Beiträge von BieBoss

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    Der Hund vom Trainer (ca . 4 Jahre alt) interessierte sich nicht für die Hunde sondern war nur damit beschäftigt den Trainer "anzuhimmeln".
    Der Trainer erklärte dies mit einer starken Bindung und dass der Hund die anderen Hunde nicht bräuchte und er auch nicht mit den anderen Hunden spielen darf.
    Ich hab nämlich gefragt ob er Hund mitspielen würde, wenn er ihn freigeben würde.
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    Ach, Du, wenn ich in meiner Hosentasche ein Zerrseil habe und mit Bossi unterwegs bin, dann sieht der genauso aus: nur damit beschäftigt, mich anzuhimmeln, andere Hunde braucht er (in dem Moment!) nicht (sonst findet er sie toll). Aber: das ist nix Anderes als den Hund zum "Junkie" zu machen, und dann hibbelt der die ganze Zeit in Erwartungshaltung um mich rum. Das kann ich auch.....

    Streß pur für den Hund! Ich hab meinem angewöhnt, daß er, wenn ich das Zerrseil in der Hand habe, damit rechnen kann, daß es mal fliegt und er es 1-2 Mal holen darf zum gemeinsamen Zerren. Wenn es aber in der Hosentasche/im Hosenbund steckt, ist es MEINS - so hat er gelernt, dann entspannt auch mal pinkeln gehen zu können. nicht mal dafür blieb sonst Zeit. Und er guckt zwar dann immer noch aufmerksam ab und an nach mir - aber im erträglichen Rahmen, nicht so gestreßt und dauer-fixierend, wie wenn ich das Teil in der Hand habe.

    Und wenn der Hund deswegen auch nicht mit anderen spielen darf, weil der Halter Angst hat, daß der Hund IHM in der Folge im Alltag nicht mehr die nötige Aufmerksamkeit entgegenbringt, ist das für den Halter sogar eher noch ein Armutszeugnis und besagt, daß dieser seinem Hund mal so gar nix zutraut.

    Auch ich finde daher, daß das NICHTS mit einer Bindung zu tun hat, sondern nur damit, daß der Hund grad aufs Spieli/Spielen mit Herrchen fixiert ist, und dauer-aufmerksam sein muß, was einfach nur Streß bedeutet. Daher würde ich dem nicht nacheifern wollen.

    Bindung entsteht durch gemeinsame Erlebnisse, gemeinsames Arbeiten, gemeinsame Erfolge (zunächst angsteinflößende Gegenstände gemeinsam untersuchen und für ungefährlich befinden, scheinbar unüberwindliche Hindernisse (Brücke, liegender Baumstamm) gemeinsam zu überwinden) und dadurch, daß man dem Hund Schutz gewährt in "komischen" Situationen oder man ihm regelmäßig sein Futter gibt, mit ihm kommunizert, auf ihn eingeht etc. - das alles passiert einfach automatisch im Laufe der Zeit, und hat nix mit "Daueranhimmeln" zu tun.

    Daß der Hund sich beim Fraule rückversichert hat, als er in dem Zaun am Spielen war, ist für mich schon ein Zeichen guter Bindung, weil der Hund quasi beim Fraule Schutz sucht, wenns zu viel wird. Wenn er den Schutz bekommt, wird er dann auf Dauer auch selbstbewußter werden, weil er lernt, Fraule ist im Falle des Falles für mich da.
    Aber den Spieß kann man net einfach rumdrehen und behaupten, ein Hund, der selbstbewußt spielt und Fraule dabei nicht braucht, hätte keine gute Bindung, das ist Unsinn. Der ist halt etwas selbstbewußter oder souveräner - und das ist ja nix Verkehrtes! Das könnte man gaaaanz vielleicht noch behaupten, wenn ein Hund unterwegs zu jedem Anderen hinsprintet, ohne auf Fraule und ihr Rufen zu achten. Aber auch das könnte schlichtweg mangelnde Erziehung sein, oder Hund erst neu geholt oder oder oder..... Sprich, es sagt gar nix aus in bezug auf die Bindung :-) :-)

    Zu den Blutwerten: ich hab die Auswertung des Blutbilds neulich vom Doc per Mail zugeschickt bekommen, und da stand in jeder Zeile der Referenzwert dahinter, als der Spielraum, innerhalb dessen sich der Wert bewegen sollte. So konnte man selbst gut sehen, wo evtl. Werte außerhalb der "normalen" Bandbreite gewesen wären. War bei uns nichts.

