Beiträge von Die Swiffer

    Wir sind dann auch auf Feldwegen geblieben, Wald wäre wohl bei der Grundaufregung zuviel gewesen.

    Und das ging dann ganz gut, er war durchgehend super ansprechbar. Auf Feldern ist halt auch nichts allzu aufregendes unterwegs

    Und da hättest du dann gleich einen Ort genannt, wo du entspanntes Warten anfangen kannst.

    =)

    Wie gesagt, ruhiges Warten ist ja nicht, dass nur kein Ton kommt, sondern eben entspannt. Zb im Liegen und Kopf abgelegt. ;)


    . Also sollte man das dann eher unabhängig vom gassi machen? Oder habe ich da was falsch verstanden, und das ist schon das Mittel zur Wahl bei Spaziergängen?

    Da gibt's zwei Meinungen.

    Ich persönlich gehe da mit Corinna mit.

    Gassi ist Freizeit und Job ist Job.

    Ja, entspannt Gassi gehen, den Halter im Kopf haben, sich an ihm zu orientieren, ohne dass der sich interessant macht durch Beschäftigung oder Spielchen zwischendurch ist zT ne Herausforderung.

    Aber habe ich einen Hund, der eh schon in dieser super hohen Erwartungs- und Erregungshaltung ist, pack ich persönlich da erst Recht nicht noch was super cooles und Spannendes obendrauf.

    =)

    Nachmittags mit den Hunden im Pool plantschen, wenn einer baden will.

    Ansonsten mache ich tatsächlich nichts, weil die Spanier bestens an die hohen Temperaturen angepasst sind. Die toben, wenn sie toben wollen, auch bei 37Grad, brutzeln sich in der Sonne, liegen auf der Terrasse oder im Haus. Je nachdem, wie sie lustig sind.

    =)

    Ne entspannt ist er sicher nicht

    Und da haste schon nen Schlüssel. :klugscheisser:

    Erregung und Aufregung ist nicht nur Ton und laut. Hecheln, Körperspannung, die Aufmerksamkeit schon in der Gegend hinter dir, zappelig.

    Und da holst du ihn raus - wenn er unter Strom steht.

    =)

    Und ja wenn wir irgendwo halten, ist er eher hochgradig frustriert

    Da hätten wir ja das Frust-Puzzelteil, an dem man rumfeilen kann.

    :D

    Wenn wir einmal da sind und ich bei ihm die Tür aufmache, sitzt er wirklich da und wartet (ruhig), selbst wenn ich noch 5 Minuten die Leine entheddere. Auch wenn ich dann nochmal gehe wartet er auf das Signal das er springen darf, und auch das still

    Ich greif mir das mal raus: zwischen entspannt, ruhig und still liegen Unterschiede.

    =)

    So ruhig?

    Externer Inhalt youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Oder hält er dann nur die Klappe?

    ist er eigentlich auch ruhig, aber versucht Menschen und Hunde anzuspringen

    Dann isser uneigentlich überhaupt nicht entspannt.

    ;)

    Btw ich hab ja hier auch so einen Herrn Ungeduld am Autoparkplatz.

    Bild: fiepen beim Einparken, Kläffen, wenn die Kofferraumklappe nicht schnell hoch genug ging, Kläffen, wenn der nächste Hund nicht schnell genug ausgeladen wurde.

    Ich konnte es aber immer abbrechen. Ich konnte ihn immer runterfahren.

    Aber: ich MUSSTE es. Immer. Jedes Mal.

    Bei ihm lag das tatsächlich daran, dass meine Reaktion auf seine Aufregung ihn in seiner Aufregung bestätigt hat.

    :ugly:

    Muss man halt auch erstmal drauf kommen. :lol:

    Aber ja, sowas kann ebenfalls ein Puzzelteil sein, was dazu gehört.

    =)

    Aber ja, wenn Potato gestreichelt wird, muss er sofort versuchen da auch was abzukriegen vom Streicheln

    Kannst du ihn dann wegschicken? Und vor allem: kann er das dann aushalten?

    ruhig aushalten? Nicht nur "ist schon ganz gut und ok", sondern halt "ja is ok" legt sich irgendwo hin und entspannt dann auch?

