Beiträge von Die Swiffer

    Hier gibt's übrigens einen Artikel zu dem Thema "seltene Pflanzen erhalten"

    https://www.geo.de/natur/oekologi…t-31892854.html

    Oh wie schön, ich hab erst 4 kg Traubenhyazinthenzwiebeln gesetzt... das die gefährdet sind, wusste ich gar nicht.

    Im Freiland sind so einige tatsächlich gefährdet, die halt gerade in Bauerngärten und Co noch gut verbreitet sind. Traubenhyazinthe wollt ich mir auch noch Zwiebeln besorgen. Die kriegt man ja immer irgendwo unter und nehmen nicht viel Platz weg.

    Ich find das Thema total spannend, weil es tatsächlich teilweise Pflanzen betrifft, die man gar nicht auf dem Schirm hat.

    Heute bei Horstmann den Green friday ausgenutzt, zack + 11 Arten, davon 4 Futterpflanzen für bedrohte Schmetterlinge und schon mal 2 Pflanzen von der roten Liste bei uns. Die beiden (mehrere Pflanzen bestellt) landen zum Teil an der Einfahrt - da gibt's bessere Chancen, verbreitet zu werden.

    Bei Horstmann sieht man immer auf nem kleinen Reiter, ob es die Ursprungspflanze ist oder eine gezüchtete Sorte und wenn sie generell vom Aussterben bedroht sind im Freiland, steht das da auch bei.

    Finde ich persönlich klasse, auch wenn meine Liste damit nur noch länger wird. Aber so macht Pflanzen kaufen irgendwie noch mal 3x mehr Spaß.

    =)


    Mir fehlen durch die Kirschbäume echt sonnige Standorte, das macht es richtig schwierig und die, die volle Sonne haben, liegen meistens direkt an der Thuja, da werde ich wohl mit Trick 17 und Eimern ohne Boden arbeiten, so dass die Pflanzen keine Probleme mit den Thujawurzeln bekommen.

    =)

    Ich kenn sowas durchaus von meinem verstorbenen Beardie, der hatte das bei einem bestimmten Geruch, für uns Menschen kaum wahrnehmbar - Schwanz einziehen, Beine in die Hand nehmen und weg. Er hat sich dann immer in ne Ecke gesetzt und die Wand angestarrt. Ursache ist nie gefunden worden und ganz weg war es auch nie, ist aber im Alter deutlich besser geworden. Wir haben ihm immer einen komplett abgeschotteten Raum, wo wir dann Musik angemacht haben, offen gelassen, wo er hin konnte.

    Worauf er ebenfalls reagiert hat: Benzinrasenmäher - sowohl der Geruch als auch das Geräusch. Und das kam tatsächlich meistens nachmittags vor.

    Vielleicht hat auch nen Nachbar irgendein Maderschreck oder Maulwurfschreck installiert, der immer zu der Uhrzeit los geht?

    Blutbild komplett checken, macht auf jeden Fall Sinn, Entspannungsignal parallel erarbeiten auch, genauso wie Übungen zur Selbstsicherheit und Vertrauen, ihm helfen, gute Strategien zu entwickeln, die eine Alternative zur kopflosen Flucht und Panik sind....

    Ist ein langer Weg.

    Juliaundbalou

    Tadaaaa. Nicht vollständig, weil bei einigen Sachen bin ich noch nicht weiter bzw. Machen keinen Sinn (bin nu mal kein Hochmoorstandort etc.)

    Grundgedanke 1: ohne Raupen keine Schmetterlinge. Nektarpflanzen gibt's ja dank "Rettet die Bienen" immer mehr, aber einige Schmetterlinge sind auf bestimmte Pflanzen zur Eiablage und als Raupenfutterpflanzen angewiesen und die sind ja meist eher nicht soooo die typischen Gartenpflanzen und auch eher weniger in den Bienenwiesen zum Aussäen enthalten.


    Grundgedanke 2: wenn es im Garten wächst, vielleicht können Vögel, Wind, meine Schuhe und die Hundepfoten dazu beitragen, es im freien Feld wieder häufiger werden zu lassen. Muss ja irgendwie gehen...

    Klar: es müssen die Wildblumen sein, keine Züchtung. Da muss man teilweise echt sehr nach suchen, aber man kann welche gerade bei "Kräuterhexen" finden.

    Biologisch, ökologisch etc.


