Beiträge von Die Swiffer

    Ich bin ja nun Anfänger und aktuell habe ich das Problem, das ich total verkopft bin und mich total an Trainern und anderen Haltern orientiere. Ich ich bin glaube ich total unentspannt, weil ich der Meinung bin, alles MUSS klappen. Und es darf kein Fehle rpassieren

    Bleib bei deinem Bild. Auch als HH bist du in allererster Linie Mensch. Ein Mensch mit Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen, eigenen Zielen und eigenen Wünschen.

    Und dann rausarbeiten, wer du als HH bist oder meinst, eine Rolle zu spielen, weil "man das ja so macht".

    =)

    Intuitiv/Bauchgefühl ist zB für mich persönlich ein ganz wichtiges Messwerkzeug beim Thema Ableinen.

    Wir gehen im Wald, haben viel Wild, der eine oder ist jagdlich passioniert, der eine oder andere hat mit Mensch/Hund ein Thema.

    Wenn mir mein Bauchgefühl, meine Intuition sagt, "hmmmm, Lein mal besser nicht ab" oder "hmmm, Leine mal besser an", ist da in der Regel auch was dran.

    =)

    Von anderen Faktoren wie einen Hund, der auf 180 ist, leine ich nicht ab, mal abgesehen, ist es tatsächlich dieses kurz drauf hören, was sagt mein Bauch.

    Edit: eigentlich sogar 2 Schlüssel:

    Selbstvertrauen und Authentizität.

    Abgesehen von völlig schmerzbefreiten HH: wer kennt nicht, was das mit einem macht, der Tag, an dem die Welt plötzlich Kopf steht.

    Noch nie hat der eigene Hund gepöbelt bzw. die eigenen Hunde.

    Noch nie ist da irgendeiner mal angedampft zum Jagen.

    Und dann ist da dieser eine Moment.

    Dieser Aha -Effekt in der Beziehung zum Hund. Der wtf-Moment....

    Der Wissen schafft, was so alles passieren kann, der - ja - auch verunsichern kann, der Vertrauen erschüttern kann.

    Und schon schleichen sich Unsicherheit, Zweifel, Nachdenken, ein und die Maschinerie nimmt ihren Lauf.

    :sweet:

    Würde ich jetzt genauso als Beispiel nehmen.

    Am Anfang lernt man beim Führerschein die Theorie, dann bei den ersten Fahrstunden das Wissen in die Praxis umzusetzen, dann sammelt man während unzähliger Fahrten Erfahrung, irgendwann geht das Autofahren ja dann Automatisch, zB Kupplung treten&Schalten, Blinker setzen....

    Und auch wenn man es noch nie vorher hatte- rein intuitiv weiß man, dass mit dem Auto was nicht stimmt, wenns klackert, unrund läuft etc.

    Ich formuliere es mal so:

    Jeder weiß, wie ein Baum aussieht.

    (Jeder weiß, wie ein Hund aussieht).

    Jeder hat ein individuelles Bild im Kopf, wie ein gemalter Baum aussieht.

    (Jeder hat ein individuelles Bild im Kopf, wie ein erzogener Hund sich verhält.)

    Kann jetzt jeder jeden Baum malen?

    Jein. Manche kriegen den Tannenbaum eines 6Jährigen aufs Papier gemalt, bei manchen reicht das Talent für einen Flieder.

    Manchen reichen Tannenbaum und Flieder, manche möchten mehr können. Kommt immer auf den eigenen Anspruch drauf an. Und allein da unterscheiden sich schon die Menschen.

    Dann geht's los, lerne ich besser durch Praxis, lerne ich besser die einzelnen Techniken in der Theorie & kann ich was mit dem erworbenen Technikwissen schon was anfangen oder hemmt es mich vielleicht nicht sogar, weil ich nicht mehr einfach so Bäume malen kann, sondern mich immer frage, ob es so richtig ist....

    Kann jetzt jeder jeden Hund erziehen?

    Jein, manchmal reicht für Hund und das Umfeld, das, was man kann, manchmal kann man auch mit Talent nen paar komplexere Themen schaffen.

    Dann treffen Anspruch auf ein Lebewesen, mal mehr mal weniger schwierig, das Umfeld, in dem man lebt, kann zum Teil der Aufgabenstellung werden. Was und wie für Mensch&Hund passt, ist so individuell, wie das Malen eines Baumes.

    Der Garten hier besteht quasi nur aus Rasen (bis auf zwei große Flieder, die auch drin bleiben) und ich bin völlig überfordert, wo ich wie anfangen soll

    Die erste Frage ist:

    Was willst du?

    Also, was willst du gern im Garten haben, auch, was du jetzt nicht sofort umsetzen willst/kannst.

    Vielleicht nen bissl Inspiration holen bei mein schöner Garten, nachgeharkt und Co.

    Willst du Schattensitzplätze, Sonnenloge, Beete und wenn ja, was für welche? Teich, Pool, Kräuterschnecke? Da gibt's ja ganz viel.

    Dann: was für Standorte hab ich, sprich: sonnig/schattig/halbschattig

    Und dann puzzelt man druff los, im Kopf, aufm Papier zB.

    Und hier ist auch das DF etwas tricky, weil man natürlich immer liest, was "richtig" ist und wie man den Hund erziehen und trainieren soll und man bekommt das Gefühl, alle haben perfekte Hunde, nur man selbst nicht.

    Vielleicht hilft es, wenn man sich klar macht, dass es nicht DIE Hundeerziehung gibt, dass die Lerntheorie eine Theorie ist, dass Wissenschaft Wissen schafft und Praxis Erfahrung.

    Hundeerziehung muss so individuell auf Halter und Hund passen, dass man nur bei wenigen Sachen wirklich sagen kann "das ist ganz falsch".

    Was für den einen passt, passt für den Anderen noch lange nicht.

    Deshalb: sich frei machen davon, alles was man liest, sieht, hört wie eine Schablone auf alles legen wollen, sich selbst, andere Hunde-Halter-Teams.

    Ich glaube, dass zu Wissen, Erfahrung, Bauchgefühl - noch ein wichtiger Faktor dazu gehört: bei sich bleiben.