    :sweet:

    , im Auto wenn wir mal da sind eigentlich auch. Aber die Autofahrt selbst wird immer mehr zur Hölle

    Eigentlich oder uneigentlich?

    klingt ein bisschen danach, als ob ihr euch die Baustelle da selbst rangezogen habt - ist nicht schlimm, das passiert.

    Wenn ihr die Autofahrten immer mit aufregenden, spannenden, tollen Sachen verknüpft, ist es klar, dass es die Erwartungshaltung gibt, weil ihr ja auch die Erwartungssicherheit gebt, dass dann auch wirklich was Spannendes passiert und dann ist die Aufregung natürlich aus seiner Sicht gerechtfertigt.

    :D

    Da kannst vielleicht mal in deinem Zeitplan schauen, ob du Extratouren unterbekommst, wo genau nix passiert. Anhalten. Kofferraum auf, sitzen bleiben, (Vorsicht: das ist Frust und es kann sein, dass er da ein bisschen deine Hilfe braucht, indem du dich mit dem Rücken zu ihm setzt, da bist, ihm und seiner Aufregung aber keine Bühne bietest - ist er ruhig, entspannt, belohnen, zB durch wirklich nur kurz raus, Runde ums Auto und dann wieder rein und ab nach Hause).

    Wenns dir und deinem Gewissen hilft: mach sowas VOR der Arbeit. Mit genügend Zeit. Dann hast du nicht das Gefühl, "er muss jetzt endlich die Beine Strecken", du willst selbst nicht unbedingt schnell los und bist weniger abgehetzt.

    Denn das ist tatsächlich auch einer der kleinen Schlüssel. Will man als Mensch schnell losgehen, will unbedingt jetzt dem Hund ne möglichst tolle Runde bieten, ist selbst abgehetzt und muss alles schnell, schnell gehen....

    Wie soll man da einem Hund vermitteln, dass es gerade eigentlich so gar keinen Grund für schnell raus/schnell los/Aufregung und Hektik gibt, wenn es doch genau das ist, was gerade selbst in einem vor geht?...

    ;)

    Jagen hat ja unheimlich viel mit Impulskontrolle, aber auch der Frustrationstoleranz zu tun, mit Aufregung, mit Spannung, ganz vielen Hormonen, aber zT auch mit Stress und daraus weniger Nerven und daraus resultierenden Anspringen auf allen möglichen Kram.

    =)

    Er kann einfach nirgendswo anders mit hinkommen als zu super spannenden Orten (für ihn) dh Auto heißt schon der Riesenspaß fängt gleich an. Sitzenbleiben/ihn drin lassen ist doof wegen Hitze

    Dann gucken wir es uns das doch mal an.

    xD

    1. Frage: Kann er mit Frust umgehen?

    Also so richtig Frust?

    Nicht gestellt, sondern den Echten, den das Leben so bereit hält?

    Sein Kumpel (du hast doch 2?) Feiert mit dir Party und er darf nicht mitmachen?

    Kumpel kriegt Kekse, er nicht?

    Kann er warten? Kann er warten, wenn ihr eigentlich los fahren wollt und du leiiiiider 263738 Dinge noch erledigen musst?

    Ist er dann am Wald, wenn ihr einparkt, schon aufgeregt? Und holst du einen aufgeregten Hund aus dem Auto? (wo wir bei der Frage wären, wie du die beiden Herren bzw. den einen transportierst und ob es die Möglichkeit für dich gibt - wenn der Hund zB im Kofferraum mitfährt, dich erst mal einfach bei geöffneter Klappe auf die Stoßstange setzt und es eben nicht gleich los geht) Geht ja nicht drum, dass du da Stunden sitzen sollst. ;)

    Was du auch machen kannst:

    Hund ausladen, kurz Pippi machen lassen (wenn seine Blase voll ist) und erst mal wieder ins Auto setzen, bei geöffneter Klappe dich dann dazu setzen und daaaann gucken.

    Irgendwie hab ich da oft vor allem meine Vollzeitarbeits-Schuld in mir die mir sagt, der muss jetzt unbedingt noch eineinhalb Stunden ne weite Strecke laufen bevor es dunkel wird

    Hat er den sonst die Möglichkeiten die Gräten zu Strecken und zu flitzen? Also außerhalb eurer Gassis? Garten vorhanden?

