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Beiträge von Die Swiffer
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Ja schon klar, die Frage ging ja auch an die TE.
Wenn man neu mit sowas anfängt, warum dann gezielt die schwierigen Kunden suchen?
Rein wirtschaftlich gedacht:
Du brauchst was, was zieht.
Was dich besonders macht, was dich von all denen "ich bin mit Hunden aufgewachsen und wollte schon immer was mit Hunden machen" abhebt. Und wenn man selbst nen schwierigen Hund hat, liegt die Idee nah. So fängt Firma an.

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Ich würde einen wirklich schwierigen Hund jedenfalls ungern einem Gassiservice mitgeben, glaube ich
Den Menschen bleibt manchmal aber einfach keine Wahl.
Weil sich die Lebensumstände geändert haben (Partner Gestorben, Trennung), Krankheit (MS, Schlaganfall), Risikoschwangerschaft etc. pp auf den Plan treten, die Pläne A-Z plötzlich nimmer greifen und das, was sich Leben nennt, einfach dazwischen kommt.
Kaum eine HuP nimmt
- Hunde, die Menschen beißen
- geschweige denn Paniker
Manche nehmen nicht mal unkastrierte Hunde.
Nicht jeder kann sofort Umziehen/neuen Job finden/geeigneteres Zuhause für den Hund finden.
Und da bin ich zB so, dass bei mir jeder Hund gleich kostet (Mehrhundegruppen mal abgesehen, da kostet es dann mehr), egal wie schwierig oder leicht der ist. Ich bin nicht die Wohlfahrt, dennoch sollte Gassiservice- egal ob aus der Not heraus gebraucht oder weil es Plan ZZ ist, bezahlbar sein und bleiben.
Da geht schon teilweise genug Kohle monatlich für die Betreuung drauf, da braucht es -in meinen Augen - weder Gefahrenzuschlag, noch Sonderpauschale, weil ich hab mir ja den Job so ausgesucht und mich spezialisiert. Die HH haben sich in den allerwenigsten Fällen gezielt nen Gefahrgutttransporter geholt, sondern wollten einfach nur nen Hund.

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Ich nehm die normalen wasserabweisenden Outdoor-Hosen 2x.
Hast du da irgendein Modell, das du empfehlen kannst?
Ich weiß leider noch nichtmal, was ne "normale wasserabweisende outdoor-hose" ist
(kann aber alle möglichen Hundegeschirrarten und -marken benennen, hust...)Outdoorhosen Ich persönlich "wohne" in meinen Lager157 Vidsel, aber so lange du nicht nach Skandinavien fährst, ist da kein Rankommen.

Welche ich auch gern trage, sind Pinewood.
Softshell: eine Günstige von äh.... Decathlon oder so und ein Luxusmodell weil Merinowollfutter (selbstgenäht).

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Ich nehm die normalen wasserabweisenden Outdoor-Hosen 2x.
1x Sommergröße und 1x Wintergröße als Überhose für normale Hosen. So lange die ohne Weichspüler und mit flüssigem Waschmittel gewaschen werden, reicht das in der Regel.
Dann gibt's noch Softshell, wenns nen bissl frostig wird und für die ganz harten Tage (also-15 und so), ne Schneehose.
Und für richtig mieses wetter: Wasserdichte Jeans.

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Kurz mal gegrübelt, was sinnig wäre, auch wenn du es nicht anbietest, wäre der Betreuungselfer, also die Zulassung zur Führung eines THs oder ähnlicher Einrichtung. Da nimmst zumindest schon recht viel an Theorie mit.
Musst halt schauen, was dein örtlichen Vetamt anerkennt, sprich von welchem Veranstalter. Sind meistens 3 Wochenenden mit Prüfung.
Praktisch: würd ich mich nen bissl an der Seminarliste vom LTVH orientieren, die sind für TS Mitarbeiter bzw. Mitglieder, also schon auch für beruflichen Kontakt mit Hund.
Überaus nützlich natürlich Perdita:
Lehrgang „Aggression“ › Hunde-Akademie Perdita Lübbe
Thomas Baumann müsste auch noch Workshops in dem Bereich anbieten.
Ansonsten sinnvoll, weil kommt durchaus vor:
Erste Hilfe am Hund (falls mal nachm Service nen Verbandswechsel nötig ist, du Insulin oder andere Medis spritzen musst oder nen Einlauf geben).
Es gibt sogar recht fundierte Lehrgänge mit Schwerpunkt Dogwalker, ist ja kein Ausbildungsberuf, aber vielleicht macht das für dich in dem Fall auch Sinn.
Du musst halt für dich gucken, was überhaupt für dich machbar ist, vieles am WE, teilweise gute Strecken zu fahren, manchmal auch ganze Seminarwochen, weil Blockunterricht.

