Guck mal hier (hab einfach auf der Website Deine PLZ ausm Profil eingegeben, weiß net, wie weit die weg sind):
http://www.johanniter.de/dienstleistung…-suedwestfalen/
Bin auch bei den Johannitern. Ja, Zeit, geht viel drauf dafür - aber man wird irgendwie süchtig danach, und kann auch nimmer aufhören :-)
Die Truppe muß schon passen, ja - man verbringt so viel Freizeit miteinander, wenns da irgendwo net paßt, das würd ich mir im Leben nicht freiwillig antun, dann so lange Zeit mit Leuten zu verbringen, wo´s einfach net paßt.
Zeitaufwand bei uns: ein Tag am Wochenende komplett (9-17/18 Uhr ca.), und einmal unter der Woche ab 18-19 Uhr, so bis 23 Uhr. Wobei der Tag unter der Woche keine Pflicht ist. Wenn man mal net kann, ok - aber man muß mind. 50 oder 75% anwesend sein (habs grad net im Kopf, was genau in der Satzung steht, aber man hat schon etwas Spielraum). Macht ja auch keinen Sinn, mit nem neuen Hund zu kommen, und jedes Mal 4 Wochen Pause zwischen 2 Trainings, da vergißt der ja wieder alles in der Zeit.
Ich habe etwa 70-100 km einfach zu den einzelnen Trainingsgebieten, selten mal nur 30-40 km, aber bin bei uns schon die mit der weitesten Strecke. Aber ich wollte halt ne Staffel, wo´s paßt :-)
Biene und ich sind seit 2008 dabei, seit Okt. 2010 geprüft, und haben im Oktober 2015 die letzte Wiederholungsprüfung gehabt. Erst 2016 (Frühling) sind wir wieder "fällig". Das ist auch noch so n Punkt: man muß ja alle 18 Monate wieder unter Beweis stellen, daß man einsatzfähig ist. Wenn jemand Prüfungspaniker ist, ist das auch ne ganz schöne Belastung jedes Mal.....
Am besten ist, Du gehst bei der Staffel, die Dir zusagt, auch schonmal ohne Hund zum Training - dann kannst gucken, wie die trainieren, mit dem Hund umgehen, ob die Truppe paßt etc. und Leute, die sich für die Hunde ins Versteck legen, die die Hunde noch net kennen (Fremdopfer) werden immer gern gesehen.
Solang man noch keinen eigenen Hund hat, ist es auch evtl. einfacher, ein bisserl von der Theorie (SAN-Kurs etc.) zu machen, damit man das schon mal erledigt hat - gerade für den SAN-Kurs gehen ja doch einige Wochenenden komplett drauf, oder eben eine Arbeitswoche, wenn mans am Stück machen kann. Und ein SAN-Kurs z.B. schadet nie, selbst wenn man net dabeibleibt, ist er privat sicherlich net überflüssig... Oder man kann schonmal als 2. Helfer im Einsatz mitlaufen, um das Einsatzgeschehen auf sich wirken lassen zu können. So kann der richtige Helfer einem schon bisserl was erklären, man hat nicht die Verantwortung eines Helfers, kriegt aber schon bisserl was mit und kann entscheiden, ob man damit zurechtkommen könnte. Auch im Training kriegt man ja bisserl Theorie mit (Suchtaktik oder solche Dinge), sodaß man dann, wenn der Hund da ist, nicht mehr komplett nix weiß. :-)
Was die Zusatzarbeit betrifft: nachdem wir ja so viel trainieren mit den Hunden, sind wir von SAN-Diensten befreit, dürfen aber gerne, wenn wir wollen, welche machen. Ob das überall so gehandhabt wird, weiß ich aber nicht.
Kosten: bei uns kriegt man die meisten Dinge gestellt (Klamotten, Funkgeräte, GPS,...) - der größte Aufwand ist die Fahrerei. Vor allem bei meinen Strecken :-) Das ersetzt einem keiner (außer bei Einsätzen, aber der Löwenanteil sind ja Trainingsfahrten), und man kann es steuerlich net geltend machen wie Fahrten zur Arbeit.
Der Wichtigste Punkt für viele Interessenten: man arbeitet halt in der Staffel, und dessen muß man sich bewußt sein, nur einen ganz geringen Anteil der investierten Zeit mit dem eigenen Hund. Ein Anfängerhund wird vielleicht 2mal für 10 Minuten gearbeitet in einem Training, den Rest des Tages legst Du Dich ins Versteck für andere Hunde oder schaust, wie andere Hunde ausgebildet werden, bzw. hilfst später bei der Ausbildung anderer Hunde. Der eigene Hund liegt derzeit in seiner Box im Auto und wartet. Der braucht diese Zeit auch (das verstehen viele nicht!), um das Gelernte zu verarbeiten. Wie beim Menschen auch: vorm Schlafengehen lernen, dann Buch unters Kopfkissen (ok, in den Schrank), und keine Ablenkung mehr. Dann merkt man sichs am besten. Klar - zwischendurch Gassi is kein Thema - aber es wird eben mit dem eigenen Hund nur in dem Maß gearbeitet, wie es dem Alter und dem Ausbildungsstand entsprechend sinnvoll ist. Und es geht auch nicht, daß man kommt, den eigenen Hund arbeiten läßt, und dann wieder geht. Klar... :-) Wer also nicht verkraften kann, daß der Hund in der Box bleibt für die Zeit, in der er net arbeitet, und darin eine Tierquälerei sieht (weil er selbst es net aushalten kann, daß der Hund dort -eigentlich gechillt- schläft *gg), der wird sicherilch nicht lang dabeibleiben....
Aber ich glaub, ich habe durch die Rettungshundearbeit tausendmal mehr als in der Hundeschule/Verein oder durch Bücher etc. gelernt über den Hund und sein Lernverhalten; gelernt, einen Hund zu lesen, und mit meinem Hund eine Art und Weise gefunden, zusammenzuarbeiten im Team (also nicht nur den Hund zu schicken, damit er arbeitet), die ich als einzigartig empfinde, und nicht mehr missen möchte :-)