    Natürlich ist Bewegung wichtig, gerade für nen jungen Hund, aber ab und an liegt die Qualität eines Spazierganges nicht in der Länge des Spazierganges und dem Wahrnehmen von 272832822 Reizen, sondern dem Wahrnehmen UND Verarbeiten von 2728 Reizen.

    =)

    Regenwald besteht ja aus mehr, als den Bewohnern. Ich glaub, Regenwald für einen Hund ist so, wie für uns ne Kirmes. Mal mit mehr Besuchern, mal mit weniger, dafür aber mit einer Vielfalt an Gerüchen (Bratwurst, Zuckerwatte, Popcorn für uns vs Duftspuren für den Hund), über all blinkende Lichter für uns vs. Lichtreflexe, Bewegungsreize für den Hund und dann die ganzen unterschiedlichen Geräusche.

    Damit muss man erstmal umgehen lernen. ;)

    :bussi: Alles wieder grün?

    Wenn du Fragen hast, frag.

    Dafür ist das Forum ja da.

    Wenn ihr jetzt zB am Wald solche Schwierigkeiten habt, bietet es sich vielleicht an, erstmal die Dynamik des Gehens rauszunehmen und einfach nur mal

    - Gassi gucken

    - Ansprechbarkeit&Impulskontrolle festigen

    - Umorientierung von Reizen weg

    - bei dir mit der Aufmerksamkeiten bleiben, auch wenn du nix machst

    - Auf nem kleinen Fleckchen die Leinenführigkeit üben


    (Oder geht das nicht; weil wegen Schlangen, Krabbeltierchen und blutsaugenden Insekten? :flucht: *grusel* dann müsste man mal schauen, wie man so die Basics auf eure Vor Ort Bedingungen umstellen kann)

    Wo liest du denn da Überheblichkeit raus?

    :emoticons_look:

    Wenn es bei dir so ankam, tut es mir aufrichtig leid.

    Ich hab es nur in Stichworten geschrieben, weil es ansonsten ein ganzer Roman würde, weil da für mich sehr viele Facetten reinspielen (zB charakterliche Unterschiede zwischen den Hunden).

    Und ja, auf die Leinenführigkeit lege ich tatsächlich so viel Wert.

    =)

    Naja aber wie sorgst du denn dafür dass sie entspannt bleiben

    Stichworte:

    Impulskontrolle, Frustrationstoleranz, sich selbstständig von (spannenden) Reizen abwenden, gelassen bleiben generell in allen möglichen aufregenden Situationen, Aufregung verbieten, aktiv hochfahren&genauso wieder runterfahren, Ansprechbarkeit in jeder Situation, Gassi stehen, Gassi gucken, neben mir sitzen und mit der Aufmerksamkeit bei mir bleiben- auch wenn ich gerade abgelenkt bin, Erwartungshaltung enttäuschen, vorm Gassi erstmal 15 Minuten oder so entspannt angeleint am Auto rumliegen, Leinenführigkeit, Leinenführigkeit und nochmal Leinenführigkeit und nochmal Leinenführigkeit.

    Und das mach ich halt überall. Vom Wohnzimmer, Wald, Stadtpark, Baumarkt, Einkaufszentrumsparkplatz, Garten, Innenstadt.

    Kurze Leine im Sinne von einfach Schleppleine kurz nehmen, oder?

    Nein.

    Kurze Leine meint bei mir eine 2-2,5 Meter verstellbare Führleine.

    Schleppleine und/oder Flexi nutze ich nur als "Netz im" Freilauf.

    Sprich: ich achte bei der Sicherung darauf, dass der Hund sich genauso bewegt, wie ich es an die örtlichen Begebenheiten angepasst, gerne auch im späteren Freilauf hätte. Von Sekunde 1 an.

    Es wird nicht in die Leine gebrettert, die Leine ist nicht auf Zug, es wird sich ganz genauso nach mir orientiert, wie im Freilauf, es wird nicht gejagt, die Wege werden nicht verlassen und es gilt der Radius, den ich vorgebe.

    Dass das nicht von heute auf morgen geht, erklärt sich wohl von selbst. Es ist Arbeit, natürlich.