Beiträge von BieBoss

    Naja - generell ist ja nicht einzuwenden dagegen, im Forum über Krankheiten zu plaudern - in Erzählform, oder um Rat zu suchen, was man noch am Hund untersuchen lassen kann. Oder was bei einer Krankheit empfehlenswert sein kann, wer wie therapiert hat bei Krankheit xy - einfach, um den TA danach zu fragen, ob das beim eigenen Hund auch Sinn machen könnte. Oder um zu verstehen, wie die Krankheitssymptome zustandekamen, oder warum der Hund gerade jetzt xy nicht futtern sollte. Oder, um zu erfahren, welcher Arzt Erfahrung mit der Krankheit xy haben und hier weiterhelfen könnte.

    Aber NICHT, um, wenn der Hund akut krank ist, Schmerzen hat, dann erstmal im Forum genüßlich breitzutreten, was der Hund haben könnte, während Selbiger mit Schmerzen danebenliegt und zuguckt, und dann am Ende noch mit ner vorgefaßten (Fern-)Diagnose zum Arzt zu rennen..... *gg

    Man muß da schon unterscheiden, was der Hintergrund für die Diskussion bei Krankheitsthemen ist.

    Ich bin ja gestern Abend auch erstmal zum Doc mit Frieda, bevor ich hier reinschreibe, daß der Hund plötzlich wieder Schmerzen hat, und was ich tun könnte und die Zeit war sinnvoll genutzt: Hundeline lebt dank OP noch..... :hurra: - ihr "Pfirsichkern" war ne Buzel....

    Wenn man den Hund abruift, sollte dies zu 99% geschehen, um Spaß beim Hundeführer zu haben, und wieder gehen zu dürfen. Wenn man dann MAL anleint, ist nicht gleich die Verknüpfung drin "Rückruf=Anleinen=Spaß zu Ende".

    Jetzt kannste von vorne anfangen - oft zurückrufen, locken, und wenn Hundi kommt, wegschicken, oder Spaß zusammen haben - aber nicht anleinen. Meistens :-) Rückruf heißt "Spaß beim Hundeführer" - und dann wird Dein Hund wieder begeistert herlaufen, wenn Du rufst. und in Streßsituationen dann herrufen, absitzen lassen, ruhig Leckerli verteilen, dann in aller Ruhe Leine rausholen, während Hund noch sitzt, dann anleinen, nochmal Leckerli. Bis dahin ist er so weit runtergekommen, daß es gehen dürfte, ohne ihn jagen zu müssen.

    Wichtig: nicht drüberbeugen über den Hund beim Anleinen (kann bedrohlich wirken), nie als Strafe anleinen und dabei sich übellaunig zeigen: "So - jetzt reichts!", und am Ende noch grob anleinen dabei. Oder Leinenrucke als Strafe oder ähnliche Heldentaten. Das könnte der Hund ganz schnell mit der Leine verbinden (heißt jetzt nicht, daß ich Dir das unterstellen würde, aber es lesen ja auch Andere mit, die´s vielleicht noch nicht wissen.).

    Was ich noch mache: ich tu so, als wäre anleinen was Supertolles - frage den Hund "gehn wir jetzt zusammen??" mit ganz erwartungsvoller Stimme, und dann laufen die beiden los, und gucken mich an wie Weihnachten und Ostern gleichzeitig *ggg Dann noch ein bisserl loben (weil sie grad so schön gucken), und fertig. Dann verknüpfen die nämlich "Leinelaufen = toll" anstelle des bisherigen "Leinelaufen macht keinen Spaß oder beendet jeglichen Spaß".

    Ich kündige das Anleinen auch vorher an: rufe den Hund "komm, Leine" (halte die dabei deutlich sichtbar dem Hund entgegen), ebenfalls als wäre die eine was Besonderes. Dann kommen die angepest, und setzen sich zum Anleinen hin. Dann eben wie oben geschrieben die Frage "Gehn wir zusammen?", und ab gehts....

    Kannst auch die Leine vorzugsweise dann dranmachen, wenn Du irgendwo hingehst, wo die Hunde es toll finden - zur Hundewiese, zur Tante, bei der´s immer Leckerli gibt, ans Auto, das sie immer zur Wiese bringt etc. etc., um die Leine mit Abenteuer und Spaß zu verknüpfen.

    Aber wichtiger ist es, sie halt einfachgar nicht erst negativ zu verknüpfen.... :-)

    ......Hunderassen, wo Verträglichkeit nie wichtig war oder aggressives Verhalten ggü. Hunden/Tieren gefördert wurde - oft eher schwierig.
    Da schwirren mir vor allem die ursprünglichen Terrier, ........


