zu lang - daher auf 2mal.....-
Du schreibst:
Von der guten Erziehung merke ich kein bisschen , er verhält sich ja auch teilweise Hunde gegenüber wie sau...
Ja - offenbar hat der Ex-Besitzer ein anderes Verständnis von "gut erzogen" als Ihr.... Schade eigentlich, aber es ist nunmal so (wirft bei mir bisserl den Verdacht auf, man wollte sich des Hundes möglichst schnell und bequem entledigen, weil das (sicher falsch durchgeführte) Training nix brachte). Das bedeutet für Euch eines: Zeigt dem Hund, wie Ihr es gerne hättet: mit Geduld, Ruhe, Konsequenz, Einfühlsamkeit. Baut eine Bindung zu ihm und umgekehrt auf, indem ihr zusammen Dinge unternehmt, Situationen gelassen bewältigt (Stichwort Hundebegegnungen; hier würde ich mit größerem Abstand üben, und den Hund nach Möglichkeit auf die Seite nehmen, die dem Anderen abgewandt ist), gemeinsame Erfolgserlebnisse habt (z.B. eine "gefährliche" Brücke -so Stahlbrücken, wie man sie öfter als Feuertreppe findet- gemeinsam überwindet, zum ersten Mal Euch ins Wasser traut mit Hund bzw. er sich mit Euch *gg o.ä.). Wenn der Hund auf Stur schaltet - ist ne Rasseeigenschaft. Dann bleibt souverän und ruhig - und konsequent. :-)
Denkt immer daran: der Hund zeigt nur, was er bisher gelernt hat. Derzeit könnt Ihr das berechtigterweise noch auf den Ex-Besitzer schieben. In einem halben Jahr, wenn immer noch Einiges schief läuft, dann nehmt Euch ne Zeitung, rollt sie zusammen - und haut sie Euch selbst (!) vor den Kopf. Denn in der Regel ist immerderjenige "Schuld" (meinst nichtmal absichtlich, oft ist es falsches timing einer Bestätigung oder sowas Banales) am Verhalten des Hundes, dem Du morgens im Spiegel begegnest..... :-) Sei es, Du hast es ihm noch nicht gut beigebracht, er braucht noch mehr Zeit als Du ihm gelassen hast, oder weil Du es noch nicht geschafft hast, Dich diesem Hund verständlich zu machen (jeder lernt ja anders), oder weil Du nicht konsequent genug warst, Dein timing beim Bestätigen net stimmt, oder oder oder..... Jedenfalls: BITTE straft nie wieder den Hund für etwas, das er noch nicht gelernt hat (wie z.B. den nicht befolgten Abruf unterm Tisch).
Alles Gute mit dem Kerle! :-) Es ist sicherlich schade, daß er nicht all das mitbringt, was Euch versprochen wurde. Aber dafür bringt er mit Sicherheit auch irgendwo Dinge mit, die über das hinausgehen, was Euch versprochen wurde. Es liegt an Euch, die aus ihm rauszukitzeln, und aus Euch ein glückliches Team zu machen, das sich aufeinander verlassen kann! Ich wette was, in nem Jahr lacht Ihr über Eure Anfangsschwierigkeiten! :-)