    Ist das bei Dir nicht so, daß die Referenzwerte angegeben sind?

    Ansonsten sollte der Doc Dir zu den Werten was sagen können, zumindest ob einer/mehrere davon auffällige Abweichungen vom Normalwert zeigen.

    Und wenn man im Internet bisserl sucht, findet man auch irgendwo Erklärungen, was die Ursache für einen zu hohen oder niedrigen xy-Wert sein könnten. Is allerdings etwas mühsam, aber man kriegt schon Einiges raus dabei. Hatte z.B. eingegeben "Hund - Thrombozyten - Blutbild" oder so ne Dinge, dann findet man bissel was zu dem angegebenen Wert.

    Cool wär natürlich, wenn hier jemand, der sich damit auskennt, sich das ansehen könnte. Ferndiagnose ist zwar immer blöd, aber evtl. könnte Dir jemand zumindest helfen, die Werte besser zu verstehen und "Ausreißer" zu erkennen.

    Übrigens:
    "Auch für Smilla sind die 2 x 5 Minuten Übung weder geistig noch körperlich vordernd."

    Das halt ich für ein Gerücht...... Normalerweise sollte ein Hund dann erstmal ne Weile über das Gelernte nachdenken. Klar, körperlich macht das sicherlich nicht fertig - aber zu Denken haben sie nach so nem Tag schon...... Das fordert das Hirn schon: herauszufinden, womit man die Futtergabe erreichen kann (ohne, daß wer dasteht und meint "na - komm schon, sag was...." "gibt Laut" oder so!).

    Erzähl doch mal, was Ihr inzwischen so treibt - hast Du Dich zum Bleiben entschieden? :-)

    Mein Bossi kommt übrigens auch ab und an mit zum Training und sitzt dann eben im Auto rum (bis auf kurze Gassirunden dazwischen), während Biene arbeiten darf. Aber dafür ist auch die Biene beim Trailen mit Bossi und Frieda dabei und wartet dort jeweils im Auto. Die haben das nicht anders gelernt, und akzeptieren das gut. Im Anschluß können sie ja zusammen mit den anderen Hunden ne Gassirunde drehen, und dann haben sie auch ein bisserl Beschäftigung und können Kontakte haben, wenn sie möchten.

    Mach dir keien Gedanken wegen dem Bellen. IdR fängt man damit sowieso erst recht spät an, wenn der Hund begriffen hat um was es geht und halbwegs gefestigt im Verhalten ist.


    ...das mit dem Bellen stimmt so net unbedingt, je nach Ausbildungsmethode - bei uns ist das das Erste, was der Hund lernt. Erst muß er direkt vor der Person bellen, bevor er das nicht zuverlässig tut, geht suchtechnisch erstmal gar nix. Macht ja auch keinen Sinn, denn mit der Nase arbeiten kann der Hund ja, damit wurde er geboren... Wichtig ist, daß er weiß, was er tun soll, wenn er gefunden hat.
    Dann erst, wenn das Bellen gut klappt, wird der Abstand zur Person vergrößert und der Hund muß z.B. aus 5-10-20 Metern bis zur Person laufen, bevor er dann beim Ankommen bellt. Bis er dann irgendwann mal die Person ganz außer Sicht gehen sieht (er darf beim Weggehen zugucken), und spätestens da anfängt, die Nase einzusetzen und zu suchen. Wenn er das gut macht, kommt das Kommando dazu, damit er das Arbeiten korrekt mit dem Kommando verknüpft, und wenn das verstanden wurde, braucht er auch nicht mehr zu sehen, daß jemand wegläuft, das Kommando reicht, damit er zu suchen beginnnt.

    Ist schon ne Weile her, daß der Thread aktuell war - aber ich kann mir meinen Kommentar net verkneifen.... *gg

    Also, was da für Ausreden gegen kleine Hunde im Rettungshundewesen gebracht werden, ist schon lustig. Jeder Hund hat da seine Berechtigung, wenn er anständig arbeitet! Hab auch schon gehört, "so ein Hund käm bei mir nicht in die Ausbildung" - Pech gehabt, Du weißt gar nicht, was Du verpaßt! Da merkt man ganz genau, daß solche Leute noch nie nen kleinen Hund richtig beim Arbeiten gesehen haben!

    - Wo Leute evtl. Angst vor großen Hunden haben, kann ein kleiner Hund extrem vorteilhaft sein.