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Ich hab auch kein Problem damit, vorher noch Seminare zu besuchen oder ähnliches. Ich lerne immer gerne dazu. Hast du da Empfehlungen?
Müsste ich raussuchen, gibt nen paar Sachen, die ich empfehlen würde, bin aber derzeit noch unterwegs.
Sei dir einfach im Klaren darüber, dass Gassiservice mitnichten "ich geh mit Hunden spazieren".

Du wirst feststellen, manche Gebiete sind heiße Pflaster, sei es aufgrund von Giftködern, ne "lustige" Freilaufgruppe quer über den Acker brettert, um sich deinen Hund zu Krallen, du mit nem Gefahrguttransporter erst mal quer über die Freilaufwiesen musst, bis du deine Ruhe hast und es kann durchaus sein - hatte ich vor nen paar Wochen erst, dass du dann so nen Giftzwerg im Schuh hängen hast, dein Schuh anschließend Löcher hat, weil der sich auf deinen Servicehund stürzen wollte.
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Ceri05 wenn du dich spezialieren willst, musst du dir die Frage stellen, ob du bei dem Steckbrief "bin mit Hunden aufgewachsen, hatte schon drei eigene (etwas problematischere)Hunde und wollte immer was mit Tieren machen", der Person Schlüssel und Hund anvertrauen würdest.

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edit: je nachdem, was du vor hast, brauchst auch den Transport bzw. Beförderungsschein, um mit den Kundenhunden über einen gewissen Radius hinaus mitm Auto rauszufahren.

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Japp, hier und tatsächlich spezialisiert auf die Problemfälle. D.h. Paniker, Angsthunde, Hunde mit Aggressionen gegen Menschen, Hunde mit Aggressionen gegen Artgenossen, übersteigerstes Beutefangverhalten, Hunde, die gebissen haben, manchmal auch eine Tüte buntgemischtes von allem.

Von Hunden in Jägerhand, TS-HSH, Schäferhunde, deprivierte TS-Hunde, Huskies vom Musher, völlig normale Hunde, steinalte Hunde, Junghunde, Jungrocker, 3beinige Hunde, blinde Hunde, taube Hunde - war bisher wirklich alles dabei.
Betriebshaftpflicht mit Schlüsselversicherung und Co muss dabei sein, je nach Region sehen Gewerbeamt und Vetamt ganz gern ein paar Zulassungen.
Zuverlässiges Auto ist Pflicht, genauso wie die Veranlagung, sich selbst zu quälen, nen bissl was von Buchhaltung sollte man verstehen, Kostenkalkulation muss passen, sonst haste am Ende des Tages deutlich weniger im Geldbeutel und ganz wichtig - weil die ins Geld hauen kann, abklären, was mit der KV ist. Ist dein Mann privatversichert kann es für dich uU sehr teuer werden, was ist mit Krankentagegeld etc.
Mich kostet die KV allein 470€ im Monat, kommen noch derzeit um die 250€ Sprit oben drauf, Betriebshaftpflicht, IHK Beitrag, zzgl Kosten von Seminaren und Fortbildungen uuuuund: Schuhe.

Bevor du ein Hobby zum Beruf machst, überlege es dir gut, weil es deinen Blickwinkel auf das Hobby uU sehr ändert. Im Zweifelsfall bist nämlich du diejenige, die gebissen wird (gerade im Problemhundebereich)& diejenige, die "was nervt euch an anderen HH" ganz alleine seitenweise vollschreiben könntest.
Ebenfalls wichtig: nen bissl was i Kopf haben, wie du es dir vorstellst - ist nicht verkehrt, aber du musst dich darauf einstellen, dass die Kunden den Markt bestimmen.
D.h. wenn nur Einzelrunden gewünscht sind und du dich bei der Fahrtenkalkulation verschätzt, nen Stau dazwischen kommt oder oder oder- hast du ganz schnell ein anderes Zeitfenster, in dem du arbeitest und Sprit verbrätst.
Ich hab damals klein angefangen, mit vorübergehender Betreuung (Schwangerschaft, Unfall, Krankheit etc.), recht schnell kamen die ersten Stammis.
Meine derzeitigen Kunden hab ich seit 5-7Jahren. Kürzer ist keiner dabei.
Du musst halt Hunde und Kunden einschätzen können. Es gibt das Kennenlerngespräch und im Prinzip musst du schon aus dem, was dir die Kunden vorher per Mail oder am Telefon erzählen, ableiten und einschätzen, was dich erwartet. Denn ab dem Moment, wo du die Tür dann aufschließt, darfst du dir keine Fehler erlauben.
Weder bei dem Hund, der dich fressen will, noch beim Paniker.
