Wenn ich Zeit hätte, würde ich das glatt mal herausklamüsern, ob das wirklich so ist.
Hier im Thread haben so viele geschrieben, dass der Hund vom Spaziergang gestresst ist, das waren ganz sicher nicht nur junge Hunde.
Nur für die Adulten geschrieben:
Kämen wir wahrscheinlich wieder auf die Punkte Wohngebiet/Genetik/Sozialisierung etc.
Wie oben festgestellt: der adulte Flat hat als Auslöser sich bewegendes Wild ab einer bestimmten Häufigkeit. Würde der jetzt woanders wohnen, kann es also sein, dass die Spaziergänge mit mehr Stress verbunden wären, ein Hund mit weniger Jagdlicher Veranlagung würde es uU. schlicht und ergreifend egal sein.
Anderer Hund hat als Auslöser zb frische Wildspuren ab einer bestimmten Häufigkeit, da kann dann - je nachdem wie viel im Wald dann gerade los ist, der Spaziergang ebenfalls in Stress ausarten, weil einfach die Selbstkontrolle iwann aufgebraucht ist.
Anderer Hund hat als Auslöser zb andere Hunde. Sich 5x anpöbeln lassen- dafür reicht die Kontrolle vielleicht, aber für alles, was danach kommt, reicht die Toleranz dann nicht mehr.
Nehmen wir mal so die typischen Beispiele aus den Problemthreads, im Kern
- zu viel Programm für Rasse/Mix (Genetik & Unwissenheit des Halters)
(mit Anderer Rasse/Mix würd es vielleicht anders anders aussehen)
- "kannst du nicht rausfahren, dahin wo es nen bissl ruhiger ist?"
(Wohnumfeld)
- "lass ihn erst mal ankommen und sich an die neuen Gegebenheiten gewöhnen"
(Bauernhofhund/TS Hund wird in die Stadt verpflanzt)
(Sozialisierung)
Für meine kann ich das alles sehr genau auseinander friemeln.
Hier sitzen ja 2 Hunde, die ihr Päckchen draußen zu tragen haben und mit 3 (wobei 3 bei der Rasse echt noch jung ist und bis zum 4. Lebensjahr noch viel an Entwicklung kommt ) 10 auf dem Papier zu den Adulten zählen:
Ich kann meine Hunde aus dem Wohnumfeld zb aber nicht ausnehmen:
Hätte ich nen Hof oder Grundstück mit 8000qm, wäre mehr daheim und die Hunde könnten den ganzen Tag mit draußen sein, würde das extrem viel zur Ausgeglichenheit beitragen. (Spürbar schon mit nur kleinem Garten, wenn wir nen ganzen Tag draußen sind)
Auch aus der Genetik nicht:
Oder hätte ich nix mit Hüti, würden sie wahrscheinlich deutlich weniger auf Bewegungsreize reagieren.
Hätte beim Nog nicht die Schilddrüse unterm Chip die Grätsche gemacht, lange bevor man Anzeichen in den Werten gesehen hätte & hätte der die vererbte Hormonstörung ned, wäre es sehr wahrscheinlich deutlich weniger Stress für ihn gewesen (jetzt mit 3, nachdem die Störung behoben ist, lösen wir nach und nach die Verhaltensketten, die er gebildet hat)
Sozialisierung kann ich ebenfalls ned rausnehmen bei Erbse. Nach dem Tod des Züchters abgeschottet von allem mit den anderen Welpen aufgewachsen, musste mitm Kescher eingefangen werden: bei ihr hats länger gedauert, als 3 Jahre, bis sie draußen entspannt stundenlang Gassi gehen konnte (hinzu kommt halt noch ne gute Portion Jagdtrieb auf Sicht und Spur, wo nen Gassigebiet mit deutlich weniger Wild von Vorteil wäre, da ab zu viel Begegnungen, die Kontrolle einfach schwierig wird..)
Macher oder Denker: Erbse&Eggi sind zusätzlich Typ Macher, die erst agieren und dann denken. Mit den anderen Hunden, die erst einmal drüber nachdenken, ob das jetzt Sinn macht zu reagieren, isses insgesamt hier in dem Wohnumfeld, mit dem Alltag einfacher. (Egal ob TS Hund oder Hund vom Züchter).