    - Bei der Suche von Personen, die panische Angst vor Hunden haben, oder von Kindern - ist ein kleiner Hund sicher extrem vorteilhaft.

    - Wenn das Wetter so wie in den letzten Tage ist, ist ein kleiner Hund extrem vorteilhaft - wer weniger mit sich rumschleppt, hat tausendmal bessere Kondition und Ausdauer.

    - Und man muß als Hundeführer weniger Wasser für den Hund mit sich rumschleppen :-)

    - Engstellen, schmale Durchgänge (Gebäudesuche) - versuch z.B. mal, nen Schäfi in eine äußerst dicht bewachsene Tannenschonung reinzubringen - meine Kleine flutscht da mal eben unterhalb der Äste durch und kriegt das ganze Ding durchsucht.

    - Kleine Hunde sind meist richtige Kletterziegen an Stellen, auf die große sich net mal drauf wagen. Schmale Bretter, die über nen Bach führen im Gelände - da geht meine Kleine halt einfach mal drüber, ohne nachzudenken. Felsgebiete, wo man hochklettern muß über Felsbrocken: mein Hund ist leicht genug, um da nix in Bewegung zu versetzen .

    Zu dem Argument mit den Brombeeren etc.: ja, meine Maus geht da auch net gerne rein (genauso wie übrigens auch einige große Hunde von uns!) - aber wenns da drin nach "Mensch" riecht, dann rennen sie alle rein (bereits mehrfach ausgetestet!). Oder (wenn sie echt nicht weiter kommen) sie zeigen direkt davor an der richtigen Stelle ganz deutlich, daß da ein Stückerl weiter drin irgendwas ist (kein Bellen, Biene fiept z.B. dann ganz aufgeregt, guckt mich an, guckt rein etc.). Notfalls sucht sie ne andere Stelle, von der aus sie bis zur Person durchkommt. Kann man ja auch mal rumgehen, um das Gestrüpp...

    Und das Argument, daß dann nicht alles abgesucht sei, wenn Hund nicht in jedes Gebüsch eindringt, ist hahnebüchen: man setzt doch genau deswegen Hunde ein, weil die (im Gegensatz zum Menschen) eben NICHT jeden Quadratmeter abgehen müssen, sondern die Nase weiter als bis zu den Zehen reicht! Ob der Hund was in die Nase kriegt oder nicht, liegt ausschließich daran, ob der Hundeführer den Umweltbedingungen entsprechend führt und Windrichtung, Temperatur (Thermik!), Leistungsvermögen und Größe des Hundes etc. richtig einschätzt bzw genau kennt.

    Es liegt am Hundeführer, dem Hund und den Bedingungen entsprechend einzuschätzen, wie weit der Hund kann, wann er Wasser braucht, ob er jetzt noch anzeigen würde (ist er zu schlapp, wäre das Risiko, daß er nicht mehr anzeigt, wenn er was findet), wann er eine Pause braucht, etc., aber auch am Einsatzleiter, der natürlich "seine" Hunde und Hundeführer kennt und weiß, was er welchem Hund zumuten kann an Gebietsgröße (einen Kleinhund wird der Einsatzleiter sicher nicht am Bachufer in mannshohem Schilf suchen lassen - da kommt der schlichtweg nicht mehr durch. Aber das Suchgebiet besteht ja nicht immer nur aus Schilf, gelle....)


    Man muß halt richtig suchen: mit der für seinen Hund eben passenden Taktik - das muß ein Hundeführer für nen großen Hund genauso machen, ganz individuell.

    Einen Kleinhund kann man auch eher mal an einer Leine suchen lassen: an ungesicherten Bahngleisen entlang, an der Autobahn entlang nach nem Unfall, wo Verletzte weglaufen oder so. Wenn der in Richtung Straße /Gleise in die Leine springt, kann man den einfacher halten. Meine wird auch durch die Leine nicht so behindert wie ein Hund, der es gewohnt ist, durch den Wald zu rasen, weit vom Halter entfernt, weil sie eher bei mir zu arbeiten pflegt. Aus diesen Gründen bin ich bei uns diejenige, die in solchen Fällen am Gleis/an der Straße arbeitet.

    So hat jeder Hund seine eigenen Besonderheiten, und wenn man klug ist, setzt man den Hund eben entsprechend ein und nutzt das zu seinem Vorteil. Man wird ja bei nem Trümmereinsatz auch nicht unbedingt nen Neufundländer aufs eingefallene Gebäude schicken.... *gg (ok, wenn man ihn denn überhaupt in der Trümmersuche ausbildet....)