    Meutehunde, Jagdhunde, etc., Hunde die immer mit anderen auskommen mussten und/oder zusammenarbeiten mussten, vom Grundnaturell freundlich-defensive Hunde - eher unkompliziert.
    Retriever, Spaniel, Beagle, Border Collies, Collies, etc.

    .....

    Du widersprichst Dir hier selbst: gerade der Terrier ist ein Hund, der in der Meute jagt und mit Anderen zusammenarbeitet.

    Klar - Terrier sind oft kompromißlos (oder soll ich sagen, einfach nur superkonsequent? *gg)- die hauen gern mal kurz drauf, statt endlose Diskussionen anzuzetteln.

    Aber das ist noch lang keine Aggressivität. Das wird dem Hund einfach angezüchtet, weil er auf der Jagd auch nicht erst dreimal rückfragen soll, bevor er die Sau stellt und hält. Der muß selbständig arbeiten, und wer das kann, der löst halt dann auch andere Dinge eher selbständig und wartet nicht, bis der Halter mit Würstel wedelt :-) :-) oder ihn beschützt.

    Für die fett markierte Aktion hätte ich deinem Sohn auch eine verpasst.
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    Das festhalten ist nicht Staff oder Pit bezogen, sondern gilt für alle Hunde unter FCI Gruppe 3. Es sind Terrier, gezüchtet oft für Baujagd, die halten ihre Beute.

    Nach eurer Weisheit müssten alle Jackis, Foxis, Yorkis etc. auf die Liste, da sie das selbe Verhalten beim beißen zeigen.

    ....

    Zum ersten Punkt: Dich möcht ich sehen :-) - wenn Dein ansonsten bislang kreuzbraver Hund auf einmal auf nen Anderen losgeht, der tausendmal kleiner ist, und mit dem Du aufgewachsen bist, an dem Dein Herz hängt - ob Du in der Situation dann auch noch so oberschlau gewesen wärst, an das Nächstliegende zu denken, statt Pfefferspray holen zu lassen? Oder Deinen Hund erstmal eititei gestreichelt hättest, damit er losläßt?? Klar, man sollte als Halter immer Ruhe bewahren, wenn was passiert unter den Hunden, um die nicht noch weiter aufzustacheln. Aber ganz ehrlich, wenn man echt zum ersten Mal in so ner Situation steht, dann gucktman ganz schön dumm aus der Wäsche, und es fallen einem hinterher sicher 20 Lösungen ein, die vielleicht (!) besser gewesen sein könnten. Und? Beim nächsten Mal weiß man besser Bescheid - aber das Wissen braucht man dann hoffentlich nie!

    Zu Punkt 2: uneingeschränkt zustimm - gerade meine Jagdterrier müßten dann ebenfalls auf die Listen..... Vollkommener Käse, das auf die Listenhunde zu schieben. Die sind nämlich auch nur Terrier.

    Ein Senior???? Meine Biene ist 8 und ausgebildeter Rettungshund. Die geht ab wie Nachbars Katze, wenn die laufen darf!

    Genauso mein Territier mit seinen 8,5 Jahren. Ein Hund in der Größe ist mit 8 Jahren im besten Alter.

    OK, mit meiner 14jährigen fang ich etz nimmer an, die schnüffelt lieber, und zwischenrein mal ein paar Galoppsprünge, aber dadurch, daß die blind ist, wär mir das zu riskant gewesen, daß die mir in die Räder läuft beim Radeln, daher hab ich das mit ihr nie gemacht. Aber 20 km wandern, das ist mir der auch kein Problem!

    Also - langsam dran gewöhnen und dann ab die Post! :-) Dabei aber net vergessen, daß Tierheimhunde sicherlich eh schon das ein oder andere Defizit an Kondition mitbringen, die sind ja oft nichtmal Gassigänge gewohnt.....

    Wie stellt Ihr Euch die Zeit nach der Eingewöhnung vor? Du schreibst nur, die ersten 2 Wochen bei den Eltern, dann Du 2 Wochen Urlaub - und dann? Der Hund wird nach 4 Wochen nicht stubenrein sein, geschweige denn, daß er alleinbleben könnte, das kann bis zu einem halben Jahr und länger dauern, bis das der Fall ist.

    Die 2 Wochen Deines Mannes solltet Ihr auf alle Fälle einplanen, aber in diesen dann insgesamt 4 Wochen Eingewöhnung trotzdem auf alle Fälle schon genau den Tagesablauf einhalten, wie er dann später werden wird: sprich, Schlafenszeit dann, wenn Ihr später arbeiten seid, Gassizeiten dann, wenn Ihr sie später auch haben wollt, Betreuer kommt dann, wenn er später auch kommen wird. Einfach, um die Umstellung von Vollzeitbetreuung zum Alleinbleiben möglichst gering zu halten.

    Und dann halt sukzessive das Alleinbleiben üben, erstmal im Zimmer alleinlassen, und wenn das streßfrei klappt, mal an den Müll runtergehen etc., halt das übliche Welpentraining.

