Hat sich jemand eigentlich mal mit Minimalismus beschäftigt?
Ja.
Entspricht nicht meinem "Typ". Ich mag zB gern persönliche Gegenstände um mich haben, ich mag es gern behaglich und mir ist wichtig, die Dinge zu behalten, an denen Erinnerungen, Emotionen und positive Gefühle hängen. Da wir zum Beispiel beide Selbstmacher sind, von den Möbeln bis zum Tshirt, hängen da natürlich einfach Gefühle dran.
Und Minimalismus ist ja noch mal mehr, als nur der Besitz bzw. wenig Besitz von Dingen, sondern auch eine Geisteshaltung gegenüber vielem. Auch da - komm ich nicht ganz so hin, von meinem Typ her.
Aber: wir kaufen nichts, um zu kaufen und wir schenken nichts, um zu schenken.
Geschenke sind hier tatsächlich (fast) immer daran gekoppelt, dass der andere es tatsächlich braucht (Schleifstein, Hobeleisen, neue Arbeitsschuhe, Nähmaschine...). Die anderen Dinge sind dann tatsächlich Wünsche - wie Spiegelreflexkamera, Bodensessel für das Pooldeck, die glücklich machen. Und bevor wir die Dinge kaufen, kauen wir da tatsächlich ne ganze Weile drauf rum, ob wir die brauchen.
Klamotten brauchen wir recht viele, arbeits- & Hobbybedingt, aber auch - weil wir nur zu 2 sind und dementsprechend doch nen bissl länger brauchen, bis ne Waschmaschinenladung voll ist.
Die läuft einfach nur, wenn voll. Egal ob Koch- oder Buntwäsche oder meine Arbeitsjacken....
Das Konsumverhalten ist bei den Nahrungsmitteln nicht anders.
Donnerstag Abend sind Kühlschrank, Gefrierfach und die Verbrauchsschublade leer. Freitags gehen wir wieder einkaufen. Dadurch schmeißen wir extrem selten was weg und im Sommer beziehen wir den Großteil des Gemüses aus dem Garten.
Müll: Eine kleine 40l RM Tonne reicht für 1 Monat, 1 max.2 gelbe Säcke brauchen wir pro Monat, die Papiertonne ist das, was am Ehesten voll ist. Die Biotonne wird mit den Holzabfällen wie Sägemehl und Hobelspänen und Grünschnitt gefüllt, der nicht auf den Kompost kann.
2 Personen, 5 Hunde...