    Wenn ein Ausbilder einer Staffel jeden Monat 20 Bewerbungen vorliegen hat, und dann große Hunde bevorzugt, weil er meint, die seien unkomplizierter, weil überall in seiner Region einsetzbar (als Lawinenhund geht der halt net so schnell verschütt wie ein kleiner, das kann ich verstehen) - dann hätte ich ja noch ein gewisses Verständnis für diese Entscheidung.

    Aber meist ist es ja eher so, daß verzweifelt neue Hundeführer gesucht werden über Castings, Öffentlichkeitsarbeit etc. - und in dieser Lage einen Hund abzulehnen, nur weil er "zu klein" sei, und nichtmal den Versuch zu starten, den auszubilden, oder zu sehen, daß auch ein kleiner Hund deutliche Vorteile haben kann, je nach Einsatzsituation, das finde ich einfach kurzsichtig.

    Castings sind eh nur Öffentlichkeitsarbeit und Interessenten-Anlocken, wo man sich halt dann welche rauspickt, mit denen man sich eine Arbeit gut vorstellen kann. Oder wo man dann anschließend jeden mal beim Training zugucken läßt, dann fällt eh schonmal 80% raus, weil sie mit Stöckeln im Wald stehen, oder nicht "ab" können, daß Hundi im Auto warten muß. Entscheidungen werden da glaub ich net so wirklich getroffen beim Casting, außer man sieht, daß ein Hundeführer so gar keine Ahnung hat von Hunden generell, oder der Hund schon "scheintot" ist (naja, zumindest zu alt für die Ausbildung *gg), oder halt 20 Kilo zu viel mit sich rumschleppt, oder deutlich so geht, daß man selbst als absoluter medizinischer Laie auf gewaltige Hüftprobleme o.ä. schließen kann - wo halt ein Blinder mitm Krückstock sieht, das kann nix werden so.

    Beim Hund geh ich mit Pirschelbär konform: grundsätzlich kann jeder die Aufgabe lernen. Der muß eben ihm entsprechend motiviert und individuell ausgebildet werden, net nach "Schema F". Halt ein normaler gesunder Hund ohne Probleme im Sozialverhalten (Deprivation, Angst, Aggression). Aber ne Prise gesunder Vorsicht beim Hund ist kein Problem, mit dem Selbstbewußtsein durchs Training ändert sich das nochmal gehörig. Und wenn ein Hund noch net perfekt Unterordnung geht, mei, das lernt der in den 2-3 Jahren bis zur Prüfung bestimmt problemlos, wenn der Halter mit ihm übt, und wenn er Geräte nicht kennt - ja, dann lernt er sie halt im Training kennen! Man ist ja dort, um den Hund auszubilden, und muß nicht mit bereits fertigem und geprüftem Hund erscheinen!

    Unsere Staffel (übrigens ebenfalls die Johanniter :-) ) hat mich damals versuchsweise in die Ausbildung genommen damals - und ich bin seither nicht die Einzige mit kleinem Hund geblieben! Meine Süße hat übrigens 5 Kilo und ist ein Zwergpudel-Pinscher-Mix, geprüft und im Einsatz seit 2010.

    Bio-Fleisch war doch hier gar kein Thema oder hab ich was verpasst?

    Nene, hast nix verpaßt :-) Habs nur dazu gesagt, weil die TS irgendwo geschrieben hatte, daß das Fleisch teurer sei als TroFu. Hab gedacht, FALLS sie selbiges Fleisch bestellen würde, wäre das noch ne Möglichkeit für sie, auf günstigeres Fleisch umzustellen, zumindest vorübergehend. :-)

    Bzw. war auch generell geschrieben/gemeint, denn sie hatte ja nur von Krankengeld erzählt, Hartz4 war nur ne weitere Option, die mir eingefallen ist. Passiert ja auch mal dem Ein oder Anderen vorübergehend....