    ..........Ich bin die letzten Tage morgens 45-60 Minuten gegangen, gegen 11uhr anderhalb bis 2 Stunden und zwischendurch Pausen. Zwischen 16 und 18uhr die nächste Runde 30-60 Minuten und abends um 21uhr die letzte 30min. Ich hab immer versucht andere Strecken einzubauen, ......

    :shocked: :shocked: :shocked:

    Das sind ja bis zu 4,5 Stunden am Tag! Also, ich hab nen Jagdterrier, der nun wirklich gefürchtet ist in Sachen Aktivität, Jagdtrieb & Co. Aber mit 4,5 Stunden würd ich den vollkommen überfordern. Der wäre vollkommen irre, bei so viel Input. Du darfst nicht vergessen, daß auch das Schnüpffeln in bekannter Gegend schon anstrengend ist - Zeitunglesen, wer heute wieder in dem Gebiet Gassi gegangen ist, welche Hündin der Nachbarschaft wieder läufig ist, Fremdhundmarkierungen, Passanten, fremde Hunde, ganz "nebenbei" auch noch auf Fraule achten. All das sind die Anforderungen, die schon bei nem normalen Spaziergang auf einen Hund warten. Das Ganze 4 Stunden am Tag, und das Hirn hat total den Overkill.... *ggg

    Auch ich hab erst lernen müssen, daß hier weniger mehr ist. Der macht heute nur noch einmal die Woche Mantrailing, wenn überhaupt, und ansonsten einfache Gassigänge. Wenn ich größere Strecken mache, dann nur am Wochenende, Wanderungen so weit draußen, daß da aber fast niemand rumläuft, oder die Hundebegegnungen sich im Rahmen halten. und dann immer wieder mal ne Strecke an der Leine oder hinsetzen, damit er wieder runterkommt zwischendurch.

    Nur, weil da ein Border/Husky oder Jagdhund drin ist bei Deinem, heißt das nicht, daß der mit Aktivität udn erlebnissen totgeschlagen werden muß, um glücklich zu werden. Im Gegenteil, ich kenn Deinen hund ja nicht, aber weniger ist oft (viel) mehr!

    Du kannst doch nichts verlieren - mach das doch einfach mal 2-3 Wochen, und schau, was sich verändert.

    Das ist immer hundeabhängig, wieviel ein Hund braucht oder verträgt an Aktivität. Bei meiner Biene ist es z.B. vollkommen anders - die kann ich überall mit hinschleppen (momentan chillt sie hinter meinem Schreibtisch), ob Büro oder irgendwelche Feste, über die CACIB schleifen, zu Freunden mitnehmen. Oder 10 Stunden Wandern gehen am Stück. Vollkommen geal, abends legt sie sich hin und pennt. Die hat einfach mit Nix so nen Streß.

    Klar, wenn die sehr aktiv war, schläft sie hinterher vielleicht mal etwas länger. Aber keinerlei Streßsymptome in der Situation oder danach. Mußt halt echt austesten, was für Deinen Hund optimal ist - und zwar net nur anhand einer eintägigen Beobachtung, die ist nicht relevant, sondern echt mal ein paar Wochen durchhalten. Und ganz bewußt darauf achten, was der Hund alles tun muß: Besuch ertragen, Wild widerstehen, Leute ignorieren, Auto bewachen (machen meine freiwillig, wenn das Auto irgendwo alleine rumsteht mit ihnen drin - das ist nämlich nicht chillen, diese Zeit, sondern Arbeiten für viele Hunde!), "sich benehmen", wenn Du wo zu Besuch bist oder Ihr in die Stadt geht, etc. etc. Und wenns einen Tag ein langer Besuch bei Freunden war zusammen mit dem Hund, dann wird am nächsten Tag ganz bewußt nur gechillt, mit 2-3 kurzen (!) Gassigängen.

    @flying paws: danke für die Erklärung! :-) Ist sicher auch bei jedem Hund anders, wie er damit zurechtkommt. Ich hatte es mit Bossi anders einfach nicht geschafft, und so hat ers recht schnell verstanden. Braucht halt etwas Impulskontrolle seinerseits - aber das schadet ja net beim Jagdi *gggg (ich schließe allerdings nicht aus, daß ich Leinenführigkeit anfangs u.U. falsch trainiert habe - mit Biene hatte ich keine Probleme bei der Leinenführigkeit: die war immer ohne Leine unterwegs von Anfang an...*hust...). Anderer Verstärker hat bei Bossi auch nicht funktioniert in dem Moment, weil der andere Hund einfach "toller" war als alles Andere, was ich in dem Moment hätte bieten können. Und man sagt ja immer, das, was der Hund in dem Moment will, ist für ihn auch die stärkste Bestätigung.