    Genau das aber find ich als Ersthundehalter mit Labbi grad sehr schwierig. 5 Minuten, ja ok. Aber ich bin mir oft nicht sicher was jetzt zu viel oder zu wenig ist, was ist Pubertät oder einfach Junghund? Was ist der Labbi-Wahnsinn? Manches kann ich vielleicht dann retrospektiv einordnen.

    Es hilft mir hier viel mitzulesen zm meine Dame besser lesen zu lernen und Denkanstöße zu bekommen.

    Es gibt ja je nach Hund unterschiedliche Parameter, von "Im Tunnel sein", was man dann dem Gesicht auch deutlich ansieht, genauso wie Stress Gesicht.

    Nicht mehr ansprechbar sein, wirklich null (keine "ja,ja, habs gehört" und wieder weg).

    Stresshecheln klingt und sieht anders aus, als normales Hecheln.

    Und was im Endeffekt für den Hund das richtige Maß ist, ist einfach Individuell.