    YUNAK schrieb:

    .......Was würdet ihr als Katzenhalter verlangen?
    .........
    Würdet ihr den Hund in Zukunft mit Maulkorb/Leine sichern? Wie kann ich ihr das abgewöhnen?
    Wie kann ich denn die Katzen aus unserem Garten fern halten? Muss ich ein Netz über die gesamte Fläche spannen? Gibt es Gerüche die Katzen fern halten?............
    ........
    [/quote]Tut mir leid, daß Du das miterleben mußtest :-(

    Also ganz ehrlich: wer seine Katze draußen rumlaufen läßt, ist selbst schuld (auch wenn sich das jetzt böse anhört - mir tun die armen Viecher immer leid, die so zu Tode kommen, weil die Besitzer sie hemmungslos rumstreunen lassen. Das sollte mal einer mit seinem Hund machen, dann wäre aber ein Aufstand angesagt....)!
    Ich als Katzenhalter würde gar nichts verlangen - meine Katzen leben genau aus diesem Grund in der Wohnung. Ich lasse meine Hunde nicht streunen, also warum sollt ich die Katzen rauslassen und unkontrolliert rumlaufen lassen? Und wenn die Dir schon Deine Kissen zerfetzt haben: hast Du dafür auch nur einen Pfennig vom Halter bekommen? Ich glaub, das wäre der Moment gewesen, in dem ich überlegt hätte, das Anti-Jagdtraining eigenhändig zu torpediereen mit nem kräftigen "Hol sie Dir!!!" an den hund - wenn man sich damit net selbst wieder alles bislang Erreichte kaputtmachen würde!

    Ich würde mit dem Hund künftig sicher Anti-Jagdtraining machen, Abbruchsignal konditionieren, Impulskontrolle etc. üben - dazu hab ich schon tausendmal geschrieben, wie ich mit meinem vorgegangen bin, daher hier nicht nochmal die Details..... :-) Aber irgendwo findet sich sicherlich noch der ein oder andere Thread zum Thema Anti-Jagdtraining, wenn Du die Suche verwendest. Damit allein könnte man glaub ich Bücher schreiben :-)
    Immerhin will man ja nicht, daß sich so etwas wiederholt, schließlich trifft´s immer die Unschuldigen, nämlich die Tiere.

    Was ich definitiv NICHT tun würde: meinen Garten mit viel Aufwand sichern. Sorry - aber wenn der Nachbar net in der Lage ist, seine Viecher unter Kontrolle zu halten, ist das sein Problem. Wenn er sie gesichert wissen will, soll er sie drinlassen, oder die Absicherung DEINES (!) Gartens gefälligst bezahlen...

    Schlimm nur, daß DU jetzt, nach dem Erfolg Deines Hundes, mit ihm ewig wirst arbeiten müssen am Nichtmehrjagen... Bei solchen Rückschlägen und Herausforderungen in Sachen Anti-Jagd-Training möcht ich immer die jeweiligen Katzenhalter meucheln.... *gg (nein, ich bin aber immer freundlich und weiß, daß die ihre Katzis auch lieben....Es leben also alle Nachbarn noch, auch ihre Katzen, wenn sie nicht anderweitig zu Tode gekommen sind wie durch fahrende Autos oder fremde Hunde.... :-) )

    PS: man muß natürlich auch gucken, wo man das Fleisch bestellt - ich bestelle sicherlich nicht für den Hund Bio-Fleisch, wenn ich das nichtmal für mich selbst kaufe. Und wenn wer von Krankengeld oder Hartz4 lebt, in diesem Zeitraum muß es sicher auch net unbedingt das teuerste Bio-Fleisch sein. Kann ja, wenns wieder üppiger im Geldbeutel ist, wieder gemacht werden, oder zwischendurch mal, aber während der Zeit wird Hundchen sicherlich nicht umkommen davon. Ein TroFu über 40-45 € pro 15 Kilo würd ich z.B. sicherlich nicht mehr kaufen - da ist Barfen mit der richtigen Fleischquelle deutlich günstiger.

    Ich kaufe das Fleisch halbwegs günstig, und dazu nur Gemüseflocken, die ich einweiche - spart die Schälerei und Püriererei vom Gemüse, die Zeit hätte ich einfach net, und auch Platz in der Truhe - hab nur 2 kleine Fächer, so ne Mini-Truhe, extra fürs Hundezeugs. Da geht Fleisch für 6 Wochen rein für alle drei, kostet mich vielleicht 70 Euro für den Zeitraum, incl. Gemüseflocken. Find ich jetzt nicht wirklich viel.

    Und von der Zubereitung finde ich das mit dem Gemüse auch praktisch: Fleisch auftauen (1 Kilo), TroFlocken mit Wasser einweichen, Fleisch dazukippen (und evtl. sonstiges Zubehör wie Quark, Öl o.ä.) und (bei uns) auf 2 Portionen 82 Tage) aufteilen. Fertig.