    Raupenfutterpflanzen:

    Bedroht:


    - Skabiosen-Falter: Teufelsabbiss, Tauben-Skabiose

    - Blau Schillernder Feuerfalter: Schlangen-/Wiesenknöterich

    - Thymian-Ameisenbläuling: gewöhnlicher Dost/Majoran, Arznei-Thymian

    - Schwarzer Apollo: hohler&Mittlerer Lerchensporn, Schaumkraut, Wiesenknöterich

    - Trauerwidderchen: Schlehe, Weißdorn, gewöhnliche Zwergmispel

    - Magerrasen Glockenblumen Blütenspanner: Campanula rotundifolia

    - Haarstrang Wurzeleule: Echter Haarstrang

    - Gipskraut - Kapseleule: Ohrlöffel, Leinkraut, Büscheliges Gipsgras

    - Violetter Feuerfalter: Wiesen-Sauerampfer

    - lila farbener Feuerfalter: Wiesen-Sauerampfer, Wiesenknopf, Wiesenknöterich

    - Dukatenfalter: Wiesensauerampfer, schwarze Flockenblume

    - Glückswidderchen: Berg - Kronwicke


    Seltener:


    - Nachtpfauenauge: Blutweiderich


    - Faulbaum-Bläuling: Blutweiderich

    Ebenfalls Raupenfutterpflanzen für Dickkopffalter:

    Pfeifengras, Schmiele, Trespe, Rispengras


    Blutweiderich Nektar für:


    - Großes Wiesenvögelchen


    - Braunfleckiger Perlmuttfalter


    - Blauäugigen Waldportier


    - Sägehornbiene


    - Langhornbiene


    - Schwebfliege

    Wasserdost:

    Russischer Bär


    Im freien Feld Bedrohte Pflanzen


    - Teufelsabbiss


    - Frauenschuh


    - Breitblättriges Knabenkraut


    - Pfingstnelke


    - Graue Skabiose


    - Lanzblättrige Glockenblume


    - Lungenenzian


    - Wiesenschwertlilie


    - Küchenschelle


    - Drüsiger Ehrenpreis


    - Glanzloser Ehrenpreis


    - Früher Ehrenpreis


    - Habichtskraut


    - Frauenspiegel


    - Weiches Lungenkraut


    Sooo. Einiges hab ich ja schon länger im Garten, wie Lerchensporn, Blutweiderich, Wasserdost, Taubenskabiose, div. Ehrenpreis etc.

    Wiesensauerampfer versuch ich derzeit von den Grundstückstellen, wo übermotovierte Nachbarn mähen, in den Teilen bei mir im Garten anzusiedeln, wo nicht gemäht wird.

    Mir ist völlig klar, dass mein Garten, umgeben von einer 1,5 Meter dichten und 2 Meter hohen Thujahecke, 2 Riesenkirschbäumen, in nem recht eng bebauten Gebiet nicht immer optimale Pflanzenbedingungen hat - aber ich will es zumindest versuchen und versuche, die Standorte soweit wie es geht, dahingehend zu schaffen, dass sich die Pflanzen hier wohlfühlen.

    Wasserdost und Blutweiderich haben hier im Garten zwar jahrelang überlebt - aber mehr schlecht als Recht. Im angelegten Sumpfgraben kann man ihnen jetzt beim Explodieren zusehen.

    :smiling_face_with_heart_eyes:

    die Minze erobert den Garten- aber die Schnecken feiern trotzdem Party".. :pfeif:

    Sind die Pflanzen den richtig eingebunkert von der Minze? Also von allen Seiten?

    Ansonsten fällt mir noch lavendel zum Einbunkern ein und ansonsten pflanzt du halt nen Festungsring: 1. Verteidigungsring Opferpflanzen, (Topinambur wäre zB auch als Mensch nutzbar), 2. Verteidigungsring Schneckschreckpflanzen wie Lavendel, Minze, Thymian, mit Lerchensporn tust Insekten noch was Gutes und wer es bis hierhin geschafft hat - landet im 3. Verteidigungsring mit anderen Opferpflanzen.

    |)


    So, ich hab jetzt 24 weitere Pflanzen auf der Liste, teilweise bedrohte Arten, teilweise spezielle Raupenfutterpflanzen, für die Raupen, die nen bissl mehr als Brennnessel und Salweide mögen.

    Die ersten werden im Herbst einziehen, die anderen dann nächstes Jahr und dann hab ich die 100 mehr als erfüllt.

    :hurra:

    oder hab ich da gar keine Chance weil es einfach Lieblingsfutter ist?

    Wenn du keine anderen "Opferpflanzen" hast, der Standort ringsherum eher feucht und mit guten Schneckversteckmöglichkeiten liegt- sind Sonnenblumen leider heiß begehrt.

    Idee: Schneckenabwehrpflanzen wie Sandthymian drumherum oder tatsächlich in große Kübel auf ner Bank züchten. Je größer die Pflanzen, behaarter die Blätter - umso besser stehen die Chancen.