    Müßte ich mit monatlich stundenlang hinstellen und das Zeugs vorbereiten und dann auch noch mischen und portionsweise abfüllen- wie gesagt, ich würd garantiert net barfen, das wäre mir auch zu blöd.... *gg Hey, ich hab noch andere Hobbies als Futtermischen.... :-) In der Zeit mach ich lieber was mit den Hunden!

    Ich glaub, Du machst Dir da das Leben komplizierter als es ist. :-)

    Meine Hunde werden auch gebarft. Eigentlich und grundsätzlich zumindest.

    In der Realität sieht das dann so aus, daß sie sehr häufig Fleischrationen bekommen, mit eingeweichten Gemüseflocken, dazu Öl/Quark/Joghurt/Ei/Kartoffel/Gemüse/Reis/wasauchimmervomtischübrigist. Ab und an, wenn ich vergessen habe, aufzutauen, gibts ne Handvoll TroFu (MarkusMühle).

    Im Training zur Bestätigung gibt´s, was mir in die Finger fällt: Leberkäse, Wienerle, Hackfleischklopse, Käse, Joghurt, etc.

    Wenn ich mal nicht da bin (Trainingswochenende mit einem Hund oder Urlaub), dann kriegen die Anderen zwei daheim bei meiner Tochter ausschließlich TroFu, weil die (v.a. rohes) Fleisch eklig findet. Im Urlaub unterwegs kriegen alle TroFu, keine Lust, Fleisch am Ort zu kaufen oder mitzuschleppen, solange keine Kühltruhe im Zimmer ist.

    Will heißen, ich füttere eigentlich bunt durcheinander, und ich habe keinerlei Plan, wieviel wovon ich füttere. Aber ich füttere vielseitig (viele Fleischsorten, viele Gemüsesorten), auch mal meinetwegen nur 150 Gramm, obwohl 250 Gramm angebracht wären, wenn die Packung das nur so hergibt (wird dann halt tagsüber mit ein paar Krümel TroFu als Leckerli ergänzt, damit Hundi net hungert) - so wie ich mich selbst eben auch ernähre - und da ist ja auch mal MacKotz oder ne Pizza oder Schokolade dabei o.ä., und auch der Hund darf mal was essen, was net 100% gesund ist. Keinerlei Futterplan (kein Bock auf solche Umstände, da würd ich auch nimmer barfen!), keinerlei Rechnerei. Und drei Hunde, die alles fressen und vertragen. Knochenanteil mach ich über ganze Hähnchen gewolft oder gewolfte Hühnerhälse - bei sowas kann man nämlich wunderbar auch gewolfte Leber reinmixen (die ja an sich alleine eher zu Durchfällen führen kann in größeren Mengen), sodaß kein Problem mit Knochenkot entsteht. Höchstens mal ab und an weiche Kalbsbruststückchen als Knochen zum Nagen.


    Falls jetzt jemandem einfällt, zu fragen, ob die Hunde so auch echt gesund sind: hab grad anläßlich Vollnarkose bei Biene komplettes großes Blutbild incl. Schilddrüsenwerten machen lassen - alles im grünen Bereich, kein einziger Wert ist irgendwie auffällig (ich geh mal davon aus, daß das bei den anderen Beiden genauo ist, da alle Drei das Gleiche futtern, und topfit sind, auch Frieda für ihre ca. 14 Jahre ist noch voll lebhaft und gut drauf). So geht´s also auch - ohne Komplikationen in Sachen Rechnen.

    Will heißen: fütter Du doch TroFu, wenn Du magst, und Dein Freund stellt halt dann mal Fleisch hin, wenn er mag. Und hör auf, die Kilokalorien und Gramm in Deinen Hund reinzuzählen - so ein Schmarrn...... :-) :-) Solche errechneten Werte sind doch immer nur Durchschnittswerte und damit Anhaltspunkte für die Fütterung - jeder Hund braucht von Diesem oder Jenem mehr oder weniger, ganz individuell, wie es eben sein Stoffwechsel verarbeiten kann (und den kannst beim Rechnen gar nicht berücksichtigen, da gibt´s halt keine Faustformel). Da fütterst Du, wenn Du nach berechneten Tabellen gehst, genauso wenig perfekt, wie wenn Du Pi mal Daumen das Futter hinstellst!